Erinnerungen.


Einige ganz große, die mir begegnet sind und leider nicht mehr unter uns weilen.

In meinem beruflichen Leben sind mir einige Leute begegnet, die für mich etwas ganz Besonderes waren. Aus diesem Grunde möchte ich an sie in meiner Homepage eine Erinnerung schaffen. Die Reihenfolge ist genau so spontan, wie ich schreibe.

 

Wilhelm Pronet von Prohoga in VS – Schwenningen!

 

Es ist schon einige Zeit her, dass Wilhelm Pronet von der Firma Prohoga in VS – Schwenningen gestorben ist. Er war für mich ein wahrer Freund, weil er mir gegenüber immer sehr offen begegnet ist.

 

Vieles hätte ich in meinem Berufsleben nicht erreicht, wenn ich nicht von Wilhelm Pronet und der Firma Prohoga unterstützt worden wäre.

 

Dies gilt besonders für die Zeit während meiner ehrenamtlichen Tätigkeit für den Verband der Serviermeister und Restaurantfachkräfte Schwarzwald- Baar.

 

Wilhelm Pronet hat schon damals erkannt, dass nicht nur die Köche unterstützt werden müssen, sondern auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Service. Für viele Schulungen wurde von ihm das Material gestiftet und wir haben uns dann dadurch revanchiert, dass wir des Öfteren in der Firma Prohoga in VS – Schwenningen und auch in Niederschopfheim – Hohberg aufgetreten sind.

 

Flambieren bis zum geht nicht mehr, oder auch Cocktails zubereiten war überhaupt kein Problem –Wilhelm hat das Material zur Verfügung gestellt.

 

Leider hat er uns viel zu früh verlassen, aber immer wieder muss ich an ihn und seine Zeit mit ihm denken.

 

Wilhelm ich vermisse Dich auch heute noch sehr.

 

Aus diesem Grunde und weil wir auch mit seiner Frau und seinen

Kindern sehr verbunden bin, ist es für mich bis zum heutigen Tag

selbstverständlich ab und zu mal ein Seminar für die Gastronomie in der

Firma Prohoga Gastronomiebedarf in VS – Schwenningen in der Salinenstraße  zu geben.

 

 

Wilhelm Pronet war ein ehrenhafter, freundlicher Kaufmann.

Dies hat mir sogar mal der bekannte Journalist Thilo Koch gesagt.

 

Mir persönlich war er ein großartiger Freund.

 

 

Hans Leo Kempchen, er war in früheren Jahren Sommelier im Colombi – Hotel in Freiburg und hat dann später das Hotel Markgräfler Hof in Freiburg übernommen. Leider ist er viel zu früh verstorben und deshalb möchte ich meine Erinnerung an ihn hiermit wachhalten.

Wenn ich nach Freiburg zu Prüfungen gefahren bin, war meine Hoffnung immer, dass ich mit Hans Leo Kempchen prüfen dürfte. In den Prüfungspausen hat er oft zu mir gesagt, gehen wir an den Münsterplatz und trinken einen Kaffee zusammen. Er hat dann mit mir über Wein diskutiert und was ich da von ihm erfahren habe, hat mir mehr Wissen gebracht, als wenn ich ein Buch durchgelesen habe. Kempchen war einfach ein Könner, er konnte mir den Geschmack von Weinen in einer Art schildern, dass ich gemeint habe, ich würde den Wein im Moment trinken.

 

Erwein Graf Matuschkau von Greiffenclau.

Für mich eine ganz große Persönlichkeit. Der Besitzer vom Grauen Haus in Östrich – Winkel und vom Weingut Schloss Vollrads ist mir in allerbester Erinnerung. Ich habe ihn, frech wie ich nun einmal bin, persönlich angeschrieben, ob ich mit meinen Freunden vom Sternenclub Schönau auf Schloss Vollrads mal besuchen darf, als wir auf unserer Rheingau Tournee waren. Unvergesslich wird uns die Probe auf Schloss Vollrads bleiben und als sich der Graf dann noch im modernen Glasrestaurant zu uns gesellt hat, war für mich das Glück vollkommen. Graf Matuschka war leider etwas zu großzügig und deshalb hat er selbst uns Schwarzwälder spontan zu Speis und Trank eingeladen.

Im Grauen Haus in Oestrich – Winkel waren Egbert Engelhardt zusammen mit seiner Frau lange Jahre tätig und dieser hat dort auch einen Michelin – Stern erkocht. Graf Matuschka war der Besitzer vom Grauen Haus. Zu den Engelhardts habe ich vor vielen Jahren die Sommeliere Lidwina Weh vermittelt und die hat dort so gut eingeschlagen, dass wir von der Landesberufsschule einige Jahre für Veranstaltungen auf Schloss Eberbach engagiert wurden. Erlebnisse, die ich nie vermissen möchte und die vielen jungen Menschen auch Freude am gastronomischen Beruf gebracht haben, weil es einfach ein Erlebnis war, in so herrlichem Ambiente viele Gäste zu bedienen.

Graf Matuschka von Greiffenclau ließ es sich nicht nehmen, zu einem vom VSR – Schwarzwald – Baar veranstalteten großen Servierwettbewerb, dem Coupe George Baptist, als Vorsitzender der Jury zu erscheinen und hat mit seinem eleganten auftreten und seiner stattlichen Erscheinung viel zum Erfolg dieser Veranstaltung beigetragen. So war er halt, der Graf vom Rheingau, er hat sich für die Gastronomie und den Wein weltweit eingesetzt und dafür auch viel Geld investiert. In einer Ausgabe der für mich ebenso unvergessenen Zeitschrift “ Alles über Wein“ von 1986finde ich den Satz: Erwein Graf Matuschka von Greiffenclau gehört in der deutschen Weinbaupolitik zu den ideenreichsten und dynamischsten Machern.

Warum man diesem Mann dann nicht geholfen hat, als er in Schwierigkeiten gekommen ist, ist mir bis heute ein Rätsel.

Für mich wird er wirklich unvergesslich bleiben.

 

Bernhard Huber war für mich einer der deutschen Winzer, die von Anfang an mit dem Barrique – Fass umgehen konnten und Weine geschaffen haben, die auch im Ausland zum guten Ruf der Deutschen Weine beigetragen haben. Obwohl Bernhard Huber immer sehr viel zu tun hatte, war es nie ein Problem, bei ihm mit Schülern eine Weinprobe zu machen. Manchmal hatte ich den Eindruck, dass ihm das Zusammensein mit jungen Menschen lieber war, als einem potentiellen Kunden lange Rede und Antwort stehen zu müssen. Er ist mir bzw. der Landesberufsschule für das Hotel – und Gaststättengewerbe VS – Villingen auch immer entgegengekommen, wenn es um die Preise ging. Für ihn war einfach wichtig, dass die jungen Menschen auch Weine trinken können, die im Rahmen der Ausbildung für sie noch nicht erschwinglich waren. Bernhard Huber war ein sehr feiner Mensch und ein exzellenter Fachmann, der erkannt hat, dass die Ausbildung von jungen Menschen auch etwas mit Begeisterung zu tun haben sollte. Manche späteren Sommeliers haben bei ihm ein Praktikum gemacht und wurden selbstverständlich auch hart ran genommen. Allerdings kam das Menschliche bei Bernhard Huber nie zu kurz.

Eine ganz große Ehre war es für mich, als Bernhard Huber zu meiner Verabschiedung an der „ Hofa“ in Villingen erschienen ist. Er hat mir dadurch sehr viel Wertschätzung  entgegen gebracht und ich muss unbedingt demnächst mal zu dem Weingut Huber nach Malterdingen fahren, um seiner Frau und seinem Sohn zu sagen, dass ich mich über viele positive Meldungen von Weinfreunden freue, wenn es über die heutigen Huber – Weine geht. Sie sind so gut, dass sie auch  dadurch Bernhard Huber unvergesslich machen.

Für alle, die sich davon überzeugen möchten hier noch die Anschrift vom

Weingut Huber Inhaber Barbara Huber in Malterdingen:

Heimbacher Weg 19, 79364 Malterdingen, Tel. 07644 929 722 0

www.weingut-huber.com

 

 

 



© Hans Ulrich Lochar 2021