Jahresrückblick und Ausblick.

Liebe Freunde des PARK INN BERLIN ALEXANDERPLATZES, liebe Kollegen*innen,

 

 

….wie immer ein Neujahrsbrief….Nein,— Oder ??

 

Nein, nur nicht weiter machen wie bisher .. Nein…?!? .. Eine politische Floskel als „Dauerbrenner“ …

 

 

Dennoch,–  eines Vorweg……Lieber eine zurückhaltende, sachlich und seriöse Kanzlerin, als ein paar durchgeknallte, egozentrische und selbstsüchtige Präsidenten/Minister, wo man nicht glauben kann, das diese von

Menschen mit Sinn und Verstand gewählt worden sind…

 

Ja, was für ein Jahr war 2019

 

 

es ist gefühlt doch erst eine kurze Zeit vergangen, seit meinem letzten Neujahrsbrief. Aber es lässt sich nicht leugnen, das Jahr 2019 ist Vergangenheit und wir sind im neuen Jahr angekommen und zwar im 20’ten nach 2000…..

 

Ein unruhiges Jahr auf jeden Fall, aber auch das Jahr, 30 Jahre nach dem Fall der Berliner Mauer.

 

Für Aufregung sorgten sicherlich die Zitteranfälle der Bundeskanzlerin im Frühsommer. Einen tiefgreifenden Wandel der politischen Landschaft zeigten aber die Wahlergebnisse im Herbst in Sachsen, Thüringen und Brandenburg.

In allen drei Landtagen verloren die einstmals großen Volksparteien CDU und SPD dramatisch. Die AfD gewann überall deutlich dazu und wurde in allen drei Landtagen zur zweitstärksten Kraft….. das zu Thema – Sinn und Verstand Nr. 2 !!!

 

Der Rücktritt von Andrea Nahles in der SPD ist eine der großen innerpolitischen Personalien. Sie tritt überraschend vom Partei- und Fraktionsvorsitz zurück. Die Parteimitglieder wählen ein halbes Jahr später Saskia Esken und Norbert Walter-Borjans an die Spitze der SPD.

 

Doch auch bei den Christdemokraten läuft nicht alles reibungslos. Die Vorsitzende der CDU, Annegret Kramp-Karrenbauer ist seit Juli auch Verteidigungsministerin. Kritik aus den eigenen Reihen bleibt  nach dem schlechten Abschneiden bei der Europawahl

und den Landtagswahlen in Sachsen, Brandenburg und Thüringen nicht aus. Sie stellt auf dem CDU-Parteitag in Leipzig die Machtfrage gegen den Hipster Merz und bleibt vorerst im Amt.

Die rechtsextreme Gewalt ist ein immer größeres Problem in unserem Land. Dies zeigt sich u.a. im Anschlag für die Synagoge in Halle und im Mord von Walter Lübcke, dem Kasseler Regierungspräsidenten.

 

Das vergangene Jahr war aber auch geprägt von Demonstrationen aus den unterschiedlichsten Gründen.

 

Weltweit sorgt die Bewegung „Fridays for future“ für Aufsehen. Das Klima war DAS THEMA des letzten Jahres und wird uns mit Sicherheit auch weiter beschäftigen.

 

Im letzten Jahr gab es extreme Minustemperaturen in den USA von fast minus 40 Grad Celsius, Teile der Niagarafälle froren ein. Auf Grönland schmelzen großer Gletschermassen aufgrund der ungewöhnlich hohen Temperaturen ab.

 

Im März fegt der schwere Tropensturm Idai  über Mosambik. In Simbabwe starben mehr als 200 Elefanten an den Folgen extremer Dürre. Der Regenwald brennt: Im Amazonasgebiet wüten im September die schlimmsten Waldbrände und

hunderte Hektar Urwald fallen den Flammen zum Opfer.

 

Bei wochenlanger Dürre in Brandenburg wird das Wasser knapp. Auf den Bahamas wütet der Hurrikan Dorian im September besonders schwer. Der Markusplatz in Venedig wird im November besonders schwer vom Hochwasser betroffen.

Verheerende Buschbrände wüten seit Wochen in South West Wales in Australien.

 

Ein Ende ist derzeit nicht abzusehen. Dennoch die Klimakonferenz endet in Madrid mit einem Desaster.

Einige Länder denken immer noch, dass der Klimawandel nur mit einem VISUM über die eigene Grenze gelassen wird…

 

Die 16-jährige schwedische Umweltaktivisten Greta Thunberg überquerte den Atlantik auf einer Segeljacht und ihre hochemotionale Rede auf dem Klimagipfel der Vereinten Nationen in New York am 23. September fand internationale Beachtung.

„Wie könnt ihr es wagen?“, rief sie immer wieder.

 

Gestattet mir ein Zitat von Dieter Nuhr:

„Sie war nicht nur für das Time Magazin die Person des Jahres sondern auch für mich. Auch inhaltlich äußerte sich Nuhr.

 

Er höre wie Thunberg auf die Wissenschaften – allerdings auch auf Wirtschafts- und Geschichtswissenschaften. „Wenn wir das tun, was unsere Klima-Aktivisten fordern, nämlich nicht weniger als die Abschaffung des globalisierten Welthandels,

dann wird die Weltwirtschaft in eine Krise fallen, die Milliarden Menschen zurückwirft in die Armut.

Und das werden die sich nicht gefallen lassen.“ Es werde Kriege geben.

Zitat Ende:

 

Am Ende ist das richtige Augenmaß das wichtigste. Leider haben das unsere bereits genannten zwei Präsidenten/Minister nicht —Kriegsgefahr–!

 

 

Uns ist allen klar, dass dringender Handlungsbedarf besteht.

Die Frage ist nur, ist das, was unseren Politikern bisher eingefallen, wirklich hilfreich….? Helfen Preisanstiege für Heizöl und Kraftstoff, das Klima nachhaltig zu verbessern ?

Helfen Fahrverbote für Dieselkraftstoffe ? …und welche Länder sind die Problemländer – die Blockierer..…?

 

Zu Massenprotesten kommt es in der chinesischen Sonderverwaltungszone Hongkong gegen die Peking-hörige Regierung. Ein Gesetz, dass die Auslieferung von Straftätern an China ermöglichen soll, war hier der Auslöser.

Das Gesetz wurde zwar zurückgenommen, die Proteste aber gehen weiter. Mittlerweile geht es hier um den wachsenden Einfluß Chinas. Dieses Thema wird uns sicherlich auch in 2020 weiter begleiten.

 

In der schwierigen Zeit des Brexits in Großbritannien ist im Juli des Jahres „Schluß „ für Theresa May.

 

Unter Tränen gibt sie ihren Rücktritt bekannt. Nachfolger ist Boris Johnson, der als Brexit-Hardliner gilt.

Mit einem überwältigenden Ergebnis wird er durch die Briten im Amt bestätigt und er verkündet, dass nun der Weg für den Brexit „ohne Wenn´s, ohne Aber‘s, ohne Vielleicht´s“ frei sei. Wir werden sehen, ob der EU-Austritt am 31. Januar auch vollzogen wird.

 

Donald Trump twittert weiter größenwahnsinnig durch die Welt. Eine der grotesken Randepisoden war sein Plan, Grönland zu kaufen.

 

Flucht, Terror und Kriege bestimmten leider auch wieder die Schlagzeilen im Jahr 2019. Die deutsche Kapitänin Carola Rackete läuft trotz Verbot der italienischen Behörden mit 53 Flüchtlingen und Migranten an Bord in Lampedusa ein.

Nach drei Tagen wird der Haftbefehl gegen sie wieder aufgehoben.

 

Geschockt war die ganze Welt am Abend des 15. April – ein Großbrand zerstört Teile der Kathedrale Notre-Dame in Paris, die seit 1991 zum Unesco-Weltkulturerbe gehört. Das höchste Bauteil der Kirche, der Vierungsturm stürzte vollständig in sich zusammen.

Der französische Präsident kündigte sogleich den Wiederaufbau der Kathedrale an.

 

Die deutschen Skispringer, allen voran Markus Eichenbichler, starteten erfolgreich ins Sportjahr 2019. Eisenbichler sicherte sich Rang 2 bei der Vierschanzentournee und gewinnt bei der Weltmeisterschaft im März drei Goldmedaillen.

Beim Skifliegen in Planica setzte er noch einen drauf und landete erst nach 248 Metern – das bedeutet neuen Deutschen Rekord! Mit dieser Bilanz bereiteten die Skispringer ihrem Trainer, Werner Schuster, nach elf Jahren einen gelungenen Abschied.

 

Die Leichtathletik-WM 2019 fand in Doha statt, so wenig Zuschauer kamen zu den Wettkämpfen noch nie. Große Überraschung aus deutscher Sicht war Niklas Kauls. Er sorgte mit seinem Sieg im Zehnkampf für die Überraschung.

 

Der FC Liverpool gewinnt unter Trainer Jürgen Klopp die Champions League in Madrid.

 

Die US-Amerikanerin Lindsey Vonn gewinnt Bronze in der WM-Abfahrt und verkündet unter Tränen ihren Abschied. Der Norweger Aksel Lund Svindal beendet seine sportliche Karriere mit der Silber-Medaille in der Abfahrt.

Lewis Hamilton gewinnt seinen sechsten WM-Titel in der Formel 1 und ist damit einer der besten Formel-1-Piloten, die es je gab. Sebastian Vettel im Ferrari fuhr dagegen nur hinterher.

 

Basketball-Legende Dirk Nowitzki verkündet seinen Rücktritt und bestreitet am 10. April sein allerletztes NBA-Spiel nach 21 Jahren. Damit ist eine Ausnahmekarriere zu Ende gegangen. Für seine Leistungen wurde er mehrfach ausgezeichnet.

 

Uli Hoeneß gibt nach 40 Jahren an der operativen Spitze des FC Bayern seinen Präsidentenamt ab.

 

Und nicht zu vergessen, der 1. FC Union Berlin ist seit 2019 der erstmalige Aufstieg in die Bundesliga geglückt. Damit hat Berlin zwei Fußballvereine in der ersten Bundesliga.

 

Von berühmten Persönlichkeiten mussten wir 2019 Abschied nehmen. Unter anderem vom langjährigen Manager des FC Schalke 04, Rudi Assauer. Er starb im Alter von 74 Jahren. Für seinen offenen Umgang mit seiner Alzheimer-Erkrankung bekam er viel Respekt.

Die Formel-1-Welt trauert um Niki Lauda, er starb mit 70 Jahren nach langem Kampf im Krankenhaus. Im April ist die Berliner Rallyefahrerin und Weltenbummlerin Heidi Hetzer gestorben.

 

Siegmund Jähn flog als erster Deutscher 1978 ins All. Der Kosmonaut genoss große Popularität in der DDR, er blieb immer bescheiden und starb im September im Alter von 82 Jahren.

Jacques Chirac prägte die französische Politik über vier Jahrzehnte. Chirac wurde 86 Jahre und verstarb im September. Der SPD-Politiker Manfred Stolpe ist im Dezember im Alter von 83 Jahren verstorben.

 

Die Liste der Verstorbenen ist lang, unter anderem starben der Modeschöpfer Karl Lagerfeld. Zu seinen Markenzeichen gehörten schwarze Sonnenbrille, weißgepuderte Haare, Vatermörderkragen und fingerlose Handschuhe.

Die Schauspielerinnen Hannelore Elsner, Doris Day, Ursula Karusseit sind von uns gegangen. Völlig unerwartet starb die Schauspielerin Lisa Martinek im Juni. Die dreifache Mutter wurde nur 47 Jahre alt.

 

Die britische Autorin Rosamunde Pilcher starb im Februar mit 94 Jahren.

 

Schlagerstar Costa Cordalis starb im Alter von 75 Jahren in seiner Wahlheimat Mallorca. Die „goldene Stimme aus Prag“ Karel Gott verlor am 1. Oktober den Kampf gegen den Krebs.

Er stand fast 60 Jahre auf der Bühne und wurde mit der Titelmelodie zur Zeichentrickserie „Biene Maja“ für Generationen deutschsprachiger Kinder bekannt.

Auch die „Roxette“-Sängerin, Marie Fedriksson verlor ihren langen Kampf gegen den Krebs, sie wurde nur 61 Jahre alt.

 

Nach der Traumhochzeit von Prinz Harry und Herzogin Meghan im Jahr 2018 wurde ihr erstes Kind, Archie Mountbatten-Windsor am 6. Mai 2019 geboren. Heidi Klum heiratet den deutschen Popstar, Tom Kaulitz.

Thomas Gottschalk trennt sich nach 40 Jahren von seiner Ehefrau Thea.

 

Berlin bekam einen zusätzlichen Feiertag und zwar den Internationalen Frauentag am 8. März. Damit ist Berlin das erste Bundesland, dass den Tag offiziell als Feiertag einführt.

 

Die Oscar-Verleihung besuchte Lady Gaga als Single, ging aber mit einem Oscar 😊.

 

Der Reiseveranstalter Thomas Cook meldet im Sommer Insolvenz an und viele Kunden werden wohl auf Ihren Kosten sitzen bleiben.

 

Im Berliner Zoo erblicken am 31. August Panda Zwillinge das Licht der Welt. Man darf gespannt, wann sie das erste Mal der Öffentlichkeit gezeigt werden. Die Besucherzahlen des Zoos wird’s freuen.

 

Laut Weltglücksreport 2019 leben die glücklichsten Menschen in Finnland, Deutschland rangiert auf Platz 17

 

 

Es gäbe noch viel mehr zu berichten, aber ich möchte mich endgültig von 2019 verabschieden.

 

Freuen wir uns auf die Herausforderungen im neuen Jahr und im neuen Jahrzehnt.

 

Seien wir dankbar, dass wir über 70 Jahre in Frieden leben durften, zeigen wir Menschlichkeit und Solidarität im täglichen Umgang miteinander.

Rufen wir uns die Fähigkeit zurück, von all dem Guten ein Stück abzugeben und damit die Welt wieder ein Stück besser werden zu lassen.

 

So ähnlich habe ich meinen Brief im letzten Jahr beendet, aber ich finde, die Zeilen haben nach wie vor Gültigkeit und so möchte ich auch meinen Brief in diesem Jahr damit abschließen.

 

Ich wünsche Ihnen ein erfolgreiches und friedliches Jahr 2020, verbunden mit persönlichem Erfolg und einer Portion Glück, aber vor allem Gesundheit

 

In diesem Sinne, mit Sinn und Verstand 😊 in die „goldenen 20er“….

 

Ihr/Euer

 

 
Jürgen Gangl

General Manager

 

T: +49 30 2389 0, D: +49 30 2389 4100

juergen.gangl@parkinn-berlin.com

www.parkinn-berlin.com

Alexanderplatz 7, D-10178 Berlin, Germany

Ja dann Proscht Neujahr!

Zuerst wünsche ich allen Leserinnen und Lesern dieser Zeilen ein frohes Jahr 2020 mit viel Gesundheit und Zufriedenheit.

 

Für mich ist es nach wie vor selbstverständlich, die Damen vor den Herren anzureden oder anzuschreiben.

 

Dies hat für mich auch etwas mit Stil zu tun und ich brauche dazu keine Anregungen – egal von welcher Seite.

 

Ich habe von Kindheit an gelernt, dass ich mich bedanke, wenn mir jemand etwas Gutes tut.

Dies scheint mir oft verloren gegangen zu sein.

 

Neulich habe ich zu meiner Frau gesagt, Mensch hat der Stil, als ich wegen einer kurzen Erwähnung in einer Kolumne von mir eine Rückmeldung bekam.

 

Ich pflege mich auch grundsätzlich mit einer Antwort zu melden, wenn sich jemand mit einer Anfrage bei mir meldet.

 

Dies scheint auch im Geschäftsleben total verloren gegangen zu sein.

Wenn ich z.B. von Banken oder Versicherungen auf eine Anfrage einen vorgefertigten elektronischen Brief ohne Unterschrift bekomme, könnte ich derb gesprochen – kotzen.

 

Manches begreife ich auch Anfang des Jahres 2020 einfach nicht.

 

Am Silvesterabend z.B. ist mir aufgefallen, dass vor Mitternacht so viel geknallt wurde wie nie.

Das Feuerwerk um Mitternacht, war auch nicht geringer als die letzten Jahre.

Dies war, wie ich im Netz feststellen konnte, sicher nicht nur in Villingen so.

 

Eigentlich hatte ich nach allen Diskussionen im Internet und in den Zeitungen über die Böllerei gedacht, diesmal wird sicher weniger Zeug in die Luft gejagt.

 

Gedacht habe ich auch, dass alle, die für Friday for Future auf die Straße gehen, an der Böllerei nicht teilnehmen –vermutlich auch hier weit gefehlt.

 

Ich habe mir ja fast total abgewöhnt, irgendwelche Kommentare im  Internet oder Facebook Posts zu lesen.

 

Da wird ja in einem Stil miteinander umgegangen, der für mich einfach hahnebüchend ist.

 

Kann man denn keinen Anstand wahren oder in einer Art und Weise miteinander umgehen, die bei allen Auseinandersetzungen eigentlich zur Kultur gehören.

 

Erschrocken bin ich regelrecht, dass jetzt auch im Winter diese Food Festivals im Schwarzwald stattfinden.

Mit den Weihnachtsmärkten konnte ich ja noch leben, obwohl ich mir auch dort meistens ein viel frischeres Angebot wünsche – dies gilt auch für die Glühweine, die man eigentlich nicht trinken kann.

Da wird teilweise ein Wein verwendet, den man besser gleich in die Abflussrohre kippen sollte – da würden selbst die Innenstadtratten freiwillig verschwinden.

 

Heute Morgen sind wir beim Einkaufen wieder ein paar Miesepeter begegnet. Menschenskind man kann doch wenigstens am Anfang des Jahres versuchen mal zu lächeln oder Guten Morgen zu sagen.

 

Gestern beim Spaziergang an einem sehr begehrten Spazierweg habe ich zu meiner Frau gesagt, wenn jetzt mal jemand Guten Tag sagt – danke ich ihm von Herzen dafür – keine Chance.

 

Manchmal freut man sich aber auch über etwas.

 

So habe ich mich über Kevin Prince Boateng noch im alten Jahr gefreut.

Eigentlich konnte ich ihn ja überhaupt nicht „schmecken“ wie man bei uns im Badischen sagt.

 

Aber siehe da, ich lese auf der ersten Internetseite, dass er froh wäre, wenn seine Tattoos weg wären und er nie wieder solche machen lassen würde.

 

Einsicht ist der erste Weg zur Besserung und deshalb höre ich jetzt einfach auch auf zu schreiben.

 

In diesem Sinne gilt auch für 2020 L m a A – lächle mehr als Andere.

 

 

Weihnachten – innehalten und nachdenken.

Bild 2 Mal anklicken – unsere Weihnachtsgrippe, die wir vor Jahren von einem Wohltätigkeitseinsatz in Tansania mitgebracht haben –

geschnitz von Mr. Musch aus dem Busch.

 

Das Fest der Liebe!

 

Gestern habe ich den Begriff gelesen:

 

Weihnachten ist doch das Fest der Liebe!

 

Irgendwie hat mich dieser Satz beeindruckt und er lässt mich auch heute noch nicht los.

Ist Weihnachten das wirklich?

 

Bestimmt regt Weihnachten die Menschen dazu an, mal innehalten und nachzudenken.

Diese Erfahrung mache ich bei mir selbst.

Allerdings habe ich auch die Zeit dazu.

 

In der heute hektischen Zeit, haben die meisten Menschen, die im Arbeitsleben stehen diese Zeit einfach nicht, bzw. sie nehmen sie sich nicht.

 

Es wird heutzutage gejagt auf Teufel komm raus. Die Arbeitszeiten sind ja allgemein viel kürzer als früher, aber sehr oft reicht eben das monatliche Einkommen vielen nicht.

 

Was macht man dann – man jagt sich selbst weiter, weil man immer mehr braucht und sich immer mehr leisten will.

Oft ist auch Freizeitstress pur angesagt. Es ist wichtiger zwei Stunden an der Muckimaschine im Fitnessstudio zu verbringen, als mit den Kindern gemeinsam zu essen.

 

Denen gibt man halt Geld, damit sie ihre Bedürfnisse selbst befriedigen können.

 

Nur, wer hilft ihnen dabei?

 

Die wenigsten Eltern klären ihre Kinder darüber auf, was gesund ist oder nicht, weil die wenigsten selbst nicht wissen was gesund ist.

 

Nur der Geschmack ist natürlich total unterschiedlich, weil wir ja auf Grund unserer Umgebung in dieser Hinsicht durch die Werbung von vielen Seiten völlig falsch gepolt werden.

 

Es ist geradezu fürchterlich, wie die tägliche Kost dazu benützt wird, aufeinander loszugehen. Da werden Fleischesser von den Veganern oder Vegetariern beschimpft und umgekehrt werden diese herabschätzend als „Körnlefresser“ bezeichnet.

 

Keiner überlegt dabei, was er damit den Kindern antut, wenn man versucht, diese in eine bestimmte Schablone zu pressen.

 

Geht doch mit den Kindern mal in ein Gasthaus von dem man weiß, dass frisch und regional gekocht wird.

 

Lauft doch mit den Kindern mal über den Markt und zeigt ihnen welche Produkte im Moment Saison haben, wie zum Beispiel ein Rotkohlkopf oder eine Karotte aussehen.

Gebt doch den Kindern zu Hause was rechtes zu essen und schimpft nicht nur über den „Fraß“ in der Schulkantine.

 

Wehrt euch dagegen, wenn es tatsächlich so etwas geben sollte.

 

Mir hat es in meinem Leben eigentlich an nichts gefehlt, ich hatte immer genug zu essen und zu trinken, manchmal war es auch zu viel.

 

Jetzt darf ich dafür ein Diabetes – Seminar mitmachen und im Alter meinen Wohlstandsbauch abhungern.

 

Ich bereue keine einzige gute Speise, die ich gegessen habe, ich bereue aber, dass sie manchmal eben nicht gut oder gesund war.

 

Heute habe ich zu Hause eine sehr gute Köchin und wenn ich in ein Gasthaus gehe, gehe ich nur noch dahin, wo ich weiß, dass frisch gekocht wird.

 

Heute denke ich auch ganz anders darüber, dass Genuss auch im Mäßigen liegen kann – früher hat mich das doch gar nicht interessiert.

 

Also liebe Leserin und lieber Leser dieser Zeilen – man lernt tatsächlich im Laufe des Lebens dazu und dann kommt einfach auch die Erkenntnis, dass Weihnachten ein Fest der Liebe ist und hoffentlich auch bleibt.

 

Noch schöner wäre natürlich, wenn wir alle im Laufe des Jahres so miteinander umgehen, dass wir uns auf „Weihnachten“ freuen können.

 

In diesem Sinne wünschen ein frohes Weihnachtsfest 2019 und einen guten Rutsch ins Jahr 2020

 

Uli und Marianne Lochar

Piemontreise 2020

Liebe Genuss – und Weinfreunde,

 

ich bin schon wieder gefragt worden, ob es 2020 eine Reise ins Piemont gibt.

 

So lange wir können und Interessierte da sind machen wir dies gerne, weil es auch für uns ein Erlebnis ist mit netten Menschen

zusammen zu sein und zu genießen.

 

Allerdings habe ich keine Lust Leute zu suchen.

 

Die Reise habe ich geplant von Donnerstag, 21.05. 2020 bis  Sonntag, 24.05.2020.

 

Wir wohnen wieder im Da Fabiana in Bossolasco.

 

Natürlich gehen wir auch wieder zu meinem Freund Marco Savigliano, dies bin ich ihm einfach auch schuldig.

 

Er kümmert sich ja auch die ganzen Tage vorbildlich um uns.

 

Ansonsten wird es ein neues Programm geben.

 

Das Piemont hat noch viel zu bieten – ich hör ja jetzt schon Stimmen, die sagen, aber zur Haselnussfarm Regale und zu Olio Desiderio müssen wir

doch – mal sehen wie sich meine Planung entwickelt.

 

Marianne und ich wollen aber auch gerne Neues sehen und kennenlernen und deshalb wird es auch einiges Neues geben.

 

Ich schreibe dies an viele, die schon einmal oder mehrere Male dabei waren, erwarte aber in keiner Weise, dass sie wieder dabei sind.

 

Nun wisst ihr ja, dass wir nur nette Menschen mitnehmen wollen und deshalb schreibe ich euch an.

 

Vielleicht kennt ihr ja jemanden, der interessiert ist und dabei sein möchte.

 

Fühlt euch aber bitte nicht verpflichtet mir zu schreiben, dass es bei euch leider nicht geht usw. – ich kann vollkommen verstehen, wenn ihr sagt, wir waren mal dabei und dann ist ja genug.

 

Bis 15.Dezember 2019 können sich Interessierte bei mir unter Lochar@t-online.de melden oder unter Tel. 07721 508950

 

Wenn sich bis da nicht genug Interessierte gemeldet haben, machen wir die Reise nicht und dann geht die Welt auch nicht unter.

In meinem Block findet ihr auch viele Angaben zu unseren bisherigen Reisen ins Piemont.

 

Jetzt wünschen wir allen, die diese Zeilen lesen, eine schöne vorweihnachtliche Zeit und grüßen herzlich

 

Uli und Marianne Lochar

 

 

 

Keine Forelle oder was ???

Neulich hat mich ein Bekannter gefragt, ob ich ihm im Raum Villingen – Schwenningen ein Lokal empfehlen könnte, das frische Forellen anbietet.

 

Mir ist spontan und auch nach längerer Überlegung keines eingefallen und dies hat mich zum Nachdenken gebracht.

Welcher Fisch fühlt sich im Normalfall in den Schwarzwälder Gewässern wohl – eigentlich doch seit Jahrhunderten die Forelle.

 

Ich erinnere mich mit Freuden an meine Kindheit in der Wiedlegasse in Schönau im Wiesental und den Fischer Moser.

Ganz besonders, wenn Herr Moser den Seitenkanal der Wiese abgefischt hat und wir ihm dabei zusehen und helfen durften.

Mein Sternenbruder Gerd hatte dabei eine Fingerfertigkeit, die ich heute noch bewundere und dem Fischer Moser fing seine Pfeife richtig an zu glühen, wenn er dies gesehen hat.

 

Früher gab es einfach in fast jedem Lokal in der Region frische Forellen in den klassischen Zubereitungsarten blau und Müllerin oder mit Mandeln auf der Karte.

Dies hat sehr nach gelassen, weil die Forelle vermutlich nicht mehr den Namen hat, den sie mal hatte und wir außerdem alle möglichen Fische von der ganzen Welt kaufen können.

 

Vielleicht sollten wir im Schwarzwald ja mal eine Werbekampagne für die Forelle starten, genug Forellenteiche gibt es ja.

 

Natürlich gehört dazu, dass die Forelle dem Gast so serviert wird, dass er nicht mit den Gräten geplagt wird, weil dies sehr unangenehm sein kann.

Vielleicht scheuen sich ja auch viele Lokale die Forelle anzubieten, weil sie niemanden haben, der sie vor den Augen der Gäste fachgerecht zerlegt was man als filetieren bzw. filieren bezeichnet.

Ein Küchenmeisterkollege hat mir mal erzählt, dass in der Küche der Fisch filetiert wird und im Restaurant filiert.

 

Wir haben das zu meiner Zeit an der Landesberufsschule in VS – Villingen immer mit den Schülern gemacht und es war jedes Mal eine schöne Unterrichtseinheit und die Schüler waren mit großem Eifer dabei.

 

Dank des Internets kann ja heute jeder lernen, wie die Forelle richtig filiert wird und ist nicht gezwungen sie so lange am Schwanz zu schütteln bis auch der letzte Fleischrest abgefallen ist.

 

Spaß beiseite, natürlich sollte man die Gäste fragen, ob man ihnen die Forelle filieren soll und wenn man es nicht kann, sollte man es so lange als Mitarbeiteressen vorher üben, bis es klappt.

Eine Forelle reicht in diesem Fall meistens für 2 Personen.

 

In Perfektion wird die Forelle ja im Restaurant Tannenmühle in Grafenhausen bei Familie Baschnagel angeboten .

In mehreren Becken werden dort hunderte Forellen im Schwarzwald – Wasser gezüchtet und danach auf viele Arten im Restaurant angeboten.

Ein Besuch dort lohnt sich immer.

Schwarzwaldgasthof Hotel Tannenmühle

Tannenmühleweg 5

79865 Grafenhausen

Deutschland

Speisen im Schwarzwaldgasthof

Bekannt für die Forellenspezialitäten verwöhnt Sie unser Junior-Chef Lorenz Baschnagel.

Öffnungszeiten:

Mittwoch bis Sonntag: 11.15 Uhr bis 20.30 Uhr warme Küche (14.00 Uhr bis 17.30 Uhr kleine Karte)

Montag und Dienstag Ruhetag

Tischreservierung bitte nur telefonisch:  +49 7748 – 215

 

 

Die Frage meines Bekannten aus dem Villinger Raum  hat mich dazu veranlasst auf meiner Facebook – Seite die Frage zu stellen, ob mir jemand ein Lokal empfehlen kann, wo frische Forellen angeboten werden.

 

Obwohl ich öffentlich gefragt habe, habe ich nur 3 Antworten bekommen und die empfohlenen Lokale gebe ich hiermit gerne weiter:

 

Ich zweifle keinen Moment daran, dass in der Sennhütte die Forellen erstklassig zubereitet und perfekt serviert werden.

Seit vielen Jahren schätze ich dieses Haus sehr  – siehe meine Kolumne

 

Restaurant   Cafe   Restaurant

Sennhütte

Familie Grether

Schwand Nr. 14

79692 Kleines Wiesental-Schwand

Tel.: 07629 91020

www.sennhuette.com

 

Gasthaus Hirschen Todtnau – Brandenberg

Die Familie Spürgin bietet die frischen Forellen auf die klassische Art an und eine Forelle speziell mit Kracherle und Speck was mit Sicherheit etwas Besonderes ist.

Kai Spürgin bereitet die Forellen aus der vorbeifließenden Wiese sicher sehr gut zu und seine nette Frau serviert sie mit ihren Mitarbeiterinnen auf liebevolle Art.

Hotel Gasthaus Hirschen

Kapellenstraße 1

79674 Todtnau-Brandenberg

Telefon: +49 7671 1844

info@hirschen-brandenberg.de

Öffnungszeiten

Mittwoch bis Sonntag  geöffnet

Ruhetage  Montag & Dienstag  außer Feiertags.

www.hirschen-brandenberg.de

 

Eine nette frühere Schülerin von mir hat mir noch einen Forellentipp gegeben:

Fischerhütte in Tiefenstein mit eigenem Fischteich

Ich muss ehrlich gestehen, dass ich erst fragen musste, wo Tiefenstein ist.

 

Das ist bei Oberwihl – Niderwihl im Albtal Hotzenwald

Natürlich habe ich gegoogelt und auch die Anschrift gefunden:

Restaurant Fischerhütte Cafe

Tiefenstein 57

79733 Görwihl

Telefon: 07754 7711

 

Nicht unerwähnt lassen möchte ich, dass mir eine Leserin noch eine Forellenzucht in Unterkirnach empfohlen hat:

Charlotte Fassnacht Fischzucht  Schlegeltal 4

78089 Unterkirnach

 

Ich hoffe, dass ich mit meinem Beitrag zur Forelle Lust darauf mache, die heimische Forelle anzubieten, weil es sicher viele Gäste gibt, die sie lieber essen würden als einen Vietnamesischen Zuchtfisch namens Pangasius, der immer mehr zu meinem Entsetzen auf Speisekarten im Schwarzwald zu finden ist.

So etwas würde ich nie mehr essen – einmal probiert und dann nie mehr.

 

Leider kann ich meinem Bekannten im Raum Villingen – Schwenningen keine Forellen – Empfehlung geben, weil ich keine bekommen habe.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


© Hans Ulrich Lochar 2020