Auf 1147 Metern Höhe mit Freunden.


Schöner Abend mit Freunden!

 

Schwätzet  mitenander  sagt man im Schönauer Dialekt und zu einem Schwätzle haben wir uns auch mit einem befreundeten Ehepaar verabredet.

Mit ihnen tauschen wir uns immer wieder gerne aus, frischen alte Erinnerungen auf  und freuen uns einfach auf die paar Stunden, die wir zusammen sein können.

 

„Mensch, wo fahre mir hin“, war mein Gedanke als es von Schönau Richtung Todtnau ging, durch Todtnau durch und dann Richtung Notschrei und von da ging es über die „Filbinger Autobahn“ zur Halde.

 

Vor vielen Jahren hat mir mal jemand gesagt, dass die Umgehungsstraße bei der Halde dem damaligen Baden- Württembergischen  Ministerpräsidenten Filbinger zu verdanken ist, der sich für diese Straße besonders eingesetzt hat.

 

Ich kann dies weder bestätigen noch dementieren, aber irgendwie habe ich in Erinnerung, dass man zu der Straße „Filbinger Autobahn“ gesagt hat.

 

Das Hotel Halde ist mir persönlich noch in Erinnerung, weil hier viele Jahrzehnte die Familie Wissler tätig war und da ist mir besonders noch die legendäre Seniorchefin in Erinnerung, deren Vornamen ich leider nicht mehr weiß. Sie war ein Faktotum auf der Halde und kein Gast ist ihrer Gastfreundschaft entkommen.

 

Inzwischen sind seit fast zwanzig Jahren Lucia und Martin Hegar auf der Halde mit ihrer Mannschaft tätig. Sie haben das Hotel Halde gepachtet und der Verpächter kann sich glücklich schätzen, dass er solche Pächter gefunden hat, die mit viel Engagement das Hotel so führen, als ob es ihnen gehören würde.

Ich kenne die Hegars schon von ihrer Zeit im Sternen-Post in Oberried.

 

Gleich zu Beginn ist zu meiner Freude ein junger Mann auf mich zugekommen und hat mich mit Herr Lochar begrüßt. Ein überaus freundlicher Zeller namens Mathias Räuber, ein ehemaliger Schüler der Landesberufsschule Villingen, der mich von daher gekannt hat, aber nicht zu meinen Schülern gehörte. Sehr kompetent hat er uns einen Heinemann Chardonnay Sekt angeboten und dies hat mich an meinen Winzerfreund Ernst Heinemann aus Scherzingen und die Geschichte erinnert, wie der Chardonnay nach Scherzingen kam .

 

Beschwingt haben wir dann in der herrlichen historischen Stube der Halde bestens  z`Nacht gesse, sehr guete Wii vom Schneider in Endingen trunke und Martin Hegar hat uns sogar ab und zu persönlich  Teller serviert und hat sie vorbildlich von rechts eingesetzt, was man ja nicht immer erwarten kann und mir inzwischen ehrlich gesagt auch vollkommen egal ist –

meine ehemaligen Kollegen werden vor dieser Aussage erschrecken, aber ich war ja früher schon auf der Landesberufsschule der Ansicht, dass die fachlichen Regeln zwar wichtig sind, aber wir als Gastgeber vor allem darauf achten müssen, dass die jungen Leute mit Begeisterung für den Gast da sind.

 

Dies war den ganzen Abend bei den Hegars auf der Halde der Fall und wir haben uns in dieser heimeligen Atmosphäre sehr wohl gefühlt.

 

Mein Wildgericht  vom heimischen Reh – siehe Bild  bitte 2 Mal klicken – war vom Feinsten und wenn sich jetzt noch im Nachhinein heraus stellen sollte, dass es von meinem Schüler zubereitet wurde, der mir den Unterschied zwischen Hinter – und Vorderwälder mal erklärt hat, wäre ich glücklich.

Ich suche ihn seit Jahren und würde mich zu gerne wieder mal mit ihm unterhalten, aber leider habe ich diese Geschichte zu spät erzählt und die Küchenmannschaft war schon weg.

 

Man merkt, dass es die Hegars mit ihren Mitarbeitern können, sonst wären nicht so viele seit Jahren bei ihnen tätig und der Allroundman Mathias Räuber ist auch schon 10 Jahre auf der Halde tätig – toll so etwas – me blibt nur so lang wie´s  einem g’fallt.

 

Eine besondere Überraschung war noch, dass wir im beeindruckenden historischen Keller des Hauses an einer Weinverkostung teilnehmen durften und dort Lucia Hegar in ihrem Element sahen.

Mit Charme, Wissen und Witz hat sie den interessierten Gästen die Weine erläutert und mir sogar no e Schmützli uff Backe geh, weil sie sich gefreut hat, dass wir uns mal wieder gesehen haben.

 

Toll war, dass wir auch noch eine langjährige ehemalige Mitarbeiterin der Halde im Keller getroffen haben, die schon unter den Wisslers auf der Halde tätig war und bei den Hegars bis zu ihrer Rente geblieben ist.

 

Ein Badisches Juwel vom Feinsten befindet sich da auf über 1000 Meter Höhe am Schauinsland und nach einem wunderbaren Abend haben wir dank der Fahrkunst unserer Schönauer Freundin, die wegen uns keinen Alkohol getrunken hat, durch den sommerlichen Nebel den Heimweg gefunden und sind sicher in unserem Schönauer Quartier gelandet.

 

Herzlichen Dank an unsere Schönauer Freunde für diesen tollen Abend bei den Hegars und ihrer netten Mannschaft auf der Halde.

 

Hier für alle die Adresse, wenn sie auch mal dort hin wollen.

 

Hotel Die Halde

Halde 2

79254 Oberried – Hofsgrund

Telefon 07602 94470

E – Mail: info@halde.com

www.halde.com

 

 

 

 

 



© Hans Ulrich Lochar 2019