Händ us em Sack!

 

Seit gestern habe ich ein Bild im Kopf, das mich nicht mehr los lässt und mir wieder mal eine Kolumne über das Benehmen wert ist.

 

Da stehen bei einer öffentlichen Veranstaltung, auf ein Ergebnis wartend, zwei Herren neben einer Dame und beide haben die Hände in den Hosentaschen bzw., da es sich in unserer Heimat abspielt auf alemannisch d’Händ im Sack.

Es wird scheinbar immer mehr Mode einen auf „cool“ zu machen und die Hände in die Hosentaschen zu stecken. Völlig unvorteilhaft sieht dies aus, weil man von hinten noch meinen könnte – do stoht e Schießfidle.

Seit meiner Kindheit habe ich gelernt, dass eigentlich die Hände in den Hosentaschen nichts verloren haben und ich achte bis zum heutigen Tag darauf.

 

Im Moment heißt es ja Abstand halten und das nehmen meine Frau und ich ziemlich genau – zu mir sagt meine Frau auch ab und zu – Uli Abstand – wenn ich mich mit anderen unterhalte und diesen zu nahe komme.

 

Bei unseren täglichen Spaziergängen können wir auch beobachten, dass die meisten auch meiner  Altersgenossen nicht wissen, was 1,50 m sind. Wenn uns Leute entgegen kommen, ist es für uns eine Selbstverständlichkeit hintereinander zu laufen. Da kann man aber bei vielen darauf warten, bis man blau wird.

 

Ganz extrem ist es, wenn zwei sich im angeregten Gespräch befindliche Frauen uns entgegenkommen – do muesch uffbasse, dass si di nid über de Hufe renne.

 

Die sind von der Sorte, die mir auch verbieten wollen vom „Altweibersommer“  zu sprechen und einen „Mohrenkopf“ soll ich auch nicht mehr essen, geschweige denn im Gasthaus zum „Mohren“ zu Mittag zu essen.

 

Also liebe Leute, lasst doch die Kirche im Dorf und kümmert euch darum, dass eure Kinder liebe und anständige Menschen werden.

 

Wenn aus allem ein Problem gemacht wird, brauchen wir uns nicht zu wundern, wenn wir in einer problemhaften Welt leben.

 

Fräulein wurde ja auch abgeschafft.

 

Ich bin beim Fräulein Armbruster in die Schule gegangen und hatte schon als Kind Hochachtung vor ihr, weil sie eine Dame war.

 

Jetzt darf man ja zu niemandem mehr Fräulein sagen und muss Hochachtung vor denen haben, die sich die Finger unnatürlich verlängern lassen und im hinteren Bereich ein Eichhörnchen tragen.

 

Früher wurde mir gesagt, dass ich nicht auf den Fingern rumkauen soll, heute kann dies durch Verlängerung kaschiert werden und deshalb ist es aus der Mode gekommen.

 

Jetzt sagen bestimmt wieder manche, dass ich ein rückständiger alter Mensch bin. Weit gefehlt meine Herrschaften!

 

Ich erfreue mich heute noch, wenn ich etwas natürlich Schönes erblicke, nur habe ich vielleicht eine andere Meinung darüber, was schön ist und was nicht und das ist ja auch gut so.

 

Prima wäre natürlich, wenn man trotzdem miteinander anständig diskutieren könnte  und nicht sofort übereinander herfällt, wenn jemand anderer Meinung ist.

 

Eigentlich schade, dass viele nicht wissen, dass Manieren auch zu den sozialen Medien gehören. Es gibt nichts Unwürdigeres als jemanden persönlich öffentlich zu beleidigen.

 

Sind wir doch froh, dass wir in Europa seit Jahrzehnten keinen Krieg mehr haben und genießt es doch, dass wir in Deutschland uns öffentlich über alles äußern dürfen.

 

Es wäre aber toll, wenn man dann wüsste, dass ein gewisser Anstand  dazu gehört und deshalb

 

Händ us em Sack und vernünftig reden miteinander.

 

 

 

 

 

Frohes Neues Jahr

Das war eine Überraschung, als gestern ein Fernsehsender auf meinem Anrufbeantworter zu hören war.

 

Ein Redakteur hat mir die Frage gestellt, wie lange man eigentlich jemandem ein „Gutes oder frohes neues Jahr“ wünschen darf.

 

So lange man Lust hat, war meine spontane telefonische Antwort, aber hier muss man natürlich etwas differenzieren.

 

Jetzt, am 3. Januar 2019 ist es schon so, dass ich Bekannten und Freunden noch ein gutes neues Jahr wünsche, in der Arztpraxis, wo ich es gestern noch gemacht habe, würde ich es nur noch den Damen oder Herren vom Empfang wünschen. weiterlesen

Eingebaute Vorfahrt!

Höflichkeit beim Autofahren!

 

Mir fällt in diesen Wintertagen immer mehr auf, dass die Höflichkeit beim Autofahren sehr zu wünschen übrig lässt.

 

Es ist doch vollkommen klar, dass man im Winter mit seinem Wagen öfters mal ausweichen muss, damit die Autos aneinander vorbei kommen.

 

Außerdem  müsste eigentlich klar sein, dass derjenige hält, bei dem ein Hindernis z.B. ein Schneehaufen auf der Seite ist. Dies ist natürlich nicht immer so, aber ich persönlich bin einfach so eingestellt, dass ich Rücksicht auf andere nehme und die eventuell durchfahren lasse, obwohl ich eigentlich Vorfahrt hätte. weiterlesen

Manieren – Ehrensache!

Sind Manieren überhaupt noch in? Ich behaupte ja. Was sich da allerdings teilweise als Knigge – Nachfolger präsentiert überzeugt mich nicht immer.

Warum soll ich denn plötzlich nicht mehr „Gesundheit“ sagen dürfen, wenn jemand niest? weiterlesen

ALLES GUTE FÜR 2017

Alles Gute!

 

Ich wünsche den Leserinnen und Lesern meiner Internetseite auch im Namen meiner Frau Marianne alles Gute für das Jahr 2017.

 

Es würde mich freuen, wenn Sie auch zukünftig ab und zu mal auf meine Seite schauen und noch mehr freut es mich, wenn Sie dazu auch ab und zu mal schmunzeln müssen.

 

Mit Benimmpunkten, die mir im alten und zu Beginn des Neuen Jahres aufgefallen sind, möchte ich auf meiner Seite in das Jahr 2017 starten:

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Einladungen!

Einige Empfehlungen für private und geschäftliche Einladungen.

 

Wir sind ja immer wieder zum Essen privat oder  in Restaurants eingeladen.

Wenn wir die Einladung schriftlich erhalten haben, sollten wir sie auch schriftlich bestätigen.

Die Absage eines Termins sollte man so früh wie möglich machen.

Bei einer größeren Veranstaltung ist es eigentlich üblich, so genannte Tischkärtchen zu aufzustellen. Ich war einmal bei einer Hochzeit eingeladen, bei der es keine Tischkarten gab. Es wäre fast zu einem Skandal gekommen. weiterlesen

Advents – und Weihnachtszeit.

Benimm – Tipps für Weihnachten.

 

Früher war die Adventszeit ja die zweite Fastenzeit und ich habe mir vorgenommen dieses Jahr wenigstens etwas darauf zu achten. Wie können wir uns dann auf die Weihnachtsspezialitäten freuen. Auf meine geliebten Nüsse werde ich allerdings nicht verzichten, weil ich auch glaube, dass sie gesund sind. Nur wird meine Frau mit Sicherheit staunen, wenn ich plötzlich den Staubsauger nehme um die Reste meiner Nussknackerei zu entfernen. weiterlesen


© Hans Ulrich Lochar 2021