Internet – Fluch oder Segen


 

Ist das Internet ein Fluch oder ein Segen.

 

Diese Frage stelle ich mir immer wieder mal.

 

Einesteils bin ich begeistert, wenn ich etwas Neues lernen kann, von dem ich wenig Ahnung habe andernteils denke ich ab und zu:

 

Mensch Du hängst viel zu viel an deinem i-Phone rum.

 

Was ist die Lösung?

 

Wie schon mehrfach in meinen Kolumnen erwähnt, habe ich mir größtenteils abgewöhnt, die Kommentare auf Facebook zu lesen.

 

Es kann teilweise nicht wahr sein, was da für ein Schrott geschrieben wird.

 

Jetzt gehöre ich zweifellos nicht zu jenen, die meinen sie hätten die Weisheit mit Löffel gefressen, aber ich finde, dass man doch wert auf richtige Rechtschreibung legen sollte.

 

Sicher, passieren mir auch immer wieder Fehler, die aber Gott sei Dank beim ordentlichen durchlesen von meiner Frau korrigiert werden.

 

Nach wie vor kotzt es mich regelrecht an, wie die Deutsche Sprache immer mehr verdenglischt wird.

 

Was soll denn dieser Blödsinn?

 

Mein Standpunkt hat auf keinen Fall etwas mit Nationalismus zu tun, aber die Pflege der Deutschen Sprache gehört einfach zu unserem Kulturgut dazu.

 

Mir persönlich widerstrebt jeglicher nationalistische Gedanke in der Politik und Leute, die meinen, sie müssten mir diese über irgendein Medium mitteilen, entferne ich sofort mitsamt ihren Nachrichten.

 

Beim Schreiben bin ich am Überlegen ob jeder mitsamt versteht, man könnte es ja auch einschließlich nennen.

 

Bei Leuten, die meinen sie müssten sich mit englischen Ausdrücken melden, bin ich immer am Überlegen, ob sie als Deutsche eventuell an Minderwertigkeitskomplexen leiden.

 

Dies gilt aber sicher nicht für jene, die sich z.B. in perfektem Englisch in Facebook äußern. Es ist eben die internationale Sprache Nr. 1, die ich aber leider nicht perfekt beherrsche.

 

Da brauche ich dann evtl. den elektronischen Übersetzer.

 

Dieser hilft mir übrigens ausgezeichnet in der Korrespondenz mit meinem Freund Marco Savigliano aus dem Piemont.

 

Ich kann ihm italienisch schreiben und wenn ich kurze Sätze wähle wird dies meistens perfekt übersetzt.

 

Sollte sich mal ein Fehler einschleichen, bekomme ich deswegen mit ihm keine Probleme.

 

Seit Jahren weiß er, dass z.B. „debout“  für mich „über“ heißt, obwohl es dieses Wort in keiner Sprache der Welt gibt.

 

Im persönlichen Gespräch untereinander unterhalten wir uns ja in Englisch und Französisch und was dabei herauskommt ist meistens nur für uns gebräuchlich.

 

Wenn uns jemand zuhört, meint er sicher, dass wir vermutlich zu den Außerirdischen gehören.

 

Dies kann uns per Internet nicht passieren, weil, wie schon erwähnt kurze Sätze in viele Sprachen der Welt perfekt übersetzt werden.

 

So grüße ich die Leser mit herzlichen Grüßen aus

أطيب التحيات   aus Arabien

 

Med venlig hilsen aus Dänemark

und

 

Ystävällisin terveisin  aus Finnland.

 

un us Villinge — Uli Lochar

 

 

 

 

 

 

 



© Hans Ulrich Lochar 2020