Vorsätze für`s Neue Jahr.

 

Was wünschen wir uns, was nehmen wir uns vor, was wird uns das neue Jahr bringen?

 

Fragen über Fragen und das was wir beantworten können sind vielleicht einige Wünsche und Vorsätze, die wir kennen, die große Frage ist aber, ob die Wünsche in Erfüllung gehen und wir die Vorsätze einhalten.

Da frägt man sich selbst !

Was ist dein größter Wunsch?

 

Mein größter Wunsch ist nach einem Gespräch mit meinen Enkeln Benedikt und Jonathan an Weihnachten, dass die jungen Menschen in der ganzen Welt erkennen, dass Krieg was völlig irrsinniges ist und sie sich deshalb  zusammen tun und sagen:

 

Mit uns nicht mehr! Wir sind nicht bereit, eure fanatischen Religionskriege zu akzeptieren, geschweige denn zu finanzieren.

 

Wir möchten in Frieden und Freundschaft zusammen leben und nicht mit Hass und Unvernunft.

 

Der erste Weg dazu wäre, dass allen jungen Menschen erlaubt ist, ihre Meinung zu äußern.

 

Ich freue mich darüber, dass dies in Deutschland möglich ist, zweifle aber daran, dass dies überall so gemacht wird.

 

Gerade die Corona – Zeit sollte uns alle eigentlich zum Nachdenken bringen.

 

War das alles richtig was wir in den letzten Jahrzehnten gemacht haben?

 

War es richtig, dass viele den Freizeitwert für sich in den Vordergrund gestellt haben und dabei zum Beispiel die Erziehung der Kinder vergessen haben?

 

War es richtig, dass viele meinten, sie müssten ihre Kinder antiautoritär erziehen?

 

War es richtig, dass man den Kindern nicht mehr beibringt, wie richtig gegessen wird?

 

War es richtig, dass man Kindern nicht mehr sagen darf, bis hierher und nicht weiter?

 

Die Basis eines Menschen wird in der Familie gelegt und ich bin meiner Mutter sehr dankbar dafür, dass sie mich zu einem einigermaßen vernünftigen Menschen erzogen hat.

 

Meine Eltern waren geschieden und dies hat mein Leben auch entscheidend beeinflusst. Es war vor allen in meinen Kindheits – und Jugendjahren eine große Belastung dies mitzuerleben und ich kann nur dafür appellieren tut es, wenn möglich, euren Kindern nicht an.

 

Krieg in der Familie ist etwas unmögliches, dann lieber die Konsequenzen ziehen und auseinander gehen, obwohl dies für jedes Kind sehr hart ist, wenn man es vielleicht auch nicht sieht.

 

Die Umgebung ist natürlich auch sehr wichtig.

 

Die Erwachsenen tragen Kindern gegenüber dazu bei, wie sie sich entwickeln.

 

Dazu gehören auch die Erzieherinnen und Erzieher und die Lehrerinnen und Lehrer.

 

Bei allem fachlichen Können, die diese haben müssen, ist es auch wichtig, dass es bei ihnen „menschelet“.

 

Wenn die Pädagogen keine Lust haben, mit Menschen umzugehen, sollten sie zu Hause bleiben und mit den Kochtöpfen sprechen.

 

Ein Kind braucht Zuneigung und man verliert gar nichts an Respekt, wenn man Kindern ein Lächeln und ein Guten Tag schenkt.

 

Kinder sind unsere Zukunft und ich wünsche ihnen, dass es ihnen gelingt, alles Fanatische aus ihren Köpfen zu verbannen.

 

Warum brauchen wir noch einzelne Religionsunterrichte der verschiedenen Glaubensrichtungen?

 

Egal ob Jesus, Mohamed oder Buddha alle hätten sicher etwas dagegen, wenn es einseitig und fanatisch gemacht wird.

 

Warum wird überall nicht ein Fach mit dem Titel:

 

„ Auf das Leben vorbereiten “

unterrichtet?

 

In ein Religionsgespräch können die Kinder ja in ihrer Freizeit zu den einzelnen Glaubensrichtungen gehen, wenn sie es möchten.

 

Wenn ich mir überlege, was man im Fach  „Lebensvorbereitung“  alles in den Lehrplan packen könnte, müsste ich noch zwei Seiten schreiben.

 

Das Wichtigste wäre natürlich, ihnen verständlich klar zu machen, dass Rassismus etwas völlig sinnloses ist.

 

Es geht nicht darum Kindern eine Note in Religion zu geben, sondern Kinder davon zu überzeugen, dass ein anständiges Leben sehr wichtig ist.

 

Mir fehlt jegliches Verständnis dafür, den Glauben der Kinder mit Noten zu beurteilen und deshalb geht mir heute noch das Messer im Sack auf, als einer meiner Enkel im Alter von 10 Jahren  mal mit einer 3 in Religion im Zeugnis nach Hause kam, obwohl er nie gefehlt hat und sicher auch nicht unaufmerksam war.

 

Ich bin auf die Idee gekommen diese Kolumne zu schreiben, weil ich über Weihnachten das Zusammensein mit meinen Enkeln so richtig genossen habe – zwei tolle Kerle, die von den Eltern prima erzogen wurden und werden.

 

Liebe Leserinnen und Leser dieser  Kolumne.

 

Ich wünsche euch einen guten Rutsch ins Jahr 2021 und bitte sorgt dafür, dass ihr jungen Menschen durch euer Verhalten die Möglichkeit gebt, sich an euch ein Beispiel zu nehmen.

 

Uli Lochar

 

 

 

 

 

 

 

 

10 Jahre

 

Der 17. November 2010 wird mir unvergessen bleiben.

 

Ich bin an diesem Tag bei größtem Schneetreiben zu Fuß Richtung

 

Landesberufsschule für das Hotel – und Gaststättengewerbe – im Villinger Volksmund – Hofa – genannt gelaufen.

 

Plötzlich lief eine Frau ganz schnell an mir vorbei und ich bin dadurch etwas erschrocken.

 

Langsam, langsam meine Dame sagte ich zu ihr, worauf sie mir sagte, dass sie dringend in die Klinik muss, weil es heute viel Arbeit gibt.

Sie war Ärztin am damaligen Krankenhaus in Villingen, das auf meinem Weg zur Schule lag.

 

Aufgrund des Schneefalls habe ich dann zu ihr gesagt, ja meinen Sie, dass heute viele Patienten mit Knochenbrüchen hereinkommen.

Nein, hat sie gesagt, mit Herzinfarkten.

 

Ich war darüber etwas verwundert, musste am Abend aber feststellen, dass es bittere Wahrheit wurde.

 

Als ich von der Lehrerfeier nach Hause kam hat mir meine Frau mitgeteilt, dass mein Schulkamerad, Rolf Stamm, in Schönau meiner Heimatstadt, beim Schnee schaufeln einen Herzinfarkt erlitten hat und verstorben ist.

 

Es war für mich ein Schock, weil ich den Rolf sehr  mochte  und deshalb vergesse ich dieses Datum nie.

 

Natürlich vergesse ich auch nicht, dass ich an diesem Tag meine letzte Unterrichtsstunde an meiner geliebten „ HOFA“ gehalten habe.

 

Dies wurde aber durch den Tod meines Schulkameraden zur Nebensache.

 

Menschenskind und jetzt sind schon wieder 10 Jahre vergangen.

 

10 Jahre, die mir vom lieben Gott geschenkt wurden, wofür ich sehr dankbar bin.

 

10 Jahre, in denen sich für mich sehr viel verändert hat.

 

Ich durfte in diesen zehn Jahren fast nur positives erleben und dafür trägt nicht zuletzt meine liebe Frau Marianne und unsere Tochter Sabine mit ihrem Mann Jörg und unseren tollen Enkeln Benedikt und Jonathan bei.

 

10 Jahre, in denen ich viele Begegnungen mit netten Menschen hatte, mit anderen treffe ich mich schon gar nicht.

 

Im Moment tut es mir natürlich schon leid, dass ich mit Freunden und Bekannten, die Geselligkeit nicht mehr so pflegen kann, wie ich es so gerne möchte.

Aber liebe Freundinnen und Freunde und alle, die wissen, dass ich mich freue, wenn ich sie treffe, es kommen auch wieder andere Zeiten.

 

10 Jahre, in denen sich sehr nette Menschen aus meinem Bekanntenkreis von uns und von dieser Welt verabschiedet haben, an einige denke ich täglich.

 

10 Jahre, die ich genießen durfte, weil ich, abgesehen von einigen Zipperlein, gesund war.

 

Selbst ein kleines Karzinömchen im vergangenen Jahr hat mich nicht aus der Bahn geschmissen und ich danke den Ärzten im Schwarzwald- Baar -Klinikum und ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, dass sie mich bei meinen Kurz – Aufenthalten immer bestens betreuen.

 

Mein Arzt Dr. Meyen sorgt auch immer dafür, dass ich fit bleibe.

 

10 Jahre in denen ich hoffentlich  durch meine vielfachen „Schreibereien“     einigen auch ein Lächeln auf das Gesicht gezaubert habe.

 

10 Jahre, die ich nicht missen möchte und ich hoffe und wünsche, dass

ich noch einige Jahre zusammen mit meiner Familie und vielen lieben

und netten Menschen genießen darf.

Uli Lochar im Dezember 2020

 

Schenk Menschen, die dir wichtig sind, deine Zeit.

Nimm dir Zeit, zu lieben,

miteinander zu sprechen,

zu teilen, was euch verbindet.

Zeige deine Liebe, suche die Nähe

und verschenke eine innige Umarmung.

Schätze die Augenblicke, die du mit deinen Lieben verbringst.

Sie sind kostbar und unwiederbringlich.

 

Mit diesem Kalenderspruch wünschen wir allen Leserinnen und Lesern meiner Internetseite, allen Verwandten, Freunden und Bekannten

ein frohes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins Jahr 2021 verbunden mit dem Wunsch, dass wir uns in diesem gesund wieder sehen und miteinander ein  „Schwätzle“ halten dürfen.

 

Marianne und Uli Lochar

 

 

 

 

 

 

 

Klar denken statt Querdenken.

 

Ich freue mich, dass ich mit dieser Kolumne einen sehr kompetenten Beitrag zu Covid 19 beitragen kann!

 

Liebe Leser von Uli’s Kolumne!

 

Uli Lochar und ich sind seit Kindesbeinen miteinander befreundet. Wir sind zusammen in Schönau aufgewachsen und pflegen bis heute einen regen Kontakt. Bei einem unserer Telefonate kamen wir natürlich auch auf das Thema „Corona“ zu sprechen.

Da ich beruflich einige Jahre in Taiwan lebte und auch heute noch gute Verbindungen zu ehemaligen Kollegen in der Volksrepublik habe, erwähnte ich in unserem Gespräch, wie gut Taiwan bis jetzt die Corona-Pandemie gemeistert hat.

Daraufhin bat mich Uli, in seiner Kolumne meine Erfahrungen und Einschätzungen zu dieser Tatsache darzulegen. Und dieser Bitte folge ich natürlich gerne.

 

Warum nicht mal was von anderen lernen.

Die Corona-Pandemie ist zur Zeit in aller Munde und beschäftigt uns weltweit. Die verschiedenen Länder haben unterschiedliche Konzepte der Bekämpfung dieser Virus-Erkrankung. Manche kommen damit besser klar, andere schlechter.

Ich denke, wir in Deutschland können relativ zufrieden sein, unser Gesundheitssystem ist noch nicht überlastet und die Bevölkerung hält sich, von Ausnahmen abgesehen, an die Vorgaben. Aber wir haben doch täglich eine hohe und immer noch steigende Anzahl von Neu-Infektionen und Toten zu beklagen.

Da mag es sich doch lohnen, einmal einen Blick auf andere Länder zu werfen, die bis jetzt besser als wir durch die Pandemie gekommen sind und zu fragen, warum sie das so gut geschafft haben.

 

Vor vielen Jahren waren meine Frau und ich für einige Zeit beruflich in Taiwan tätig. Während unseres Aufenthaltes brach in ganz Südost-Asien und auch in Taiwan die SARS-Epidemie aus. SARS ist ebenfalls eine Virus-Infektion der Atemwege, allerdings waren damals weit weniger Menschen betroffen und auch die Sterblichkeit war bedeutend geringer als bei der jetzigen Corona-Pandemie.

 

Alle Bewohner und auch die politisch Verantwortlichen waren geschockt, verunsichert und wussten nicht, wie sie mit der Situation umgehen sollten. Langsam und etwas hilflos wurden die ersten Maßnahmen eingeleitet. Es wurde empfohlen, bei Besprechungen Mund-Nasen-Schutzmasken zu tragen, aber auch in Taiwan waren damals, im Jahre 2002, nicht genügend Masken vorhanden. Bei unseren Besuchen zu Hause haben wir Masken aus Deutschland mit nach Taiwan genommen. Der Flugverkehr wurde nicht eingeschränkt, aber an den Flughäfen wurden Fieber-Sensoren aufgestellt, welche bei allen Passagieren die Körpertemperatur gemessen haben. Hatte jemand Fieber, wurde er abgesondert und noch einmal von einem Arzt untersucht. Bestätigte sich nach dessen Meinung der SARS-Verdacht, wurde die betroffene Person in ein Krankenhaus eingeliefert, zusammen mit anderen SARS-Infizierten.

Unsere große Angst war damals, dass wir versehentlich in ein solches Krankenhaus kommen würden und dann durch den Kontakt mit Infizierten die Krankheit tatsächlich bekämen.

 

Unsere Firma sicherte uns damals zu, dass jeder Mitarbeiter, ohne Nachteile befürchten zu müssen, sofort nach Hause fliegen könne. Weiter wurde uns zugesichert, dass jeder Mitarbeiter bei einer eventuellen Infektion mit einer Privat-Maschine sofort nach Hause, nach Deutschland, gebracht werden würde. Das hat uns damals sehr beruhigt, keiner ist ausgeflogen und die Privat-Maschine wurde Gott sei Dank, auch nicht gebraucht.

Beim Betreten von öffentlichen Gebäuden, Supermärkten und Wohnblocks wurde jedem Besucher die Körpertemperatur im Ohr gemessen. Die Pförtner, die schon immer an den entsprechenden Eingängen saßen, nahmen diese Messungen vor, sie waren nicht geschult und konnten mit den Messgeräten nicht sachgerecht umgehen. Oft war die ganze Prozedur auch unhygienisch, da die Papierkappen auf den Messdüsen nicht bei jedem Besucher gewechselt wurden. Das alles wirkte ein bisschen hilflos, man tat es, um etwas zu tun.

Des Weiteren wurde empfohlen, auf die Hygiene zu achten und nach dem Toilettengang die Hände zu waschen. Über den Waschbecken der Toiletten wurden Anleitungen angebracht, wie man die Hände richtig wäscht, ähnlich wie dies heute bei uns auch gehandhabt wird.

 

Wir haben damals ein bisschen gelächelt, so in der Art: „Na, wissen denn die Taiwanesen nicht, wie man sich die Hände wäscht? Bei uns lernt das schon jedes Kind!“

 

Als der Sommer kam, verflog der SARS-Virus und ist bis heute nicht mehr in gefährlicher Art aufgetreten.

 

Mit dem Corona-Virus beschäftigen wir uns seit einem knappen Jahr. Seinen Anfang nahm dieser Virus, wie auch der SARS-Virus vor 18 Jahren, in China. Taiwan ist eine Insel und liegt direkt östlich neben dem chinesischen Festland. Taiwan wäre also prädestiniert, unvermittelt und stark, wie damals von dem SARS-Virus, betroffen zu sein.

 

Vor wenigen Wochen traf ich bei einer Projektbesprechung überraschenderweise einen alten Kollegen von meiner damaligen Zeit in Taiwan. Wir gingen abends zusammen Essen und sprachen über die alten Zeiten. Dieser Kollege ist Deutscher, ist verheiratet mit einer Taiwanerin und lebt in Taiwan. Natürlich kamen wir auch auf Corona zu sprechen. Er erzählte mir, dass Taiwan aus der damaligen SARS-Krise enorm viel gelernt habe und deshalb die jetzige Corona-Krise sehr gut meistere.

 

Er nannte mir ein Beispiel: Wenige Wochen vor unserem Gespräch flog er von Deutschland zurück nach Taiwan. Nach seiner Ankunft musste er sich sofort in eine 14-tägige Quarantäne begeben. Nach wenigen Tagen verließ er sein Haus, um einkaufen zu gehen. Unmittelbar nach dem Verlassen seines Hauses erhielt er einen Anruf auf seinem Handy vom taiwanesischen Gesundheitsamtes. Ein Mitarbeiter erkundigte sich, aus welchem Grund er gerade sein Haus verlassen habe. Mein Kollege erklärte dem Anrufer, er wolle in ein Lebensmittelgeschäft um etwas einzukaufen, in spätestens einer halben Stunde sei er wieder zu Hause, was er natürlich dann auch tat.

 

Das Erstaunliche war für meinen Kollegen, dass die Behörden sofort darüber informiert waren, dass er sein Haus verlassen hatte und dies auch sofort verfolgten.

Bei uns ist so eine genaue Überwachung sicher schwer durchsetzbar, aber in Taiwan hat sie mit dazu beigetragen, die Zahlen der Corona-Infizierten und Toten gering zu halten.

 

Ich habe die Fallzahlen in Worldometer gerade nochmal nachgesehen, sie sind aktuell, Stand Ende November 2020:

 

  Deutschland Taiwan
Einwohner 83 Mio. 23 Mio
Corona-Fälle 1.000.000 700
Todesfälle wegen/mit Corona 16.000 7

 

 

Der gewaltige Unterschied der Zahlen überrascht, vor Allem wenn man an die räumliche Nähe Taiwans zu China denkt. Natürlich muss berücksichtigt werden, dass Taiwan als Insel leichter zu schützen ist als ein Land mitten in Europa.

 

Wie hat Taiwan es geschafft, die Zahlen so niedrig zu halten:

–        von Anfang an waren genügend Masken für alle vorhanden

–        strikte Einreisesperre ins Land für alle Nicht-Taiwanesen bzw. Personen ohne Aufenthaltsgenehmigung

–        alle Einreisenden, egal aus welchem Land sie einreisen, müssen in eine 2-wöchige Quarantäne

–        genaueste Überwachung der Quarantäne

–        hohe Strafen bei Nichteinhaltung der Vorschriften

–        mit einer Bevölkerung, die ohne große Diskussionen notwendigen Anordnungen der Gesundheitsämter Folge leistet

 

Schon Ende 2019, als von einer Pandemie noch keine Rede war, wurden Personen aus dem Großraum Wuhan die Einreise verweigert.

 

Das öffentliche Leben wurde nur wenig eingeschränkt und die Wirtschaft hat vergleichsweise wenig gelitten.

 

Ich denke, wir hätten von Taiwan einiges lernen können, wie man mit einfachen, aber konsequent umgesetzten Mitteln eine Pandemie wirkungsvoll bekämpft.

 

Auch Taiwan ist eine Demokratie, aber dort spricht keiner darüber, dass seine Menschenrechte durch diese Maßnahmen auf das Massivste eingeschränkt wären. Es ist auch ein Menschenrecht, gesund leben zu können, ohne von anderen angesteckt zu werden. Ich denke, wir sollten vorsichtig sein mit unpassenden Vergleichen, wir leben in Deutschland in einer der freiesten Gesellschaften auf diesem Globus und Diskussionen darüber, dass wir uns wegen unserer Corona-Maßnahmen bzw. kleiner Einschränkungen der Versammlungsfreiheit auf dem Weg in eine Diktatur befänden, sind gänzlich unangebracht.

 

Da halte ich es lieber mit dem Slogan, der an einem Haus in Ludwigsburg angebracht war:

 

Klar denken statt Querdenken.

 

In diesem Sinne, kommen Sie gut durch diese Zeit und bleiben Sie gesund.

 

Hermann Steiger  Ludwigsburg

 

Ich möchte mich bei meinem Freund Hermann Steiger für diese sehr kompetente Kolumne für meine Internetseite bedanken.

Es erfüllt mich mit Stolz, dass ich dadurch sehr fachlich und sachlich zur Diskussion über die Corona Pandemie etwas beitragen kann.

Hermann und ich sind seit über 50 Jahren freundschaftlich verbunden und wir sind stolz darauf, dass wir seit dieser Zeit dem

Sternenclub Schönau n.e.V. angehören.

 

PU ERH ODER ER PUUUUUH

 

Eigentlich ist es ja toll, was man alles im Internet lernen kann.

 

Heute Morgen habe ich mich darüber informiert wie man den Pu Erh Tee trinken kann.

Bei meiner letzten Lieferung von Hanse Tee habe ich mir mal 100 Gramm schicken lassen.

Warum? Selbst in Men`s Health steht, dass er appetithemmend wirkt und ideal zum Abnehmen ist.

 

Das grausame Abnehmthema beschäftigt mich ja vermutlich seitdem ich auf der Welt bin und Dank 16 plus 8 habe ich in den letzten 3 Jahren eine Gewichtsabnahme von 15 kg geschafft.

 

Eigentlich hätte ich das vor fast 40 Jahren schon machen können, weil mir der Amtsarzt bei meiner Anstellung in den Staatsdienst gesagt hat, dass ich für eine Verbeamtung zu viel Gewicht habe.

 

Was soll ich tun für das Abnehmen? und darauf  hat der Arzt vom Gesundheitsamt zu mir gesagt – einfach nach 15 Uhr nichts mehr essen.

 

Das fiel mir dann doch schwer und ich habe mich dafür entschieden ca. 10 verschiedene Bücher über das Abnehmen im Laufe der Jahre zu kaufen und bei der Befolgung deren Regeln mindestens 10 mal 10 kg abgenommen und danach richtig wieder draufgefressen – Entschuldigung ich kann nicht anders dazu sagen.

 

Als ich dann mal Dr. Hirschhausen vor 3 Jahren plötzlich schlank und rank gesehen habe, ist mir die Idee gekommen, das mal zu versuchen und siehe da, es klappt bis heute.

 

Damit ich ja nicht in Versuchung komme wieder in meinen alten Rhythmus zu fallen wird hauptsächlich nach 16 plus 8 gelebt, obwohl ich wie jeder weiß, gerne genieße.

 

Ich habe auch im Netz viel über diese Abnehmmethode gelesen und neulich ist mir dann der Pu Erh Tee in einem Kommentar aufgefallen.

Bei meiner letzten Teebestellung bei Rainer Schmidt habe ich dann geschaut, ob Hanse Tee ihn im Angebot hat und siehe da, es war der Fall.

 

Also nichts wie her mit dem Zeug und gleich mal probiert. Mir hat es ja fast sämtliche Geschmackssinne getötet und ich habe schon an den Corona – Geschmacksverlust gedacht und da bin ich auf die Idee gekommen, mir bei Youtube mal anzuschauen, wie man diesen Tee richtig zubereitet.

 

Siehe da, jetzt schmeckt er mir auf jeden Fall viel besser und ich kann damit vielleicht ab und zu Heißhungerattacken verhindern.

 

Eigentlich ist es ja verrückt, wenn man sich mit 72 noch mit solchen Dingen beschäftigt und trotzdem macht es mir auch einen gewissen Spaß.

 

Es zeigt sich wieder mal, dass man im Netz viel dazulernen kann, wenn man es richtig nutzt und daran sollte ich spätestens denken, wenn ich zu meinen Enkeln wieder mal sage – Mensch ihr hängt viel zu viel am Handy und die dann zu mir sagen – aber Opa, ich lerne doch mit Lehrer Schmidt über Youtube.

Händ us em Sack!

 

Seit gestern habe ich ein Bild im Kopf, das mich nicht mehr los lässt und mir wieder mal eine Kolumne über das Benehmen wert ist.

 

Da stehen bei einer öffentlichen Veranstaltung, auf ein Ergebnis wartend, zwei Herren neben einer Dame und beide haben die Hände in den Hosentaschen bzw., da es sich in unserer Heimat abspielt auf alemannisch d’Händ im Sack.

Es wird scheinbar immer mehr Mode einen auf „cool“ zu machen und die Hände in die Hosentaschen zu stecken. Völlig unvorteilhaft sieht dies aus, weil man von hinten noch meinen könnte – do stoht e Schießfidle.

Seit meiner Kindheit habe ich gelernt, dass eigentlich die Hände in den Hosentaschen nichts verloren haben und ich achte bis zum heutigen Tag darauf.

 

Im Moment heißt es ja Abstand halten und das nehmen meine Frau und ich ziemlich genau – zu mir sagt meine Frau auch ab und zu – Uli Abstand – wenn ich mich mit anderen unterhalte und diesen zu nahe komme.

 

Bei unseren täglichen Spaziergängen können wir auch beobachten, dass die meisten auch meiner  Altersgenossen nicht wissen, was 1,50 m sind. Wenn uns Leute entgegen kommen, ist es für uns eine Selbstverständlichkeit hintereinander zu laufen. Da kann man aber bei vielen darauf warten, bis man blau wird.

 

Ganz extrem ist es, wenn zwei sich im angeregten Gespräch befindliche Frauen uns entgegenkommen – do muesch uffbasse, dass si di nid über de Hufe renne.

 

Die sind von der Sorte, die mir auch verbieten wollen vom „Altweibersommer“  zu sprechen und einen „Mohrenkopf“ soll ich auch nicht mehr essen, geschweige denn im Gasthaus zum „Mohren“ zu Mittag zu essen.

 

Also liebe Leute, lasst doch die Kirche im Dorf und kümmert euch darum, dass eure Kinder liebe und anständige Menschen werden.

 

Wenn aus allem ein Problem gemacht wird, brauchen wir uns nicht zu wundern, wenn wir in einer problemhaften Welt leben.

 

Fräulein wurde ja auch abgeschafft.

 

Ich bin beim Fräulein Armbruster in die Schule gegangen und hatte schon als Kind Hochachtung vor ihr, weil sie eine Dame war.

 

Jetzt darf man ja zu niemandem mehr Fräulein sagen und muss Hochachtung vor denen haben, die sich die Finger unnatürlich verlängern lassen und im hinteren Bereich ein Eichhörnchen tragen.

 

Früher wurde mir gesagt, dass ich nicht auf den Fingern rumkauen soll, heute kann dies durch Verlängerung kaschiert werden und deshalb ist es aus der Mode gekommen.

 

Jetzt sagen bestimmt wieder manche, dass ich ein rückständiger alter Mensch bin. Weit gefehlt meine Herrschaften!

 

Ich erfreue mich heute noch, wenn ich etwas natürlich Schönes erblicke, nur habe ich vielleicht eine andere Meinung darüber, was schön ist und was nicht und das ist ja auch gut so.

 

Prima wäre natürlich, wenn man trotzdem miteinander anständig diskutieren könnte  und nicht sofort übereinander herfällt, wenn jemand anderer Meinung ist.

 

Eigentlich schade, dass viele nicht wissen, dass Manieren auch zu den sozialen Medien gehören. Es gibt nichts Unwürdigeres als jemanden persönlich öffentlich zu beleidigen.

 

Sind wir doch froh, dass wir in Europa seit Jahrzehnten keinen Krieg mehr haben und genießt es doch, dass wir in Deutschland uns öffentlich über alles äußern dürfen.

 

Es wäre aber toll, wenn man dann wüsste, dass ein gewisser Anstand  dazu gehört und deshalb

 

Händ us em Sack und vernünftig reden miteinander.

 

 

 

 

 


© Hans Ulrich Lochar 2021