Jetzt geht’s los aber wie?!


 

Es geht wieder los heißt es für Gäste und Gastronomen!

 

Ab Montag, den 18. Mai 2020 dürfen die Gastronomen ihre Cafés, Gaststätten, Restaurants und Wirtshäuser wieder öffnen.

Dies freut nicht nur sie, sondern hoffentlich auch viele Gäste.

 

Ganz wichtig dabei ist, dass beide für einander viel Verständnis mitbringen.

Die Gäste dafür, dass sie nicht einfach so zum Essen gehen können, sondern vorher  auf jeden Fall reservieren sollten.

 

Das Platzangebot in den einzelnen Gaststätten ist ja vermutlich sehr eingeschränkt und deshalb ist es wichtig, dass beide von vornherein wissen, wie sie damit umgehen müssen.

Beide müssen dafür Verständnis haben, dass das Angebot vielleicht nicht so ist, wie es vor Corona war.

 

Der fehlende Platz zwingt viele Gastronomen dazu, nicht mit der ganzen Mannschaft zu starten, weil er sie schlicht und einfach nicht mit weniger Umsatz bezahlen kann. Deshalb muss er einige Mitarbeiter in der Kurzarbeit belassen.

 

Wir bekommen als Gäste vielleicht auch ein kleineres Angebot und dafür müssen wir auch Verständnis haben.

Verständnis sollten wir auch dafür haben, dass wir nicht stundenlang sitzen bleiben können, weil ja vielleicht noch andere Gäste zum Essen kommen wollen.

 

Ich könnte mir z.B. am Abend speziell für Speiserestaurants einen 3 – Schicht – Betrieb vorstellen.

17 Uhr bis 19 Uhr — 19 Uhr bis 21 Uhr  — und 21 Uhr bis 23 Uhr

 

Wenn ich von einer Arbeitszeit von 8 Stunden ausgehe, wäre es ja möglich, dass die Servicemitarbeiter um 16 Uhr mit den Vorbereitungen beginnen und um Mitternacht aufhören.

 

Nach 21 Uhr freuen sich sicher alle Vereinssportler etc., wenn es irgendwo noch einen Wurstsalat gibt !!!!!!

Natürlich ist es fürchterlich, wenn wir die Gäste drängen müssen nach 2 Stunden wieder zu gehen, aber viele haben in der momentanen Situation sicher Verständnis dafür und stellen sich gedanklich schon im Voraus darauf ein.

 

Über Mittag würde ich einen Corona – Teller anbieten. Dies gilt vor allem für Betriebe, die von Geschäftsleuten und deren Mitarbeitern  leben und nicht viel Zeit haben.

 

Bevor ich eine große Umstellerei mache, um den erforderlichen Abstand einzuhalten, würde ich generell nur die Tische eindecken,  an denen serviert wird.

 

In den Cafés würde ich nur an den Tischen servieren auf denen als Dekoration ein Pfund des angebotenen Kaffees steht. Vielleicht ist er ja so gut, dass der Gast ihn noch kaufen möchte.

 

An den Theken würde ich den Abstand zwischen den einzelnen Gästen durch Artikel kennzeichnen, die ich anbiete z.B. Kirschwasser, Himbeergeist, Cognac, Weinbrand, Gin, Whisky usw.

 

Wichtig wäre natürlich, dass man vorher auf die Etiketten schaut, nicht dass plötzlich ein Gast fragt was XO auf einer Flasche bedeutet und niemand Auskunft geben kann.

 

Oberste Empfehlung von mir wäre, in Gastgesprächen auf keinen Fall selbst mit dem Thema Corona anfangen.

Dies führt nur zu Ärger, weil es da ja viele unterschiedliche Meinungen dazu gibt und die Gäste kommen mit Sicherheit nicht um sich Jammereien anhören zu müssen.

 

Alle haben im Moment Verständnis für die schlimme Lage der Gastronomie durch die Corona – Krise und deshalb kann ich den Wirtsleuten und ihren Mitarbeitern nur empfehlen ihre Gäste mit Freundlichkeit und netten Ideen zu erfreuen.

Dazu will ich mit diesen Zeilen anregen und außerdem kann ich den Gastronomen bei allen Einschränkungen  nur empfehlen ab Montag wieder aufzumachen, weil kein Gast dafür Verständnis haben wird, dass aus Platzgründen nach wie vor geschlossen ist.

 

Soviel für heute, wenn mir was einfällt melde ich mich wieder und wenn sich jemand durch meine Anregungen bevormundet fühlt braucht er sie ja nicht zu lesen.

 

Ich sitze ja nicht als Klugscheißer eine Zeit lang an diesen Zeilen, sondern deshalb, weil ich helfen will.

 

Ich diesem Sinne wünsche ich allen Gaststätten einen guten Anfang nach Corona.

 

Eine spontane Idee habe ich noch für die Gastwirte.

 

Vielleicht könnt ihr ja draußen eine grüne Glühbirne leuchtend anbringen, damit die Gäste wissen, dass bei euch noch Platz ist.

So erspart man sich vielleicht jemanden wieder wegschicken zu müssen.

 

Uli Lochar

 

 



© Hans Ulrich Lochar 2020