Fertig oder Frisch!


 

Am Sonntag haben wir eine Gaststätte besucht, die mir von Bekannten empfohlen wurde.

 

Ich freue mich ja immer über Tipps und wir sind frohen Mutes auch hingegangen und es war auch nicht schlecht.

 

Nur, war es einfach nicht so gut, dass die Gaststätte Erwähnung auf meiner Internetseite verdient hätte.

Ich möchte bei meiner Linie bleiben und auf meiner Seite nur positive Eindrücke weiter geben.

 

Wir haben eine Spezialität des Hauses gegessen, was bestimmt vielen auch gut schmeckt, aber uns halt nicht, weil wir gern frisch essen und nichts fertig produziertes und aufgewärmtes.

Ich weiß, dass es ohne solche Produkte bei vielen nicht geht und ich habe auch irgendwo Verständnis dafür, nur ich möchte so etwas einfach nicht essen.

 

Am Liebsten ist mir, wenn jemand das kocht, was er kann und da brauche ich auch keine große Speisekarte, sondern es genügt völlig, wenn eine kleine Auswahl von frischen Speisen angeboten wird.

 

Dazu gehören auch viele regionale Gerichte.

Wir vermissen z.B. heute den fantastischen Wurstsalat von meinem Freund Rainer Stib vom damaligen Gasthaus Schönenbuchen in Schönau. Der hat ihn von frischer Lyoner so fein geschnitten, dass er einfach schmecken musste.

Heute bekommt man fast überall den Wurstsalat in der Standardgröße vorgeschnitten und ich gebe ja zu, dass ich mir den auch schon mal geholt habe.

 

Zwischen Maultaschen und Maultaschen liegen auch Welten und Theodor Heuß würde bei einigen Fast Food Maultaschen sicher nicht sagen:

Ein Tag ohne Maultaschen ist ein verlorener Tag.

 

Wie gerne esse ich Zwetschgenkuchen.

Gute Zwetschgen bekommt man fast keine mehr, deshalb ist es auch nicht einfach, einen guten Kuchen daraus zu machen.

 

Es gibt ja auch schon fertig vorgebackene Kuchen, die einfach nur im Ofen aufbereitet werden und vielen schmecken.

Ich beurteile ein Stück Kuchen sicher nicht nach der Größe, sondern nach dem Geschmack.

 

Wenn ich allerdings ein kleines Stück Zwetschgenkuchen mit Sahne für 3,80 € bekomme, sollte es ein feines Stück sein, das mir nicht mehr aus dem Gedächtnis geht und kein Fast Food Cake.

 

Am Liebsten ist es mir, wenn ich in einer Badischen Wirtschaft  Artikel bekomme, die sich wegen dem Geschmack in mein „Gehirn“ einbrennen und dies war halt am Sonntag nicht der Fall – also keine Erwähnung auf Lochars Internetseite.

 

Große Freude hatte ich dann doch noch , weil mir  Bekannte geschrieben haben, die am Sonntag Matzes Menü im „Kreuz“ in St. Märgen – Hohlengraben gegessen haben und genauso begeistert waren, wie die anderen, die anlässlich der Hinterwälder Wochen im Waldfrieden in Herrenschwand waren.

 

Manchmal denke ich auch, Mensch Lochar, musst Du Dich immer wieder mit Deiner sogenannten Homepage wichtigmachen und dazu an den Schreibtisch setzen und Deine Frau noch wegen der Korrektur belästigen.

 

Nein, sicher müsste ich dies nicht, aber ich freue mich halt, wenn ich durch meine gastronomischen Tipps vor allem „Badische Wirtschaften“ unterstützen kann und sich die Gäste von ihnen positiv bei mir melden.

 



© Hans Ulrich Lochar 2020