Chinesische Methoden brauchen wir nicht!


So langsam wird’s kritisch!

 

In jüngster Zeit lese ich des Öfteren, was den Menschen alles verboten werden soll.

 

Dies bezieht sich auch auf das Essen und Trinken. Mir fehlt oft der Respekt vor der Meinung von anderen bei den ganzen Artikeln.

Eingefleischte Veganer geben sich überhaupt nicht gesprächsbereit und sind geradezu fanatisch, wenn es um den Genuss von Fleisch geht.

Wenn sie dadurch erreichen, dass sich die Menschen über den Verzehr von Fleisch generell Gedanken machen, ist dies ja durchaus lobenswert.

 

Ich bin auch ein Gegner der Massentierhaltung und ein Gegner von dem Verzehr von Fleisch was durch Massenzucht erzeugt wurde.

Allerdings lasse ich mir nicht nehmen, Fleisch zu essen, wenn ich will.

 

Ich beziehe mein Fleisch von Metzgern und Anbietern, die ich kenne und von denen ich weiß, dass sie sorgsam mit den Tieren umgehen.

Massen – Fleischfabriken – oder  ähnliche Unternehmen haben bei mir keine Chance.

 

Bei uns hat auch Amazon keine Chance, weil wir lieber unkompliziert vor Ort einkaufen. Allerdings bin ich nicht soweit, dass ich keine Amazon – Päckchen für Nachbarn annehme und ganz ehrlich, manchem Einzelhändler hat Amazon auch gut getan, weil sie plötzlich gemerkt haben, dass sie Gas geben müssen und vor allem mit Freundlichkeit gegenüber den Kunden viel erreichen können.

 

Ich gehe auch mal zu Aldi oder Lidl und hole mir z.B. die sehr gute Moser Schokolade von Aldi oder die sehr guten Nüsse von Lidl, unsere meisten Lebensmittel holen wir aber frisch auf dem Markt.

 

Ich lasse mich auch nicht schräg anschauen, wenn ich mein Bad Dürrheimer Mineralwasser trinke und kein Wasser aus dem Hahn. Mineralwasser von Großproduzenten  haben bei mir keine Chance, weil ich deren Geschäftspolitik ablehne.

 

Allerdings bleibt es mir überlassen, was und welches Wasser ich trinke. Ich lasse mir auch den Weingenuss nicht verbieten, obwohl ich durchaus verstehen kann, dass Alkohol für manche Menschen ein Problem sein kann. Dies akzeptiere ich auch sofort und versuche nicht jemanden zum Alkoholgenuss zu überreden.

 

Der Alkohol wurde ursprünglich zur Heilung von Krankheiten entdeckt und verfeinert, dass manche Menschen damit nicht umgehen können, dafür kann der Alkohol nichts.

 

Ich habe aber die Befürchtung, dass bei dem Fanatismus, der heutzutage oft festzustellen ist, ich damit rechnen muss, dass ich irgendwann beschimpft werde, wenn ich auf einer Terrasse sitze, ein Schnitzel esse und dazu ein Bier trinke.

 

Ich müsste ja dann jedes Mal aufschreien, wenn ich sehe, dass jemand einen Tee trinkt, dessen Beutel neben das Gefäß mit heißem Wasser gelegt wird und nicht mit dem Wasser übergossen wird.

 

Ich müsste auch jedes Mal aufschreien, wenn ich sehe, dass Kaffee im Pappbecher durch die Straßen getragen wird und viele Menschen auf der Straße essen bzw. – für mich fressen.

 

Aber, lieber Uli Lochar, noch ist es jedermanns Sache was und wie er isst.

 

Ratschläge darf man immer geben, aber Besserwisserei und vor allem regelrechte Anschuldigungen sind fehl am Platz.

 

Liebe Leute, seid doch froh, dass wir in einem Land leben, wo die meisten Menschen zu essen und zu trinken haben und genießt frische und gute Küche verbunden mit den passenden qualitativ guten Getränken.

 

Chinesische Methoden, wo der eine auf den anderen aufpasst, brauchen wir nicht.

 



© Hans Ulrich Lochar 2019