Weihnachten – innehalten und nachdenken.


Bild 2 Mal anklicken – unsere Weihnachtsgrippe, die wir vor Jahren von einem Wohltätigkeitseinsatz in Tansania mitgebracht haben –

geschnitz von Mr. Musch aus dem Busch.

 

Das Fest der Liebe!

 

Gestern habe ich den Begriff gelesen:

 

Weihnachten ist doch das Fest der Liebe!

 

Irgendwie hat mich dieser Satz beeindruckt und er lässt mich auch heute noch nicht los.

Ist Weihnachten das wirklich?

 

Bestimmt regt Weihnachten die Menschen dazu an, mal innehalten und nachzudenken.

Diese Erfahrung mache ich bei mir selbst.

Allerdings habe ich auch die Zeit dazu.

 

In der heute hektischen Zeit, haben die meisten Menschen, die im Arbeitsleben stehen diese Zeit einfach nicht, bzw. sie nehmen sie sich nicht.

 

Es wird heutzutage gejagt auf Teufel komm raus. Die Arbeitszeiten sind ja allgemein viel kürzer als früher, aber sehr oft reicht eben das monatliche Einkommen vielen nicht.

 

Was macht man dann – man jagt sich selbst weiter, weil man immer mehr braucht und sich immer mehr leisten will.

Oft ist auch Freizeitstress pur angesagt. Es ist wichtiger zwei Stunden an der Muckimaschine im Fitnessstudio zu verbringen, als mit den Kindern gemeinsam zu essen.

 

Denen gibt man halt Geld, damit sie ihre Bedürfnisse selbst befriedigen können.

 

Nur, wer hilft ihnen dabei?

 

Die wenigsten Eltern klären ihre Kinder darüber auf, was gesund ist oder nicht, weil die wenigsten selbst nicht wissen was gesund ist.

 

Nur der Geschmack ist natürlich total unterschiedlich, weil wir ja auf Grund unserer Umgebung in dieser Hinsicht durch die Werbung von vielen Seiten völlig falsch gepolt werden.

 

Es ist geradezu fürchterlich, wie die tägliche Kost dazu benützt wird, aufeinander loszugehen. Da werden Fleischesser von den Veganern oder Vegetariern beschimpft und umgekehrt werden diese herabschätzend als „Körnlefresser“ bezeichnet.

 

Keiner überlegt dabei, was er damit den Kindern antut, wenn man versucht, diese in eine bestimmte Schablone zu pressen.

 

Geht doch mit den Kindern mal in ein Gasthaus von dem man weiß, dass frisch und regional gekocht wird.

 

Lauft doch mit den Kindern mal über den Markt und zeigt ihnen welche Produkte im Moment Saison haben, wie zum Beispiel ein Rotkohlkopf oder eine Karotte aussehen.

Gebt doch den Kindern zu Hause was rechtes zu essen und schimpft nicht nur über den „Fraß“ in der Schulkantine.

 

Wehrt euch dagegen, wenn es tatsächlich so etwas geben sollte.

 

Mir hat es in meinem Leben eigentlich an nichts gefehlt, ich hatte immer genug zu essen und zu trinken, manchmal war es auch zu viel.

 

Jetzt darf ich dafür ein Diabetes – Seminar mitmachen und im Alter meinen Wohlstandsbauch abhungern.

 

Ich bereue keine einzige gute Speise, die ich gegessen habe, ich bereue aber, dass sie manchmal eben nicht gut oder gesund war.

 

Heute habe ich zu Hause eine sehr gute Köchin und wenn ich in ein Gasthaus gehe, gehe ich nur noch dahin, wo ich weiß, dass frisch gekocht wird.

 

Heute denke ich auch ganz anders darüber, dass Genuss auch im Mäßigen liegen kann – früher hat mich das doch gar nicht interessiert.

 

Also liebe Leserin und lieber Leser dieser Zeilen – man lernt tatsächlich im Laufe des Lebens dazu und dann kommt einfach auch die Erkenntnis, dass Weihnachten ein Fest der Liebe ist und hoffentlich auch bleibt.

 

Noch schöner wäre natürlich, wenn wir alle im Laufe des Jahres so miteinander umgehen, dass wir uns auf „Weihnachten“ freuen können.

 

In diesem Sinne wünschen ein frohes Weihnachtsfest 2019 und einen guten Rutsch ins Jahr 2020

 

Uli und Marianne Lochar



© Hans Ulrich Lochar 2020