Ist Arroganz Dummheit?


Arroganz ist für mich ein Zeichen von Dummheit!

 

Jetzt wird es wieder mal Zeit, dass ich etwas von mir gebe, was mir schon einige Zeit auf dem Herzen liegt.

Ich erlebe in Gesprächen und bei meinen Kontakten immer wieder mal Leute, die meinen sie wären der „Chäs“ wie die Schweizer sagen würden.

Dies gilt leider auch für einige durchaus qualifizierte Köche, die am Herd ihren Meister stehen, aber menschlich zu dem guten Niveau ihrer Küchenleistung nicht passen.

 

Wenn mir ein netter Lieferant von solchen Leuten erzählt, dass er von ihnen wie ein Mensch zweiter Klasse behandelt wird, weil er ja Lieferant ist, dann muss ich mich beherrschen, dass ich mir nicht gleich Luft bei diesen Leuten mache.

 

Es kommt aber immer wieder mal der Tag, an denen ich solchen „Chäslern“ begegne, oder aber sie einfach ignoriere.

Man lernt nämlich nie aus meine Herrschaften und zum fachlichen Können gehört auch das Menschliche und ich bin froh, dass mich das Leben gelehrt hat, dass Arroganz gar nichts bringt.

 

Nicht nur einige Küchenleute haben manchmal Allüren an sich, sondern auch im Service gibt es solche Raketen.

 

Da stellen sie sich bei einer privaten Feier erst mal hin und kritisieren das Eindecken, weil es nicht ihren Anforderungen entspricht.

 

In über 40 Berufsjahren bin ich noch nie auf eine solche Idee gekommen, aber ich habe ja auch nicht bei königlichen Hoheiten oder im Golfhotel und Krankenhaus serviert.

 

Ganz schlimm sind für mich auch jene Zeitgenossen, bei denen ich erleben durfte, dass sie bei ihrer eigenen Prüfung fast in die Hosen gemacht haben und nun sich den Prüflingen gegenüber als Prüfer in einer hocharroganten Art zeigen.

 

Diese „Fachfuzis“ tragen auch dazu bei, dass die Berufe der Gastronomie ein schlechtes Image haben.

 

Über solche Leute kann ich nur schmunzeln und den Rat meines Paten verfolgen, der zu mir als junger Mensch gesagt hat, dass ich mir solche Leute am Besten in langen Unterhosen vorstelle. Er war übrigens über 2 Perioden Mitglied des Deutschen Bundestages.

 

Wie viel Mal sagt meine Frau auch zu mir.

Du heute, habe ich den Herrn Sowieso getroffen, aber der grüßt nur, wenn Du dabei bist. Von dieser Sorte gibt es etliche und es macht mir eine große Freude, den Herrschaften ab und zu zu sagen, dass „Grüßen“ auch schön ist, wenn man die Leute nicht kennt.

 

So, das musste ich mir jetzt wieder mal von der Seele schreiben und ich gehe davon aus, dass sich um Himmels Willen niemand angesprochen fühlt und wenn doch, dann wollte ich es so!

 

 

 

 

 

 



© Hans Ulrich Lochar 2021