Ratschläge für Gastronomen und Mitarbeiter.


S’lese choscht e Viertele und die Ratschläge sind teilweise auch von mir im Laufe der Jahre gesammelt worden.

 

Aufmerksam zuhören, genau beobachten, sofort reagieren ist die Zauberformel für Mitarbeiter in der Gastronomie.

 

Lachen schafft Vertrauen, Bindung, Nähe zum Gegenüber und Distanz zum Problem.

 

Schau in den Spiegel bevor Du den Kunden begrüßt und frage Dich, ob Du von dieser Person bedient werden möchtest.

 

Kein Gast will Gejammer hören.

 

Das Gasthaus sollte für den Gast gemacht sein.

 

Ob wir es mögen oder nicht, egal ob wir es bewusst tun oder nicht, wir Menschen bilden uns einen Eindruck voneinander, wenn wir uns begegnen. Von besonderer Bedeutung ist der erste Eindruck. Die ersten Worte und die Körpersprache in den ersten vier Minuten entscheiden darüber, wie wir den anderen auffassen. Der weltbekannte Psychologe Erich Fromm hat einmal gesagt:

 

„ Glücklich ist, der anderen Menschen Freude bereitet“.

 

Dienen hat nichts mit Unterwürfigkeit zu tun, sondern ist eine Referenz an den Gast.

 

Zum Abschied der Gäste kann man auch sagen: Dankeschön, dass Sie zu uns gekommen sind.

 

Schlechter Service vertreibt mehr Gäste als schlechte Küchenleistung.

 

Nur begeisterte motivierte Mitarbeiter sind erfolgreich.

 

Kurze 5 Minuten Produktschulungen oder tägliche Wein – Geschmacksübungen sind zwei Ideen um häppchenweise Wissen zu vermitteln. Solche Übungen können auch von Auszubildenden präsentiert werden. Das Ausschenken von Wein in 0,1 l Gläsern fördert die Lust am Probieren.

 

Man kann den Gästen auch themengebundene Verkostungen anbieten.

 

Wenn in einer Gesellschaft wenige etwas machen, ist es eine Chance für die, die es gerne machen wollen.

Dankbar etwas zurückgeben! Dieses Motto sollte auch in der Gastronomie beachtet werden.

Wenn der Chef gut drauf ist, sind die Mitarbeiter gut drauf, und umgekehrt.

Lob ist nicht genug, mit Anerkennung und Verständnis für jeden Einzelnen erreicht man mehr.

 

Eine gute Produktpräsentation kann man mit Crushed Ice in Zinkwannen machen. Hierein füllt man die verschiedenen Flaschen.

Kreativität ist der Kampf gegen die Banalität.

 

Ein guter Chef zieht gute Leute an: Flaschen ziehen Flaschen an.

Er sollte so wenig Informationen wie möglich für sich behalten.

 

Das Geheimnis des Erfolgs: Sich nie damit zufrieden geben, dass man zufrieden ist.

 

Ohne Sympathie kein Erfolg. Mitarbeiter mit menschlicher Ausstrahlung begeistern Kunden und sind der Schlüssel zu nachhaltiger Kundenbindung.

 

Der Wow-Effekt ist ein wesentlicher Erfolgsfaktor, schließlich werden Kaufentscheidungen zu 80% „ aus dem Bauch heraus“ getroffen.

 

Ein unzufriedener Kunde gibt seine Eindrücke an zehn Personen in seinem Umfeld weiter, ein zufriedener nur an zwei.

 

Es gibt keine schlechten Mitarbeiter, es gibt nur einen schlechten Arbeitsplatz.

 

Mitarbeiter sind das Schlüsselmoment für den Zuwendung suchenden Gast.

 

Der Kellner, von mir aus auch Restaurantfachmann, sollte Wohlfühlmanager sein.

 

Heutzutage wollen die Menschen in der Gaststätte Wärme spüren. Den meisten ist es ega, ob von links oder rechts serviert wird, obwohl ich natürlich schon der Meinung bin, dass viele Servierregeln durchaus sinnvoll sind.

 

Ein guter Ruf ist der beste Verkäufer.

 

Von anderen lernen ohne zu kopieren. Besucht mal eure Winzer, ihr lernt sicher für den Weinverkauf etwas dazu.

 

Der Wirt und die Wirtin sollten als Moderatoren auftreten. Im Schwarzwald fände ich es z.B. toll, wenn man den Gästen zeigt, wie der Schwarzwälder Speck richtig geschnitten wird.

 

Das Konzept eines Hotels – Restaurants muss permanent überprüft werden, bevor es zu spät ist.

Die Gastronomen eines Ortes sollten sich bezüglich Öffnungszeiten miteinander absprechen, damit wenigstens jeden Tag ein gastronomischer Betrieb geöffnet hat. Man darf auch Werbung füreinander machen.

 

Mit Stammgästen sprechen, erspart manchen Berater. Dabei immer ehrlich bleiben.

 



© Hans Ulrich Lochar 2018