Vorsätze für`s Neue Jahr.


 

Was wünschen wir uns, was nehmen wir uns vor, was wird uns das neue Jahr bringen?

 

Fragen über Fragen und das was wir beantworten können sind vielleicht einige Wünsche und Vorsätze, die wir kennen, die große Frage ist aber, ob die Wünsche in Erfüllung gehen und wir die Vorsätze einhalten.

Da frägt man sich selbst !

Was ist dein größter Wunsch?

 

Mein größter Wunsch ist nach einem Gespräch mit meinen Enkeln Benedikt und Jonathan an Weihnachten, dass die jungen Menschen in der ganzen Welt erkennen, dass Krieg was völlig irrsinniges ist und sie sich deshalb  zusammen tun und sagen:

 

Mit uns nicht mehr! Wir sind nicht bereit, eure fanatischen Religionskriege zu akzeptieren, geschweige denn zu finanzieren.

 

Wir möchten in Frieden und Freundschaft zusammen leben und nicht mit Hass und Unvernunft.

 

Der erste Weg dazu wäre, dass allen jungen Menschen erlaubt ist, ihre Meinung zu äußern.

 

Ich freue mich darüber, dass dies in Deutschland möglich ist, zweifle aber daran, dass dies überall so gemacht wird.

 

Gerade die Corona – Zeit sollte uns alle eigentlich zum Nachdenken bringen.

 

War das alles richtig was wir in den letzten Jahrzehnten gemacht haben?

 

War es richtig, dass viele den Freizeitwert für sich in den Vordergrund gestellt haben und dabei zum Beispiel die Erziehung der Kinder vergessen haben?

 

War es richtig, dass viele meinten, sie müssten ihre Kinder antiautoritär erziehen?

 

War es richtig, dass man den Kindern nicht mehr beibringt, wie richtig gegessen wird?

 

War es richtig, dass man Kindern nicht mehr sagen darf, bis hierher und nicht weiter?

 

Die Basis eines Menschen wird in der Familie gelegt und ich bin meiner Mutter sehr dankbar dafür, dass sie mich zu einem einigermaßen vernünftigen Menschen erzogen hat.

 

Meine Eltern waren geschieden und dies hat mein Leben auch entscheidend beeinflusst. Es war vor allen in meinen Kindheits – und Jugendjahren eine große Belastung dies mitzuerleben und ich kann nur dafür appellieren tut es, wenn möglich, euren Kindern nicht an.

 

Krieg in der Familie ist etwas unmögliches, dann lieber die Konsequenzen ziehen und auseinander gehen, obwohl dies für jedes Kind sehr hart ist, wenn man es vielleicht auch nicht sieht.

 

Die Umgebung ist natürlich auch sehr wichtig.

 

Die Erwachsenen tragen Kindern gegenüber dazu bei, wie sie sich entwickeln.

 

Dazu gehören auch die Erzieherinnen und Erzieher und die Lehrerinnen und Lehrer.

 

Bei allem fachlichen Können, die diese haben müssen, ist es auch wichtig, dass es bei ihnen „menschelet“.

 

Wenn die Pädagogen keine Lust haben, mit Menschen umzugehen, sollten sie zu Hause bleiben und mit den Kochtöpfen sprechen.

 

Ein Kind braucht Zuneigung und man verliert gar nichts an Respekt, wenn man Kindern ein Lächeln und ein Guten Tag schenkt.

 

Kinder sind unsere Zukunft und ich wünsche ihnen, dass es ihnen gelingt, alles Fanatische aus ihren Köpfen zu verbannen.

 

Warum brauchen wir noch einzelne Religionsunterrichte der verschiedenen Glaubensrichtungen?

 

Egal ob Jesus, Mohamed oder Buddha alle hätten sicher etwas dagegen, wenn es einseitig und fanatisch gemacht wird.

 

Warum wird überall nicht ein Fach mit dem Titel:

 

„ Auf das Leben vorbereiten “

unterrichtet?

 

In ein Religionsgespräch können die Kinder ja in ihrer Freizeit zu den einzelnen Glaubensrichtungen gehen, wenn sie es möchten.

 

Wenn ich mir überlege, was man im Fach  „Lebensvorbereitung“  alles in den Lehrplan packen könnte, müsste ich noch zwei Seiten schreiben.

 

Das Wichtigste wäre natürlich, ihnen verständlich klar zu machen, dass Rassismus etwas völlig sinnloses ist.

 

Es geht nicht darum Kindern eine Note in Religion zu geben, sondern Kinder davon zu überzeugen, dass ein anständiges Leben sehr wichtig ist.

 

Mir fehlt jegliches Verständnis dafür, den Glauben der Kinder mit Noten zu beurteilen und deshalb geht mir heute noch das Messer im Sack auf, als einer meiner Enkel im Alter von 10 Jahren  mal mit einer 3 in Religion im Zeugnis nach Hause kam, obwohl er nie gefehlt hat und sicher auch nicht unaufmerksam war.

 

Ich bin auf die Idee gekommen diese Kolumne zu schreiben, weil ich über Weihnachten das Zusammensein mit meinen Enkeln so richtig genossen habe – zwei tolle Kerle, die von den Eltern prima erzogen wurden und werden.

 

Liebe Leserinnen und Leser dieser  Kolumne.

 

Ich wünsche euch einen guten Rutsch ins Jahr 2021 und bitte sorgt dafür, dass ihr jungen Menschen durch euer Verhalten die Möglichkeit gebt, sich an euch ein Beispiel zu nehmen.

 

Uli Lochar

 

 

 

 

 

 

 

 



© Hans Ulrich Lochar 2021