Manchmal kommt es anders


als man denkt.

 

4 ereignisreiche Wochen liegen hinter mir, die mein Leben wieder mal völlig auf den Kopf gestellt haben.

Da meldet man sich zu einer Generaluntersuchung beim Hausarzt an, macht das übliche Brimborium mit, denkt an nichts Böses und bekommt plötzlich einen Anruf.

 

Diesem Anruf wiederum habe ich sehr viel zu verdanken, weil mein Hausarzt  Dr. Meyen in VS – Villingen mir am Telefon gesagt hat, dass verschiedene Werte bei mir eine Katastrophe wären.

Danach kamen Tage mit Untersuchungen, Ultraschall usw. und zum Schluss noch eine CT im Schwarzwald Baar Klinikum.

 

Fazit: Es war etwas an der Gallenspitze aber genau sehen konnte man nichts.

 

Also ab stationär ins Klinikum und zwar in die Klinik für Innere Medizin zu Professor Dr. med. Eike Walter und seiner Mannschaft.

 

Vom ersten Moment an hat mich dieser Mediziner begeistert. Sachlich, ruhig, höflich hat er mir erklärt was man mit mir vorhat. Keinerlei Hektik oder Angst hat er geschürt, sondern von Anfang an gesagt, dass es sehr gut war, dass mein Hausarzt so reagiert hat.

 

Ich will und kann jetzt nicht genau wiedergeben was mit mir alles unternommen wurde, aber entscheidend war, dass bei der von Oberarzt Dr. Köhler vorgenommenen Endoskopie ein 0,6mm großes Pünktchen ohne Blutverlust entfernt wurde – medizinisch eine grandiose Leistung.

 

Ich denke sehr gerne an die gute Stunde der Endoskopie zurück, weil da Menschen um mich herum waren, die einfach eine Zuversicht ausgestrahlt haben, die mich richtiggehend aufgebaut hat. Dr. Köhler und seine OP – Schwestern haben mich so weit gebracht, dass ich mich, bevor ich in denTiefschlaf versunken bin mit  L m a A von ihnen verabschiedet habe.

Sie wissen ja, dass dies bei mir – Lächle mehr als Andere – heißt.

 

Nach dem Aufwachen stand der lächelnde Professor Walter am OP – Tisch und hat mir gesagt, wie großartig Dr. Köhler die Endoskopie durchgeführt hätte und dass ich voller Hoffnung sein darf.

 

Diese feine menschliche Geste hat mich natürlich total aufgebaut.

 

Auf der Station 35 des Schwarzwald – Baar –Klinikums wurde ich dann bestens versorgt und Dank der täglichen Besuche meiner lieben Frau Marianne auch regelrecht aufgebaut.

 

Auch der Uli Lochar hat ja Schiss um sein Leben, wenn es ernst wird, aber da kommt es eben darauf an, dass man sich nicht gehen lässt und dass die Umgebung einem aufbaut.

 

Meinem Zimmernachbarn, einem netten Hamburger, wünsche ich an dieser Stelle noch einmal alles Gute für die Zukunft. Es war eine Bereicherung für mich,  ihn kennen zu lernen.

 

Immer wieder haben mich Professor Huber und Dr. Köhler mit ihren Besuchen und Gesprächen aufgebaut und Zuversicht vermittelt.

 

Ich bin begeistert darüber, wie die beiden mit mir umgegangen sind und mir keinerlei Angst gemacht haben, obwohl ja die Untersuchungsergebnisse des Pünktchens ausstanden.

 

Dies habe ich dann wieder zu Hause mitgeteilt bekommen – bösartig – aber Gott sei Dank klein wie ein Winzling.

 

Herr Professor Walter hat dann von einer sogenannten helfenden Therapie gesprochen und mir war schon klar, dass dies eine Chemotherapie bedeuten kann.

 

Dies wurde dann gestern in einer sogenannten Tumor – Konferenz besprochen und wir haben ausgemacht, dass wir über das Ergebnis heute am 29.08. 2014 sprechen.

 

Gestern Abend bekam ich dann einen Anruf von Prof. Walter mit dem ersten Satz: Herr Lochar, sie sind ein ganz großer Glückspilz. Nehmen sie ihre liebe Frau in den Arm und gönnen sie sich ein Gläschen Wein, es ist weder eine weitere OP noch eine Chemotherapie nötig. Alles wurde rechtzeitig und so gut entfernt, dass ich – natürlich bei fortwährender Überwachung, nichts befürchten muss.

 

Meine Frau und ich sind uns vor lauter Freude in die Arme gefallen und ich konnte meine Rührung nicht verbergen. Was für ein Geburtstagsgeschenk konnte ich meiner Tochter mit dem positiven Ausgang der Geschichte machen.

 

Ich bin allen, die mit mir in den letzten Wochen gezittert haben sehr, sehr dankbar für ihre Unterstützung. Ein ganz besonderer Dank gebührt meinem Hausarzt Dr. Meyen in der Paradiesgasse in VS – Villingen für sein nicht nachlassen und weiter bohren und Prof. Walter und Dr. Köhler mit ihrer Mannschaft von der Klinik für Innere Medizin am Schwarzwald – Baar Klinikum.

 

Sie haben nicht nur medizinisch alles für mich getan, sondern mich auch menschlich begeistert.

 

Warum schreibe ich dies alles. Einfach nur, weil ich glücklich und dankbar bin und allen Leserinnen und Lesern sagen möchte, dass es sich lohnt, grundsätzlich positiv in die Zukunft zu blicken und sich über keinen täglichen – eigentlich belanglosen – Mist aufzuregen.

 

Ich hoffe, dass ich dies noch einige Jahre im Kreise meiner tollen Familie, vielen Freunden und Bekannten beherzigen kann und ganz zum Schluss möchte ich auch noch dem lieben Gott und meinen Schutzengeln ein großes Danke sagen.

 

Uli Lochar  29. August 2019 – und jetzt mache ich bis Ende September eine Schreiberling – Pause.

 

 

 

 



© Hans Ulrich Lochar 2019