10 Jahre


 

Der 17. November 2010 wird mir unvergessen bleiben.

 

Ich bin an diesem Tag bei größtem Schneetreiben zu Fuß Richtung

 

Landesberufsschule für das Hotel – und Gaststättengewerbe – im Villinger Volksmund – Hofa – genannt gelaufen.

 

Plötzlich lief eine Frau ganz schnell an mir vorbei und ich bin dadurch etwas erschrocken.

 

Langsam, langsam meine Dame sagte ich zu ihr, worauf sie mir sagte, dass sie dringend in die Klinik muss, weil es heute viel Arbeit gibt.

Sie war Ärztin am damaligen Krankenhaus in Villingen, das auf meinem Weg zur Schule lag.

 

Aufgrund des Schneefalls habe ich dann zu ihr gesagt, ja meinen Sie, dass heute viele Patienten mit Knochenbrüchen hereinkommen.

Nein, hat sie gesagt, mit Herzinfarkten.

 

Ich war darüber etwas verwundert, musste am Abend aber feststellen, dass es bittere Wahrheit wurde.

 

Als ich von der Lehrerfeier nach Hause kam hat mir meine Frau mitgeteilt, dass mein Schulkamerad, Rolf Stamm, in Schönau meiner Heimatstadt, beim Schnee schaufeln einen Herzinfarkt erlitten hat und verstorben ist.

 

Es war für mich ein Schock, weil ich den Rolf sehr  mochte  und deshalb vergesse ich dieses Datum nie.

 

Natürlich vergesse ich auch nicht, dass ich an diesem Tag meine letzte Unterrichtsstunde an meiner geliebten „ HOFA“ gehalten habe.

 

Dies wurde aber durch den Tod meines Schulkameraden zur Nebensache.

 

Menschenskind und jetzt sind schon wieder 10 Jahre vergangen.

 

10 Jahre, die mir vom lieben Gott geschenkt wurden, wofür ich sehr dankbar bin.

 

10 Jahre, in denen sich für mich sehr viel verändert hat.

 

Ich durfte in diesen zehn Jahren fast nur positives erleben und dafür trägt nicht zuletzt meine liebe Frau Marianne und unsere Tochter Sabine mit ihrem Mann Jörg und unseren tollen Enkeln Benedikt und Jonathan bei.

 

10 Jahre, in denen ich viele Begegnungen mit netten Menschen hatte, mit anderen treffe ich mich schon gar nicht.

 

Im Moment tut es mir natürlich schon leid, dass ich mit Freunden und Bekannten, die Geselligkeit nicht mehr so pflegen kann, wie ich es so gerne möchte.

Aber liebe Freundinnen und Freunde und alle, die wissen, dass ich mich freue, wenn ich sie treffe, es kommen auch wieder andere Zeiten.

 

10 Jahre, in denen sich sehr nette Menschen aus meinem Bekanntenkreis von uns und von dieser Welt verabschiedet haben, an einige denke ich täglich.

 

10 Jahre, die ich genießen durfte, weil ich, abgesehen von einigen Zipperlein, gesund war.

 

Selbst ein kleines Karzinömchen im vergangenen Jahr hat mich nicht aus der Bahn geschmissen und ich danke den Ärzten im Schwarzwald- Baar -Klinikum und ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, dass sie mich bei meinen Kurz – Aufenthalten immer bestens betreuen.

 

Mein Arzt Dr. Meyen sorgt auch immer dafür, dass ich fit bleibe.

 

10 Jahre in denen ich hoffentlich  durch meine vielfachen „Schreibereien“     einigen auch ein Lächeln auf das Gesicht gezaubert habe.

 

10 Jahre, die ich nicht missen möchte und ich hoffe und wünsche, dass

ich noch einige Jahre zusammen mit meiner Familie und vielen lieben

und netten Menschen genießen darf.

Uli Lochar im Dezember 2020

 

Schenk Menschen, die dir wichtig sind, deine Zeit.

Nimm dir Zeit, zu lieben,

miteinander zu sprechen,

zu teilen, was euch verbindet.

Zeige deine Liebe, suche die Nähe

und verschenke eine innige Umarmung.

Schätze die Augenblicke, die du mit deinen Lieben verbringst.

Sie sind kostbar und unwiederbringlich.

 

Mit diesem Kalenderspruch wünschen wir allen Leserinnen und Lesern meiner Internetseite, allen Verwandten, Freunden und Bekannten

ein frohes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins Jahr 2021 verbunden mit dem Wunsch, dass wir uns in diesem gesund wieder sehen und miteinander ein  „Schwätzle“ halten dürfen.

 

Marianne und Uli Lochar

 

 

 

 

 

 

 



© Hans Ulrich Lochar 2021