Neujahrsbrief 2021 aus Berlin.

Ich habe auch dieses Jahr gewartet bis ich Neujahrspost aus Berlin erhalten habe, weil ich sie als erstes auf meiner Internetseite 2021 veröffentlichen wollte.

Seit seinen Schulzeiten an der Landesberufsschule für das Hotel – und Gaststättengewerbe in VS – Villingen kenne ich

Jürgen Gangl. Inzwischen gehört er zu den bekanntesten Leuten in der Hotel Szene in Deutschland und ist Generel Manager im

Hotel Park Inn in Berlin am Alexanderplatz – eines der größten und bekanntesten Hotels in Berlin.
Außerdem ist er in verschiedenen Organisationen für das Hotelgewerbe sehr aktiv.

Ich freue mich, dass wir jetzt schon über Jahrzehnte den Kontakt gehalten haben und ich seine Neujahrsgrüße hiermit veröffentlichen darf.

Auch ich und meine Frau Marianne wünschen für das Jahr 2021 alles Gute, vor allem viel Gesundheit und ein hoffentlich baldiges Wiedersehen.

 

Uli Lochar

 

 

Liebe Park Inn Berlin Alexanderplatz Freunde !

 

Könnt Ihr Euch noch erinnern — ?? — Unsere tägliche Sprache hat sich geändert: — hast´ ne Maske dabei? — Lockdown – Lockdown– Verlängerung ! — Abstand halten – Kontaktbeschränkung — Bleibt gesund oder „Homeschooling“… !

 

Also vor 12 Monaten hatte ich noch nichts damit zu tun… HEUTE täglich…

 

Da stellt sich doch die Frage wie fange ich dieses Jahr meinen …“Neujahrsbrief“ an ?

 

Dennoch, —  eines Vorweg… lieber eine zurückhaltende, sachlich und seriöse Kanzlerin, als ein paar durchgeknallte Querdenker, egozentrische und selbstsüchtige Präsidenten/Landesfürsten, bei denen man nicht glauben kann, dass diese von Menschen mit Sinn und Verstand gewählt worden sind…

Komisch , –dieser Satz ändert sich von Jahr zu Jahr kaum… ! Warum nur….? Vielleicht weil dieses Jahr Wahlkampf ist und jeder was anderes machen will…?

 

Es lässt sich nicht leugnen, das Jahr 2020 ist Vergangenheit und wir sind im neuen Jahr angekommen und zwar im 21’ten nach 2000…

 

Ja, was für ein Jahr war 2020 !

 

In unserer Branche wünschten wir uns nichts sehnlicher als dass 2020 vorbei geht und wir mit so viel Hoffnung in 2021 gehen.

 

Nachdem wir nicht nur exzellente Prognosen für 2020 hatten, sind wir auch tatsächlich im Januar und Februar sensationell gut ins 2021 gestartet.

 

Am Anfang des Jahres standen die Themen Digitalisierung und vor allem Umweltschutz/Nachhaltigkeit auf der allgemeinen Agenda und beherrschten die Politik und die Medien.

Greta Thunberg mobilisiert die Welt, nimmt Unternehmer und Politiker in die Pflicht und mobilisiert die Jugend.

 

Am 27. Januar 2020 wurde die erste Corona-Infektion in Deutschland bei dem Automobilzulieferer Webasto in Starnberg bekannt.

Bereits Anfang Februar holt die Bundeswehr 120 Deutsche aus Wuhan zurück. Corona war im Land, aber wir wussten nicht, was auf uns zukommt.

 

Februar: Wahl-Eklat in Thüringen ( AFD / CDU ) , Terroranschlag in Hanau…

Am 28. Februar der erste große Schlag für die Reisebranche und die Berliner Hotellerie – die ITB wurde abgesagt.

 

Im März erfasst die Krise ganz Deutschland – 1. Lockdown, Grenzen schließen, 1tes Hilfspaket wird beschlossen. Die Pandemie legt langsam aber sicher die Welt lahm…

 

Es folgten im Laufe der Monate dramatische Einbrüche für Hotellerie und Gastronomie, finanzielle Hilfsangebote reichen nicht aus und kommen nicht an. Nur die Ferienhotellerie profitierte von einem relativ guten Sommer.

Die Stadthotellerie leidet massiv unter dem Wegfall von Messen, Kongressen und Großveranstaltungen.

 

Die Kritik an der WHO wuchs, die USA zieht die finanzielle Unterstützung zurück — hat aber gar keinen Plan wie mit der Pandemie umzugehen ist.

Corona Beschränkungen, Maske wird zum täglichen Begleiter, in der Fleischindustrie herrscht Massenpandemie, weitere Hilfspakete werden geschnürt, —

 

Juli/Aug: Sommer – Pandemie – Loch — dann nach den Sommerferien ging es wieder los… Der einzige der immer am Bildschirm blieb ist Mr. Lauterbach — Jahrelang in der Versenkung verschwunden — jetzt täglich bei uns.

 

Beherbergungsverbot im Oktober war wie ein weiterer Lockdown durch die Hintertür für uns… —  Risikogebiete sorgten für Chaos und einen undurchschaubaren Flickenteppich in Deutschland.

Damit war die Hoffnung auf einen glimpflichen Verlauf des Restjahres zerstört.

 

Wie werden wir 2020 wohl in Erinnerung behalten ?

 

Eines hat uns die Pandemie gelehrt, — wir sind und bleiben „Zahlengetrieben“. Auch in der Pandemie waren/ sind  Zahlen der politische Entscheidungsfaktor. Egal ob sinnig oder nicht. Und das liegt daran, dass zu viele meinen, über Dinge sprechen

zu müssen, ohne „Sachkenntnis“ zu haben…Es sind einfach zu viele „Besserwisser“ und Selbstdarsteller in diesem Lande unterwegs. Leider bieten Ihnen nur wenige die Stirn….

 

WIR mussten uns von vielen großartigen Schauspielern verabschieden, darunter Sean Connery, Kirk Douglas, Diana Rigg oder Michael Gwisdek.

Unter den gestorbenen Prominenten waren auch zahlreiche Sänger und Musiker, unter anderem Chanson-Ikone Juliette Gréco, der Rock-and-Roll-Pionier Little Richard, Gitarrist Eddie van Halen oder City-Schlagzeuger Klaus Selmke.

Künstler wie der „Reichstagsverhüller“ Christo oder der Cartoonist Uli Stein starben ebenfalls in diesem Jahr. Die Zuschauer trauerten ebenso um Komödianten und Entertainer wie Karl Dall oder Herbert Feuerstein.

Mit Basketball-Superstar Kobe Bryant und Fußball-Legende Diego Maradona starben zwei Ausnahmekönner des Sports. Wir werden Sie alle vermissen…

 

In vielerlei Hinsicht war es ein Jahr des Verharrens, des Wartens auf eine Zeit, in der wir die vielen Freuden des Lebens,

die wir oft als selbstverständlich genommen haben, wieder aufnehmen können und in der unbeschwerte Begegnungen wieder möglich sind.

 

Für viele Menschen war es zudem ein Jahr harter Einschnitte und Verluste, sowohl auf privater als auch auf beruflicher Ebene. Künstler*innen, Solo-Selbständige, kleine Unternehmen und viele unserer Geschäftspartner*innen blicken auf eine ungewisse Zukunft.

Uns geht es ähnlich und wir können die Herausforderungen der kommenden Jahre nur erahnen. Wir schicken all jenen aus ganzem Herzen Kraft und Durchhaltevermögen, wir bleiben hoffnungsvoll für uns alle.

 

Erschreckenderweise kommt hinzu, dass gerade in einer Zeit, in der wir uns gegenseitig stärken sollten, Individuen, Bewegungen und Parteien die Chance für Populismus, Hass und Angriffe auf die Grundwerte unserer Gesellschaft ergreifen.

Dies beobachten wir mit großer Sorge und sind uns der Relevanz, Wirkung und Verantwortung unseres Hotels als verbindende und offene gesellschaftliche Kraft in Deutschland sehr bewusst.

 

Trotz all dieser Herausforderungen haben die letzten Monate auch eine ungeahnte Energie freigesetzt und Solidarität zwischen vielen Menschen geschaffen.

Neue Synergien sind entstanden und vielleicht auch ein neues Nachdenken darüber, was jeder einzelne von uns tun kann, damit Gemeinschaft funktioniert.

 

Uns haben diese Energie und die unbändige Leidenschaft unseres Teams durch dieses herausfordernde Jahr getragen.

Die Krise hat uns in diesem Jahr gezeigt, wie wichtig es ist, gemeinsam für seine Ziele zu kämpfen.

 

Ich weiß, dass einige von Ihnen ganz besonders unter den Maßnahmen, die ergriffen wurden, um die Ausbreitung des Coronavirus zu stoppen, leiden und sorgenvoll in die Zukunft blicken.

 

Es gäbe noch viel mehr zu berichten, aber ich möchte mich endgültig von 2020 verabschieden.

 

Bitte nicht böse sein, dass ich nichts mehr über Donald ( Trump ) berichte, aber er hat schon eine zu große Plattform gehabt. In Deutschland gibt es Häuser wo man solche Menschen behandelt die „geistig“ krank sind. Gibt es diese nicht auch in den USA..?

 

Rufen wir uns die Fähigkeit zurück, von all dem Guten ein Stück abzugeben und damit die Welt wieder ein Stück besser werden zu lassen.

So ähnlich habe ich meinen Brief im letzten Jahr beendet, aber ich finde, die Zeilen haben nach wie vor Gültigkeit und so möchte ich auch meinen Brief in diesem Jahr damit abschließen.

 

Ich wünsche Ihnen ein erfolgreiches und friedliches Jahr 2021, verbunden mit persönlichem Erfolg und einer Portion Glück, aber vor allem, dass folgendes aus unserem „Wortschatz“ : — hast´ ne Maske dabei? — Lockdown — Lockdown Verlängerung ! — Abstand halten – Kontaktbeschränkung — Bleibt gesund oder „Homeschooling“…, der Geschichte angehört und wir uns kaum noch daran erinnern können… 😊

 

In diesem Sinne, mit Sinn und Verstand

 

Ihr

Jürgen W. Gangl

 

Mit freundlichen Grüßen / Met vriendelijke groeten / Meilleurs sentiments

 

My best regards / 亲切的问候

Jürgen Gangl

General Manager

 

 

Vorsätze für`s Neue Jahr.

 

Was wünschen wir uns, was nehmen wir uns vor, was wird uns das neue Jahr bringen?

 

Fragen über Fragen und das was wir beantworten können sind vielleicht einige Wünsche und Vorsätze, die wir kennen, die große Frage ist aber, ob die Wünsche in Erfüllung gehen und wir die Vorsätze einhalten.

Da frägt man sich selbst !

Was ist dein größter Wunsch?

 

Mein größter Wunsch ist nach einem Gespräch mit meinen Enkeln Benedikt und Jonathan an Weihnachten, dass die jungen Menschen in der ganzen Welt erkennen, dass Krieg was völlig irrsinniges ist und sie sich deshalb  zusammen tun und sagen:

 

Mit uns nicht mehr! Wir sind nicht bereit, eure fanatischen Religionskriege zu akzeptieren, geschweige denn zu finanzieren.

 

Wir möchten in Frieden und Freundschaft zusammen leben und nicht mit Hass und Unvernunft.

 

Der erste Weg dazu wäre, dass allen jungen Menschen erlaubt ist, ihre Meinung zu äußern.

 

Ich freue mich darüber, dass dies in Deutschland möglich ist, zweifle aber daran, dass dies überall so gemacht wird.

 

Gerade die Corona – Zeit sollte uns alle eigentlich zum Nachdenken bringen.

 

War das alles richtig was wir in den letzten Jahrzehnten gemacht haben?

 

War es richtig, dass viele den Freizeitwert für sich in den Vordergrund gestellt haben und dabei zum Beispiel die Erziehung der Kinder vergessen haben?

 

War es richtig, dass viele meinten, sie müssten ihre Kinder antiautoritär erziehen?

 

War es richtig, dass man den Kindern nicht mehr beibringt, wie richtig gegessen wird?

 

War es richtig, dass man Kindern nicht mehr sagen darf, bis hierher und nicht weiter?

 

Die Basis eines Menschen wird in der Familie gelegt und ich bin meiner Mutter sehr dankbar dafür, dass sie mich zu einem einigermaßen vernünftigen Menschen erzogen hat.

 

Meine Eltern waren geschieden und dies hat mein Leben auch entscheidend beeinflusst. Es war vor allen in meinen Kindheits – und Jugendjahren eine große Belastung dies mitzuerleben und ich kann nur dafür appellieren tut es, wenn möglich, euren Kindern nicht an.

 

Krieg in der Familie ist etwas unmögliches, dann lieber die Konsequenzen ziehen und auseinander gehen, obwohl dies für jedes Kind sehr hart ist, wenn man es vielleicht auch nicht sieht.

 

Die Umgebung ist natürlich auch sehr wichtig.

 

Die Erwachsenen tragen Kindern gegenüber dazu bei, wie sie sich entwickeln.

 

Dazu gehören auch die Erzieherinnen und Erzieher und die Lehrerinnen und Lehrer.

 

Bei allem fachlichen Können, die diese haben müssen, ist es auch wichtig, dass es bei ihnen „menschelet“.

 

Wenn die Pädagogen keine Lust haben, mit Menschen umzugehen, sollten sie zu Hause bleiben und mit den Kochtöpfen sprechen.

 

Ein Kind braucht Zuneigung und man verliert gar nichts an Respekt, wenn man Kindern ein Lächeln und ein Guten Tag schenkt.

 

Kinder sind unsere Zukunft und ich wünsche ihnen, dass es ihnen gelingt, alles Fanatische aus ihren Köpfen zu verbannen.

 

Warum brauchen wir noch einzelne Religionsunterrichte der verschiedenen Glaubensrichtungen?

 

Egal ob Jesus, Mohamed oder Buddha alle hätten sicher etwas dagegen, wenn es einseitig und fanatisch gemacht wird.

 

Warum wird überall nicht ein Fach mit dem Titel:

 

„ Auf das Leben vorbereiten “

unterrichtet?

 

In ein Religionsgespräch können die Kinder ja in ihrer Freizeit zu den einzelnen Glaubensrichtungen gehen, wenn sie es möchten.

 

Wenn ich mir überlege, was man im Fach  „Lebensvorbereitung“  alles in den Lehrplan packen könnte, müsste ich noch zwei Seiten schreiben.

 

Das Wichtigste wäre natürlich, ihnen verständlich klar zu machen, dass Rassismus etwas völlig sinnloses ist.

 

Es geht nicht darum Kindern eine Note in Religion zu geben, sondern Kinder davon zu überzeugen, dass ein anständiges Leben sehr wichtig ist.

 

Mir fehlt jegliches Verständnis dafür, den Glauben der Kinder mit Noten zu beurteilen und deshalb geht mir heute noch das Messer im Sack auf, als einer meiner Enkel im Alter von 10 Jahren  mal mit einer 3 in Religion im Zeugnis nach Hause kam, obwohl er nie gefehlt hat und sicher auch nicht unaufmerksam war.

 

Ich bin auf die Idee gekommen diese Kolumne zu schreiben, weil ich über Weihnachten das Zusammensein mit meinen Enkeln so richtig genossen habe – zwei tolle Kerle, die von den Eltern prima erzogen wurden und werden.

 

Liebe Leserinnen und Leser dieser  Kolumne.

 

Ich wünsche euch einen guten Rutsch ins Jahr 2021 und bitte sorgt dafür, dass ihr jungen Menschen durch euer Verhalten die Möglichkeit gebt, sich an euch ein Beispiel zu nehmen.

 

Uli Lochar

 

 

 

 

 

 

 

 

10 Jahre

 

Der 17. November 2010 wird mir unvergessen bleiben.

 

Ich bin an diesem Tag bei größtem Schneetreiben zu Fuß Richtung

 

Landesberufsschule für das Hotel – und Gaststättengewerbe – im Villinger Volksmund – Hofa – genannt gelaufen.

 

Plötzlich lief eine Frau ganz schnell an mir vorbei und ich bin dadurch etwas erschrocken.

 

Langsam, langsam meine Dame sagte ich zu ihr, worauf sie mir sagte, dass sie dringend in die Klinik muss, weil es heute viel Arbeit gibt.

Sie war Ärztin am damaligen Krankenhaus in Villingen, das auf meinem Weg zur Schule lag.

 

Aufgrund des Schneefalls habe ich dann zu ihr gesagt, ja meinen Sie, dass heute viele Patienten mit Knochenbrüchen hereinkommen.

Nein, hat sie gesagt, mit Herzinfarkten.

 

Ich war darüber etwas verwundert, musste am Abend aber feststellen, dass es bittere Wahrheit wurde.

 

Als ich von der Lehrerfeier nach Hause kam hat mir meine Frau mitgeteilt, dass mein Schulkamerad, Rolf Stamm, in Schönau meiner Heimatstadt, beim Schnee schaufeln einen Herzinfarkt erlitten hat und verstorben ist.

 

Es war für mich ein Schock, weil ich den Rolf sehr  mochte  und deshalb vergesse ich dieses Datum nie.

 

Natürlich vergesse ich auch nicht, dass ich an diesem Tag meine letzte Unterrichtsstunde an meiner geliebten „ HOFA“ gehalten habe.

 

Dies wurde aber durch den Tod meines Schulkameraden zur Nebensache.

 

Menschenskind und jetzt sind schon wieder 10 Jahre vergangen.

 

10 Jahre, die mir vom lieben Gott geschenkt wurden, wofür ich sehr dankbar bin.

 

10 Jahre, in denen sich für mich sehr viel verändert hat.

 

Ich durfte in diesen zehn Jahren fast nur positives erleben und dafür trägt nicht zuletzt meine liebe Frau Marianne und unsere Tochter Sabine mit ihrem Mann Jörg und unseren tollen Enkeln Benedikt und Jonathan bei.

 

10 Jahre, in denen ich viele Begegnungen mit netten Menschen hatte, mit anderen treffe ich mich schon gar nicht.

 

Im Moment tut es mir natürlich schon leid, dass ich mit Freunden und Bekannten, die Geselligkeit nicht mehr so pflegen kann, wie ich es so gerne möchte.

Aber liebe Freundinnen und Freunde und alle, die wissen, dass ich mich freue, wenn ich sie treffe, es kommen auch wieder andere Zeiten.

 

10 Jahre, in denen sich sehr nette Menschen aus meinem Bekanntenkreis von uns und von dieser Welt verabschiedet haben, an einige denke ich täglich.

 

10 Jahre, die ich genießen durfte, weil ich, abgesehen von einigen Zipperlein, gesund war.

 

Selbst ein kleines Karzinömchen im vergangenen Jahr hat mich nicht aus der Bahn geschmissen und ich danke den Ärzten im Schwarzwald- Baar -Klinikum und ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, dass sie mich bei meinen Kurz – Aufenthalten immer bestens betreuen.

 

Mein Arzt Dr. Meyen sorgt auch immer dafür, dass ich fit bleibe.

 

10 Jahre in denen ich hoffentlich  durch meine vielfachen „Schreibereien“     einigen auch ein Lächeln auf das Gesicht gezaubert habe.

 

10 Jahre, die ich nicht missen möchte und ich hoffe und wünsche, dass

ich noch einige Jahre zusammen mit meiner Familie und vielen lieben

und netten Menschen genießen darf.

Uli Lochar im Dezember 2020

 

Schenk Menschen, die dir wichtig sind, deine Zeit.

Nimm dir Zeit, zu lieben,

miteinander zu sprechen,

zu teilen, was euch verbindet.

Zeige deine Liebe, suche die Nähe

und verschenke eine innige Umarmung.

Schätze die Augenblicke, die du mit deinen Lieben verbringst.

Sie sind kostbar und unwiederbringlich.

 

Mit diesem Kalenderspruch wünschen wir allen Leserinnen und Lesern meiner Internetseite, allen Verwandten, Freunden und Bekannten

ein frohes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins Jahr 2021 verbunden mit dem Wunsch, dass wir uns in diesem gesund wieder sehen und miteinander ein  „Schwätzle“ halten dürfen.

 

Marianne und Uli Lochar

 

 

 

 

 

 

 

Klar denken statt Querdenken.

 

Ich freue mich, dass ich mit dieser Kolumne einen sehr kompetenten Beitrag zu Covid 19 beitragen kann!

 

Liebe Leser von Uli’s Kolumne!

 

Uli Lochar und ich sind seit Kindesbeinen miteinander befreundet. Wir sind zusammen in Schönau aufgewachsen und pflegen bis heute einen regen Kontakt. Bei einem unserer Telefonate kamen wir natürlich auch auf das Thema „Corona“ zu sprechen.

Da ich beruflich einige Jahre in Taiwan lebte und auch heute noch gute Verbindungen zu ehemaligen Kollegen in der Volksrepublik habe, erwähnte ich in unserem Gespräch, wie gut Taiwan bis jetzt die Corona-Pandemie gemeistert hat.

Daraufhin bat mich Uli, in seiner Kolumne meine Erfahrungen und Einschätzungen zu dieser Tatsache darzulegen. Und dieser Bitte folge ich natürlich gerne.

 

Warum nicht mal was von anderen lernen.

Die Corona-Pandemie ist zur Zeit in aller Munde und beschäftigt uns weltweit. Die verschiedenen Länder haben unterschiedliche Konzepte der Bekämpfung dieser Virus-Erkrankung. Manche kommen damit besser klar, andere schlechter.

Ich denke, wir in Deutschland können relativ zufrieden sein, unser Gesundheitssystem ist noch nicht überlastet und die Bevölkerung hält sich, von Ausnahmen abgesehen, an die Vorgaben. Aber wir haben doch täglich eine hohe und immer noch steigende Anzahl von Neu-Infektionen und Toten zu beklagen.

Da mag es sich doch lohnen, einmal einen Blick auf andere Länder zu werfen, die bis jetzt besser als wir durch die Pandemie gekommen sind und zu fragen, warum sie das so gut geschafft haben.

 

Vor vielen Jahren waren meine Frau und ich für einige Zeit beruflich in Taiwan tätig. Während unseres Aufenthaltes brach in ganz Südost-Asien und auch in Taiwan die SARS-Epidemie aus. SARS ist ebenfalls eine Virus-Infektion der Atemwege, allerdings waren damals weit weniger Menschen betroffen und auch die Sterblichkeit war bedeutend geringer als bei der jetzigen Corona-Pandemie.

 

Alle Bewohner und auch die politisch Verantwortlichen waren geschockt, verunsichert und wussten nicht, wie sie mit der Situation umgehen sollten. Langsam und etwas hilflos wurden die ersten Maßnahmen eingeleitet. Es wurde empfohlen, bei Besprechungen Mund-Nasen-Schutzmasken zu tragen, aber auch in Taiwan waren damals, im Jahre 2002, nicht genügend Masken vorhanden. Bei unseren Besuchen zu Hause haben wir Masken aus Deutschland mit nach Taiwan genommen. Der Flugverkehr wurde nicht eingeschränkt, aber an den Flughäfen wurden Fieber-Sensoren aufgestellt, welche bei allen Passagieren die Körpertemperatur gemessen haben. Hatte jemand Fieber, wurde er abgesondert und noch einmal von einem Arzt untersucht. Bestätigte sich nach dessen Meinung der SARS-Verdacht, wurde die betroffene Person in ein Krankenhaus eingeliefert, zusammen mit anderen SARS-Infizierten.

Unsere große Angst war damals, dass wir versehentlich in ein solches Krankenhaus kommen würden und dann durch den Kontakt mit Infizierten die Krankheit tatsächlich bekämen.

 

Unsere Firma sicherte uns damals zu, dass jeder Mitarbeiter, ohne Nachteile befürchten zu müssen, sofort nach Hause fliegen könne. Weiter wurde uns zugesichert, dass jeder Mitarbeiter bei einer eventuellen Infektion mit einer Privat-Maschine sofort nach Hause, nach Deutschland, gebracht werden würde. Das hat uns damals sehr beruhigt, keiner ist ausgeflogen und die Privat-Maschine wurde Gott sei Dank, auch nicht gebraucht.

Beim Betreten von öffentlichen Gebäuden, Supermärkten und Wohnblocks wurde jedem Besucher die Körpertemperatur im Ohr gemessen. Die Pförtner, die schon immer an den entsprechenden Eingängen saßen, nahmen diese Messungen vor, sie waren nicht geschult und konnten mit den Messgeräten nicht sachgerecht umgehen. Oft war die ganze Prozedur auch unhygienisch, da die Papierkappen auf den Messdüsen nicht bei jedem Besucher gewechselt wurden. Das alles wirkte ein bisschen hilflos, man tat es, um etwas zu tun.

Des Weiteren wurde empfohlen, auf die Hygiene zu achten und nach dem Toilettengang die Hände zu waschen. Über den Waschbecken der Toiletten wurden Anleitungen angebracht, wie man die Hände richtig wäscht, ähnlich wie dies heute bei uns auch gehandhabt wird.

 

Wir haben damals ein bisschen gelächelt, so in der Art: „Na, wissen denn die Taiwanesen nicht, wie man sich die Hände wäscht? Bei uns lernt das schon jedes Kind!“

 

Als der Sommer kam, verflog der SARS-Virus und ist bis heute nicht mehr in gefährlicher Art aufgetreten.

 

Mit dem Corona-Virus beschäftigen wir uns seit einem knappen Jahr. Seinen Anfang nahm dieser Virus, wie auch der SARS-Virus vor 18 Jahren, in China. Taiwan ist eine Insel und liegt direkt östlich neben dem chinesischen Festland. Taiwan wäre also prädestiniert, unvermittelt und stark, wie damals von dem SARS-Virus, betroffen zu sein.

 

Vor wenigen Wochen traf ich bei einer Projektbesprechung überraschenderweise einen alten Kollegen von meiner damaligen Zeit in Taiwan. Wir gingen abends zusammen Essen und sprachen über die alten Zeiten. Dieser Kollege ist Deutscher, ist verheiratet mit einer Taiwanerin und lebt in Taiwan. Natürlich kamen wir auch auf Corona zu sprechen. Er erzählte mir, dass Taiwan aus der damaligen SARS-Krise enorm viel gelernt habe und deshalb die jetzige Corona-Krise sehr gut meistere.

 

Er nannte mir ein Beispiel: Wenige Wochen vor unserem Gespräch flog er von Deutschland zurück nach Taiwan. Nach seiner Ankunft musste er sich sofort in eine 14-tägige Quarantäne begeben. Nach wenigen Tagen verließ er sein Haus, um einkaufen zu gehen. Unmittelbar nach dem Verlassen seines Hauses erhielt er einen Anruf auf seinem Handy vom taiwanesischen Gesundheitsamtes. Ein Mitarbeiter erkundigte sich, aus welchem Grund er gerade sein Haus verlassen habe. Mein Kollege erklärte dem Anrufer, er wolle in ein Lebensmittelgeschäft um etwas einzukaufen, in spätestens einer halben Stunde sei er wieder zu Hause, was er natürlich dann auch tat.

 

Das Erstaunliche war für meinen Kollegen, dass die Behörden sofort darüber informiert waren, dass er sein Haus verlassen hatte und dies auch sofort verfolgten.

Bei uns ist so eine genaue Überwachung sicher schwer durchsetzbar, aber in Taiwan hat sie mit dazu beigetragen, die Zahlen der Corona-Infizierten und Toten gering zu halten.

 

Ich habe die Fallzahlen in Worldometer gerade nochmal nachgesehen, sie sind aktuell, Stand Ende November 2020:

 

  Deutschland Taiwan
Einwohner 83 Mio. 23 Mio
Corona-Fälle 1.000.000 700
Todesfälle wegen/mit Corona 16.000 7

 

 

Der gewaltige Unterschied der Zahlen überrascht, vor Allem wenn man an die räumliche Nähe Taiwans zu China denkt. Natürlich muss berücksichtigt werden, dass Taiwan als Insel leichter zu schützen ist als ein Land mitten in Europa.

 

Wie hat Taiwan es geschafft, die Zahlen so niedrig zu halten:

–        von Anfang an waren genügend Masken für alle vorhanden

–        strikte Einreisesperre ins Land für alle Nicht-Taiwanesen bzw. Personen ohne Aufenthaltsgenehmigung

–        alle Einreisenden, egal aus welchem Land sie einreisen, müssen in eine 2-wöchige Quarantäne

–        genaueste Überwachung der Quarantäne

–        hohe Strafen bei Nichteinhaltung der Vorschriften

–        mit einer Bevölkerung, die ohne große Diskussionen notwendigen Anordnungen der Gesundheitsämter Folge leistet

 

Schon Ende 2019, als von einer Pandemie noch keine Rede war, wurden Personen aus dem Großraum Wuhan die Einreise verweigert.

 

Das öffentliche Leben wurde nur wenig eingeschränkt und die Wirtschaft hat vergleichsweise wenig gelitten.

 

Ich denke, wir hätten von Taiwan einiges lernen können, wie man mit einfachen, aber konsequent umgesetzten Mitteln eine Pandemie wirkungsvoll bekämpft.

 

Auch Taiwan ist eine Demokratie, aber dort spricht keiner darüber, dass seine Menschenrechte durch diese Maßnahmen auf das Massivste eingeschränkt wären. Es ist auch ein Menschenrecht, gesund leben zu können, ohne von anderen angesteckt zu werden. Ich denke, wir sollten vorsichtig sein mit unpassenden Vergleichen, wir leben in Deutschland in einer der freiesten Gesellschaften auf diesem Globus und Diskussionen darüber, dass wir uns wegen unserer Corona-Maßnahmen bzw. kleiner Einschränkungen der Versammlungsfreiheit auf dem Weg in eine Diktatur befänden, sind gänzlich unangebracht.

 

Da halte ich es lieber mit dem Slogan, der an einem Haus in Ludwigsburg angebracht war:

 

Klar denken statt Querdenken.

 

In diesem Sinne, kommen Sie gut durch diese Zeit und bleiben Sie gesund.

 

Hermann Steiger  Ludwigsburg

 

Ich möchte mich bei meinem Freund Hermann Steiger für diese sehr kompetente Kolumne für meine Internetseite bedanken.

Es erfüllt mich mit Stolz, dass ich dadurch sehr fachlich und sachlich zur Diskussion über die Corona Pandemie etwas beitragen kann.

Hermann und ich sind seit über 50 Jahren freundschaftlich verbunden und wir sind stolz darauf, dass wir seit dieser Zeit dem

Sternenclub Schönau n.e.V. angehören.

 

PU ERH ODER ER PUUUUUH

 

Eigentlich ist es ja toll, was man alles im Internet lernen kann.

 

Heute Morgen habe ich mich darüber informiert wie man den Pu Erh Tee trinken kann.

Bei meiner letzten Lieferung von Hanse Tee habe ich mir mal 100 Gramm schicken lassen.

Warum? Selbst in Men`s Health steht, dass er appetithemmend wirkt und ideal zum Abnehmen ist.

 

Das grausame Abnehmthema beschäftigt mich ja vermutlich seitdem ich auf der Welt bin und Dank 16 plus 8 habe ich in den letzten 3 Jahren eine Gewichtsabnahme von 15 kg geschafft.

 

Eigentlich hätte ich das vor fast 40 Jahren schon machen können, weil mir der Amtsarzt bei meiner Anstellung in den Staatsdienst gesagt hat, dass ich für eine Verbeamtung zu viel Gewicht habe.

 

Was soll ich tun für das Abnehmen? und darauf  hat der Arzt vom Gesundheitsamt zu mir gesagt – einfach nach 15 Uhr nichts mehr essen.

 

Das fiel mir dann doch schwer und ich habe mich dafür entschieden ca. 10 verschiedene Bücher über das Abnehmen im Laufe der Jahre zu kaufen und bei der Befolgung deren Regeln mindestens 10 mal 10 kg abgenommen und danach richtig wieder draufgefressen – Entschuldigung ich kann nicht anders dazu sagen.

 

Als ich dann mal Dr. Hirschhausen vor 3 Jahren plötzlich schlank und rank gesehen habe, ist mir die Idee gekommen, das mal zu versuchen und siehe da, es klappt bis heute.

 

Damit ich ja nicht in Versuchung komme wieder in meinen alten Rhythmus zu fallen wird hauptsächlich nach 16 plus 8 gelebt, obwohl ich wie jeder weiß, gerne genieße.

 

Ich habe auch im Netz viel über diese Abnehmmethode gelesen und neulich ist mir dann der Pu Erh Tee in einem Kommentar aufgefallen.

Bei meiner letzten Teebestellung bei Rainer Schmidt habe ich dann geschaut, ob Hanse Tee ihn im Angebot hat und siehe da, es war der Fall.

 

Also nichts wie her mit dem Zeug und gleich mal probiert. Mir hat es ja fast sämtliche Geschmackssinne getötet und ich habe schon an den Corona – Geschmacksverlust gedacht und da bin ich auf die Idee gekommen, mir bei Youtube mal anzuschauen, wie man diesen Tee richtig zubereitet.

 

Siehe da, jetzt schmeckt er mir auf jeden Fall viel besser und ich kann damit vielleicht ab und zu Heißhungerattacken verhindern.

 

Eigentlich ist es ja verrückt, wenn man sich mit 72 noch mit solchen Dingen beschäftigt und trotzdem macht es mir auch einen gewissen Spaß.

 

Es zeigt sich wieder mal, dass man im Netz viel dazulernen kann, wenn man es richtig nutzt und daran sollte ich spätestens denken, wenn ich zu meinen Enkeln wieder mal sage – Mensch ihr hängt viel zu viel am Handy und die dann zu mir sagen – aber Opa, ich lerne doch mit Lehrer Schmidt über Youtube.


© Hans Ulrich Lochar 2021