Vo de Nase bis zum Schwanz!

 

Manchmal bereue ich, dass ich nicht öfters in eine Gaststätte gegangen bin und so war es gestern im Landgasthof Rebstock in Egringen.

Eigentlich habe ich zu diesem Landgasthof eine sehr lange Verbindung, weil ich mit dem Seniorchef  Dieter Krause in die Landesberufsschule nach VS – Villingen gegangen bin. Dies ist einige Jahrzehnte her, aber immer wieder sind wir beide uns begegnet und es war in den 90er Jahren so, dass wir uns ab und an auch mal mit unseren Familien getroffen haben.

Leider ist der Weg zwischen Villingen und Egringen nicht gerade der nächste und da überlegt man sich halt schon, ob man zum Essen bis an die Schweizer Grenze fährt. Egringen gehört zu Efringen -Kirchen und liegt nicht weit von Lörrach und Weil am Rhein.

 

Vor einigen Wochen bin ich wieder auf den Rebstock aufmerksam geworden, weil ich über Facebook auf einen Gutedel blog gekommen bin www.gutedel.blog

Da schreibt der Sohn von Brunhilde und Dieter Krause sehr nett über den Gutedel und viele andere gastronomische und genießerische Themen. Es lohnt sich diesen Blog anzuschauen. Das habe ich auch getan und dadurch bin ich mit Martin Krause, dem Inhaber des Rebstocks in Egringen in Verbindung gekommen.

 

Lustig ist es bei unserem Facebook – und Mailwechsel immer zugegangen und im Hinterkopf kam deshalb verstärkt der Gedanke bei mir auf, die Krauses wieder mal zu besuchen.

 

Letzte Woche habe ich dann gesehen, dass Martin Krause eine Aktion

„Vo de Nase bis zum Schwanz“ anbietet.

 

Er hat sich mit einem Metzger verbunden, der die Tiere auf eine schonende Art auf der Weide töten und verarbeiten darf, was mir sehr gut gefallen hat. Schlachtung mit Achtung nennt man das – siehe www.gutedel.blog

Jetzt hat er sich mit seiner Mannschaft zum Ziel gesetzt ein komplettes Hinterwälder Rind von der Nase bis zum Schwanz zu verarbeiten.

 

Als ich das gelesen habe, war für mich klar, dass wir zu den Krauses fahren  und wir haben noch 2 nette Bekannte, die auch gerne außergewöhnliches genießen gefragt, ob sie mitgehen würden.

So sind wir also zufälligerweise am Valentinstag nach Egringen in den Rebstock zum Mittag essen gefahren und zu unserer großen Freude stand die – inzwischen Seniorchefin – Brunhilde Kraus vor dem Lokal, als wenn sie auf uns warten würde. Nach der herzlichen Begrüßung sind wir in der immer noch heimeligen und sehr gemütlichen Gaststube von Martin Krause genau so herzlich empfangen worden. Er hat doch tatsächlich gesagt – do chunt de Influenzer. Übrigens hatten wir uns telefonisch angemeldet, was ich eigentlich immer mache, wenn wir irgendwo nicht nur zu zweit zum Essen gehen.

 

Gott sei Dank gibt es in Egringen noch eine Wirtschaft, die auch mittags geöffnet hat. Für mich war ganz klar, dass ich etwas „ Vo de Nase bis zum Schwanz“ esse und das für meine Frau überhaupt nicht in Frage kommt. Bei unseren Bekannten war das Verhältnis genau so, nur ist es dort so, dass die Frau gerne auch etwas isst, was sie nicht kennt und beim Mann ist der Hang nach Innereien nicht gerade vorhanden.

 

So habe ich mich mit der Bekannten entschieden, Martin Krause zu fragen, ob er uns nicht aus dem reichhaltigen Angebot ein Menü zusammenstellen will. Wir haben uns dann für eine Variation von verschiedenen Vorspeisen entschieden. Den Hauptgang hat jeder  selbst ausgesucht.

Ich weiß nicht, ob ich jemals schon

Carpaccio vom Ochsenmaul mit geröstetem Kuttelsalat gegessen habe und dies gilt auch für Bauch und Bäckle „Süßsauer“ vom Hausschwein auf Asiagemüse.

Auf jeden Fall waren wir beide hin und weg – großartig war es und nicht vergessen will ich auch das gereichte Brot dazu.

 

Meine Frau hat sich zu meiner Überraschung für das Valentins – Überraschungsmenü entschieden aber natürlich den Martin gefragt, was alles dabei ist. Der hat nur geschmunzelt und gesagt, es soll ja eine Überraschung sein.

 

Wenn ich meiner Marianne am Morgen gesagt hätte, dass sie heute eine Suppe mit Gambas und Jakobsmuschel isst, hätte sie mich für verrückt erklärt und dies gilt genauso für den Hauptgang mit Fasan.

 

Sie war genau so begeistert wie wir und dies gilt auch für unseren Genussfreund, der sich für Rosa gebratene Rehnüsschen mit Spätzli und Rotkraut entschieden hatte.

 

Menschenskind! Es war alles vorzüglich was wir essen durften und der Gutedel vom Brenneisen in Egringen hat uns dazu genauso gut  geschmeckt wie der Sasbacher Halde Spätburgunder den anderen.

Ein regelrechter kulinarischer Hochgenuss war das alles und dank meiner  Schwärmerei hat uns de Dieter sogar noch einen feinen Tellergallert probieren lassen.

 

Ich war so richtig froh und glücklich, nach dem Mahl auch aus dem Grund, weil ich mich mit eigentlich alten Freunden bei bestem Essen wieder mal unterhalten durfte.

 

Es ist schade, dass der Weg von Villingen nach Egringen relativ weit ist, sonst würde man uns dort sicher des Öfteren sehen, aber ich hoffe, dass wir noch einige schöne Stunden bei den Krauses im Rebstock in Egringen verbringen dürfen.

 

Ich finde es toll, dass Martin Krause die Ratschläge seines Vaters in der Küche zusammen mit seiner Mannschaft annimmt, wodurch die Gäste auch in den Genuss kommen, Speisen zu essen, die man nicht überall bekommt und die eine große Tradition haben. Wenn dann noch ein moderner Touch durch den Sohn dazu kommt, ist es doch in Ordnung.

 

Besuchen Sie mal den Rebstock in Egringen und die Familie Krause und genießen sie einen Landgasthof auf allerhöchstem Niveau!

Landgasthof Rebstock Egringen

Martin Krause

Kanderner Straße 21

79588 Efringen – Kirchen/Egringen

www.rebstock-egringen.de

Montag und Dienstag Ruhetag, Hotel täglich geöffnet

Manchmal frag ich mich schon

 

ob man im Alter etwas komisch wird. Ich hoffe es zwar nicht, aber ausschließen kann ich es natürlich auch nicht.

 

Ich selbst schreibe in einer Mail z.B. viel lieber in der Anrede liebe/er …..als Hallo. Jetzt kann ich aber sicher von niemandem verlangen, dass sie oder er das genau so empfinden muss wie ich.

 

Hallo ist auf jeden Fall besser als hi aber hi wiederum als Gruß ist besser als gar nichts.

 

Gestern Morgen ist mir in aller Frühe wieder ein Geschäftsmann in der Niederen Straße in Villingen begegnet, hat mich beim Öffnen seines Geschäftes zwar angeschaut, aber nicht im entferntesten daran gedacht Guten Morgen zu sagen.

Das veranlasst mich natürlich auf keinen Fall mein morgendliches Müsli bei dem Herrn zu kaufen, geschweige denn sonst irgendetwas „reformiges“.

 

Dem Herrn würde ich mal empfehlen zu Klaus Fehrenbach ins Café Villa zu gehen, da lernt er wie man mit Kunden bzw. Gästen umgehen soll. Klaus entgeht selten ein Neuankommender ohne Gruß und schon fühlt man sich bei ihm geborgen.

Seit neuestem trinke ich ab und zu bei ihm im Stehen an der Theke einen Espresso, weil ja oft alleTische belegt sind und außerdem hat mir mein Freund Marco aus dem Piemont gesagt, dass dies die richtigen Espresso – Trinker so machen würden und der muss es als Italiener ja wissen.

Jetzt habe ich aber etwas geschrieben. Er bezeichnet sich ja eher als Piemonteser und die haben ja ihren eigenen Stolz. Mit Sicherheit käme er nie auf die Idee in einer Werbung einen englischen Ausdruck wie z.B. save the date zu übernehmen, was ich neulich bei einer Werbung für eine Veranstaltung am Kaiserstuhl gesehen habe.

 

Da frage ich mich dann schon, ob ich zu blöde bin zu kapieren, dass Englisch eben die Weltsprache ist und am Kaiserstuhl viele Winzer in die Werbung einbauen. Mensch Lochar kapierst du nicht, dass man dort auf die internationale Kundschaft hofft und da es ja jetzt keine gemeinsame Badische Weinwerbung mehr gibt, versucht man sich mit englisch populär zu machen.

Ich warte jetzt nur darauf, dass bei meiner nächsten Kaiserstuhl – Wanderung mir ein alter Winzer ein „hi“ entgegen schmettert – dann bräuchte ich sofort ein Viertele!!

 

Ich besuche alle zwei Wochen eine englische Gesprächsrunde um etwas dazu zu lernen, aber auf die Idee „ denglisch“ in meinem Wortschatz unter zu bringen bin ich noch nie gekommen.

 

Ich gebe zu, dass ich ein Anhänger meines heimischen Wiesentäler Dialektes bin und auch in Villingen bin ich noch nie auf die Idee gekommen Villingerisch zu sprechen, weil ich es einfach nicht kann.

Da freue ich mich schon wieder, wenn an de Fasnet en Narro zu mir unter seiner Schemme auf Villingerisch versucht mir zu sagen: „Du meinsch doch au, Du muesch jede Tag e weng Schißdreck schriibe“, obwohl unter der Schemme vermutlich manchmal auch ein Preuß steckt.

 

Herrlich, wenn ich so etwas höre, weil ich dadurch weiß, dass es tatsächlich Leute gibt, die ab und zu auf meine Internetseite schauen.

 

Ich habe da auch ein Problem mit dem Wort „Homepage“ weil ich es auch für verdenglischt halte und weiß ehrlich gesagt gar nicht, wie man eigentlich korrekt richtig dazu sagt.

 

Jetzt habe ich mich doch tatsächlich selbst erwischt, weil ich gedacht habe, da muss ich nachher doch gleich mal googeln.

Also, was rege ich mich über das verdenglischen auf, wenn es selbst schon in meinem Kopf Einzug gehalten hat.

 

Der Kopf wird natürlich im Alter immer wichtiger und ich hoffe, dass meine leidenschaftliche Teetrinkerei mir noch einige Jahre die Fähigkeit erhält, mich über dies oder das zu mokieren.

 

Vermutlich frage ich mich dann aber immer öfter, ob bei mir im oberen Stübchen noch alles in Ordnung ist, weil ich mit Sicherheit sprachlich noch mehr entdecke, was mir uff de Wecker got.

Ein Nachtrag! Gerade eben lese ich im neuesten WOM die große Überschrift:

Gesucht: Bad Dürrheims zukünftiger Mr. Right.

Große Podiumsdiskussion zur Bügermeisterwahl am 19. März – was soll man da noch sagen?

Eine für mich besondere Hotelfachschule.

Eine Hotelfachschule ist eine weiterführende Schule d.h., dass man sie entweder nach der Ausbildung zusätzlich besuchen kann oder sie generell besucht, wenn man in der Gastronomie – Hotellerie tätig sein will.

Ich war als Fachlehrer an der Landesberufsschule für das Hotel – und Gaststättengewerbe in VS – Villingen tätig. Dort werden alle Berufsbilder berufsbegleitend unterrichtet, die in der heimischen Gastronomie ausgebildet werden.

Während meiner Tätigkeit an der Landesberufsschule in Villingen kam ich auch in Kontakt mit der „hotelfachschule thun“ und ihrem Leiter Christoph Rohn.

Ich durfte dort einige Jahre für den Badischen Wein Werbung machen und die „ hotelfachschule thun“  durfte sich immer wieder mal unseren Schülern in Villingen präsentieren.

Die „ hotelfachschule thun“ und ihre Dozenten und vor allem auch der Direktor Christoph Rohn haben auf mich immer einen ausgezeichneten Eindruck gemacht. Wir haben auch immer die Verbindung gehalten.

Aus diesem Grunde veröffentliche ich gerne den Text der Website der

„ hotelfachschule thun“ und ein Bild vom Restaurant dazu. weiterlesen

Beeindruckende Neujahrsgrüße aus Berlin

Seit Jahrzehnten kenne und schätze ich den Direktor des Hotels Park Inn in Berlin Jürgen Gangl.

In den 90er Jahren hat unser  toller Kontakt in der Landesberufschule in Villingen begonnen und über die ganzen Jahre haben wir ihn gehalten. Dies freut mich sehr.

Die Karriere von Jürgen Gangl in der Hotellerie beieindruckt mich sehr und er ist trotzdem eine netter “ Kerl “ geblieben.

Aus diesem Grunde möchte ich auch dieses Jahr wieder seine beeindruckenden Neujahrsgrüße hier veröffentlichen.

Viel Spaß beim Lesen

Uli Lochar

 

Berlin, 7. Januar 2019

 

zunächst wünsche ich Euch ein gesundes und gutes Jahr 2019. Es wird irgendwie immer schwieriger  sich im Laufe der Jahre nicht zu wiederholen, vor allem weil man selbst auch keine Lust mehr hat auf das ganze politische Gerede von links nach rechts oder auf den unerträglichen Twitter-Mist einzugehen..

 

Sorry aber…. : Mit Respekt, Wahrheit oder Menschlichkeit hat das schon lange nichts mehr zu tun….

 

Mit dem heftigsten Sturm seit mehr als 10 Jahren startete das Jahr 2018. Orkan „Friederike“ fegte über das Land und hinterließ gewaltige Schäden und mehrere Tote.

 

Und irgendwie habe ich das Gefühl, dass dieser Sturm das ganze Jahr über nachhallt.

 

In meinem letzten Neujahrsbrief habe ich geschrieben, „Ja, … engstirniger, verrückter und unmenschlicher sind wir geworden ….! – diese Zeile trifft leider auch für das vergangene Jahr zu.

 

Auf Menschen, insbesondere auf Präsidenten und Premierministerinnen trifft dies zu…

 

Ein halbes Jahr nach der Bundestagswahl ist am 14. März das vierte Kabinett Merkels als große Koalition zwischen Union und SPD vereidigt worden. Was sich bis dahin zwischen den Regierungsparteien abspielte, erspare ich mir an dieser Stelle…

 

Turbulenzen ließen nicht lange auf sich warten. Organisierte Rechte und Neonazis nutzten im August  ein Chemnitzer Stadtfest für ihre Übergriffe auf Migranten, Pressevertreter und Gegendemonstranten. Den Äußerungen von Verfassungsschutzpräsidenten Hans-Georg Maaßen, dass es in Chemnitz zu ausländerfeindlichen „Hetzjagden“ gekommen sei, folgte eine lange Diskussion über seine politische Zukunft und der Chef der Christlichen Sozialen Union, Horst Seehofer tut alles dafür, dass er als unchristlichster und unwürdigster Ministerpräsident Bayerns in die „Annalen“ eingeht. Franz -J. Strauß würde sich im Grabe umdrehen….

 

Das Jahr 2018 läutete aber auch das Ende der Politikerin Angelika Merkel ein. Mit der Ankündigung ihres Rückzuges vom CDU-Vorsitz auf dem Parteitag im Dezember und den Verzicht auf eine weitere Kanzlerkandidatur hat sie den Moment für einen würdevollen Abschied erwischt. Ihr erklärtes Ziel ist es, das Land bis zum Ende der Legislaturperiode weiter zu führen. Dazu kann man ihr nur viel Erfolg wünschen. Neue CDU-Parteivorsitzende ist AKK, Annegret Kramp-Karrenbauer.

 

Donald Trump twittert weiter größenwahnsinnig durch die Welt. Minister und Berater, die sich ihm in den Weg stellen, werden kurzerhand gefeuert.

 

In Frankreich protestieren seit November die „Gelbwesten“ immer wieder gegen die Regierung. Zugeständnisse der Regierung folgten. Es bleibt abzuwarten, wie die angedachten Reformen im neuen Jahr greifen werden.

 

Flucht, Terror und Krieg bestimmten leider auch wieder die Schlagzeilen im Jahr 2018. Bei einem Schulmassaker in Florida wurden im Februar 17 Menschen erschossen. In Münster steuerte ein Mann einen Campingbus in eine Menschengruppe. Vier Passanten starben, der Täter erschießt sich.

Seit nunmehr acht Jahren tobt der Krieg in Syrien und unzählige unschuldige Menschen fielen diesem Krieg zum Opfer. Wann hat der Wahnsinn endlich ein Ende?

Wahrscheinlich nie — da es leider keine vernünftige  Weltpolizei mehr gibt.

 

Das Jahr 2018 könnte man auch als Jahr der Wetterextreme bezeichnen. Die Hitzerekorde in Berlin nahmen kein Ende. 820 Sonnenstunden wurden in diesem Sommer in Berlin gezählt. Im langjährigen Durchschnitt waren es 137 Stunden weniger. Die Höchsttemperatur kletterte am 8. August auf 38 Grad und in Potsdam wurden 32 „heiße Tage“ gezählt – das sind Tage mit mehr als 30 Grad.

Die Kehrseite der Medaille sind brennende Wälder, Ernteausfälle und den Flüssen ging das Wasser aus.

 

Die Auswirkungen des Klimawandels sind deutlich spürbar. Schwere Unwetter trafen ganz Italien und brachten Sturzfluten. Der drittstärkste Hurrikan „Michael“ raste auf den amerikanischen Kontinent zu und brachte Verwüstung und Tod. Die US-Westküste erlebte die schwersten Waldbrände und auch in Griechenland wüteten Waldbrände.

 

Wie twitterte Trump… das hat nichts mit dem Klimawandel zu tun… nur die Proteste in Paris haben was mit dem Klimawandel zu tun… — alt, dumm und gefährlich. Wann wacht Amerika auf… ?

 

Das Sportjahr 2018 war olympisch, mit den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang. 31 Medaillen erkämpften deutsche Sportler. Mehrere Medaillen holten Laura Dahlmeier im Biathlon, Eric Frenzel in der Nordischen Kombination, nicht zu vergessen unsere Bob- und Schlittenfahrer, die gleich sechsmal Gold gewannen. Der emotionalste Moment war wohl die Goldmedaille im Eiskunstlauf mit Aljona Savchenko und Bruno Massot, sie liefen die Kür ihres Lebens. Die größte Party gab es für das Deutsche Eishockeyteam, die bis ins Finale vordrangen und dort sensationell Silber gewannen.

 

Angelique Kerber gewann am 14. Juli gegen Serena Wiliams souverän das Tennis-Turnier in Wimbledon.

 

Die deutsche Fußball-Nationalelf erlebte bei der Weltmeisterschaft in Russland eine historische Pleite und ist erstmals in der WM-Geschichte in der Vorrunde gescheitert. Neuer Weltmeister ist Frankreich.

 

Im August fand in Berlin die 24. Leichtathletik-Europameisterschaft statt. Die Wettkämpfe wurden im Olympiastadion ausgetragen ,– es war eine tolle Stimmung in der Stadt. Deutschland gewann insgesamt 19 Medaillen und belegte den 3. Platz in der Medaillenwertung.

 

2018 war auch wieder ein Jahr der Abschiede. Unter anderem mussten wir uns vom UN-Generalsekretär und Gewinner des Friedensnobelpreises Kofi Annan verabschieden. Aber auch von der südafrikanischen Politikerin und Ex-Frau von Nelson Mandela, Winnie Madikizela-Mandela. Im November verstarb der 41. Präsident der USA, George H.W. Bush.

 

Die Liste der von uns gegangenen Musiker und Schauspieler ist lang, so unter anderem France Gall, Siegfried Rauch, bekannt als Kapitän in der Fernsehserie „Traumschiff“, die Stimme von Käpt’n Blaubär und Benjamin Blümchen, Wolfgang Völz, die „Queen of Soul“ Aretha Franklin, Burt Reynolds, der Chansonnier Charles Aznavour, oder der DDR-Schauspieler, der nach der Wende auch international bekannt war, Rolf Hoppe verstarb im Alter von 88 Jahren.

 

Der brillante Wissenschaftler und Autor, Stephan Hawking wurde 76 Jahre alt. Kardinal Karl Lehmann starb im März 2018 im Alter von 82 Jahren. Er war von 1987 bis 2008 Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz und wurde 2001 von Papst Johannes Paul II. zum Kardinal erhoben.

 

Das Jahr hatte Höhen und Tiefen. Es gab die Traumhochzeit von Prinz Harry und Herzogin Meghan. Die Trennung von Boris Becker von seiner Frau Lilly. Der Rosenkrieg wird uns sicher im Jahr 2019 begleiten.

 

Sicher erinnern Sie sich an die spektakuläre Rettungsaktion der zwölf Fußballjungen und ihrer Trainer, die im Juli in einer Höhle in Thailand eingeschlossen waren. An den Einsturz der Morandi-Brücke in Genua am 14. August, die Freilassung des Journalisten Deniz Yücel aus dem türkischen Gefängnis oder die Verurteilung von Beate Zschäpe zu lebenslanger Haft.

 

Was erwarten wir von 2019. Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit werden uns Konflikte, Terror und Kriege beschäftigen. Die Europäische Union wird weiterhin vom Brexit beeinflusst werden und dem amerikanischen Präsidenten wird hoffentlich im Repräsentantenhaus mit demokratischer Mehrheit Einhalt geboten.

 

Zum Abschluß möchte ich meine Zeilen aus dem letzten Neujahrsbrief eins zu eins verwenden, denn ich glaube, diese treffen auch auf das Jahr 2019 zu.

 

Ich hoffe, dass Euch mein Brief zum Nachdenken anregt. Denn, und das möchte ich ausdrücklich betonen, geht es Deutschland und uns allen gut. Die wirtschaftliche Entwicklung geht seit Jahren bergauf, wir leben seit über 70 Jahren in Frieden und sollten auch dankbar dafür sein. Rufen wir uns die Fähigkeit zurück, von all dem Guten ein Stück abzugeben und damit die Welt wieder ein Stück besser werden zu lassen.

 

Ich wünsche Ihnen ein erfolgreiches und friedliches Jahr 2019, verbunden mit persönlichem Erfolg und einer Portion Glück, aber vor allem Gesundheit.

 

In diesem Sinne verbleibe ich

Ihr

Jürgen W. Gangl  General Manager Hotel Park Inn Berlin

Frohes Neues Jahr

Das war eine Überraschung, als gestern ein Fernsehsender auf meinem Anrufbeantworter zu hören war.

 

Ein Redakteur hat mir die Frage gestellt, wie lange man eigentlich jemandem ein „Gutes oder frohes neues Jahr“ wünschen darf.

 

So lange man Lust hat, war meine spontane telefonische Antwort, aber hier muss man natürlich etwas differenzieren.

 

Jetzt, am 3. Januar 2019 ist es schon so, dass ich Bekannten und Freunden noch ein gutes neues Jahr wünsche, in der Arztpraxis, wo ich es gestern noch gemacht habe, würde ich es nur noch den Damen oder Herren vom Empfang wünschen.

 

Wenn mich nicht alles täuscht, gibt der Deutsche Knigge Rat die Empfehlung heraus – maximal 14 Tage.

 

Es kann aber sein, dass ich zu jemanden, den ich persönlich kenne, noch am 15. Januar sage, dass wir uns dieses Jahr noch nicht gesehen haben und ich ihm deshalb alles Gute wünsche.

 

E guets Neus no – werde ich mit Sicherheit am kommenden Samstag auf dem Villinger Wochenmarkt auch zu mir bekannten Marktbeschickern und Besuchern sagen, wenn ich es für richtig halte.

 

Im Geschäftsleben ist es sicher so, dass man spätestens nach dem 06. Januar kein gutes neues Jahr mehr wünscht, aber auch hier gilt, dass dies keine allgemeine Regel ist.

 

Es kommt einfach auch auf einen selbst an, wann und wie lange man ein gutes neues Jahr wünscht.

 

Für uns ist es eine Selbstverständlichkeit, dass wir bei unseren engsten Nachbarn und Mitbewohnern ein gutes neues Jahr wünschen, ich verhehle aber nicht, dass es mir bei manchen Recht ist, wenn ich ihnen erst nach dem 06. Januar begegne.

 

Allerdings sollte ich vielleicht auch mal einen Strich darunter machen, wenn man jemand nicht unbedingt ein gutes neues Jahr wünschen will.

Es könnte ja sein, dass man mit dem Wunsch an jemanden eine völlig neue Atmosphäre schafft.

 

Natürlich kommt es auch darauf an, wie man das Neue Jahr wünscht.

 

Eigentlich gehört ein strahlendes Lächeln dazu, aber das kann man halt nicht immer herzaubern.

 

Was ist dabei, wenn ich Frau oder Herrn Jemand  ein frohes neues Jahr wünsche und diese daran eine Freude haben.

 

Genau das ist daran, man macht jemandem eine Freude und das ist doch generell ein toller neuer Jahresanfang.

 

In diesem Sinne wünsche ich allen Leserinnen und Leser von

www.uli-lochar.de

alles Gute für 2019.

 


© Hans Ulrich Lochar 2019