Das Biosphärengebiet Schwarzwald!

Eine herrliche Landschaft!

 

Ich kann ja nicht leugnen, dass mir die Landschaft des Südschwarzwaldes besonders am Herzen liegt.

 

Ich bin in Schönau im Wiesental geboren und das betrachte ich auch heute noch als meine „ Heimat“.

Meine Frau kommt aus Wieden und diese Gemeinde gehört ja auch zum Verwaltungsverband Schönau.

 

 

Vor einigen Jahren habe ich dann mitbekommen, dass in der herrlichen Landschaft des Südschwarzwaldes ein Biosphärengebiet geplant ist.

Ehrlich gesagt, konnte ich mit diesem Begriff nichts anfangen aber ich stand der Idee von Anfang an positiv gegenüber und jetzt ist es für mich an der Zeit einfach mal danke zu sagen an alle, die sich um die Erhaltung der herrlichen Landschaft des Südschwarzwaldes kümmern.

 

Mein 90jähriger Schwiegervater aus Wieden – Laitenbach , Karl Gutmann, sagt mir bei fast jedem Besuch:

„Früher hen mir viel mehr Bächli ka“ also auf deutsch übersetzt , es gab viel mehr kleine Bäche.

Dies ist für mich ein Beweis, dass auch bei uns die Erderwärmung Einzug gehalten hat.

Er hat auch bemängelt, dass überall alles zuwächst und es immer weniger Weideland für die Hinterwälder Kühe gibt.

 

 

Siehe da, eines Tages bekam ich mit, wie von dem gegründeten Biosphärengebiet eine Fläche in Ungend – Wieden wieder freigelegt wurde, um sie für die Hinterwälder als Weidelandschaft zu nutzen.

Sehr schön anzusehen ist es, wenn die Hinterwälder  auf den Weiden in ca. 800 m grasen und ihren Hunger mit Gras stillen, das auch sehr viele Kräuter enthält. Man merkt dies bei der Milch und ganz besonders auch beim Fleisch. Es gibt für mich nichts besseres!

Bemerkenswert finde ich auch, wie die Dorfgemeinschaft in Wieden seit Jahren etwas für die Populärität der Hinterwälder Rindviecher tut und jedes Jahr einen Almauftrieb anbietet.

 

Auch dieses Jahr findet der Viehauftrieb wieder statt und ich mache auf diesem Weg gerne darauf aufmerksam.

 

Wiedener Viehauftrieb, ein besonderes Fest mit den „Original Finstergrundmusikanten“

Die Wiedener Bauern, in Zusammenarbeit mit der „Bergwacht Schwarzwald“, Ortsgruppe Wieden, laden zu diesem schönen Brauchtumstag ein. An diesem Tag werden die Jungrinder auf die Sommerweide getrieben. Die Bergwacht Wieden verwöhnt dabei in gewohnter Weise das Publikum, mit heimischen Produkten.

Der Termin ist am Samstag, 25. Mai 2019

Start um 13 Uhr im Ortskern von Wieden.

 

Immer wieder lese ich auch etwas von den Aktivitäten der Geschäftsstelle des Biosphärengebietes Schwarzwald in der von mir sehr geschätzten Badischen Zeitung, wenn wir unsere Schwiegereltern in Wieden besuchen.

 

Mir imponiert einfach, dass da Gemeinden, Landwirte, viele regionale Betriebe und die heimische Gastronomie gemeinsam versuchen etwas für die Landschaft des Südschwarzwaldes zu machen.

In diesem Zusammenhang entnehme ich der Badischen Zeitung folgende Zeilen:

 

Zehn Gasthäuser nehmen an Hinterwälder-Wochen teil

 

Jährliche Hinterwälder-Wochen der Gastronomie im Biosphärengebiet sollen die Nachfrage nun ankurbeln und auf das gute, regionale Fleisch aufmerksam machen. Gemeinsam mit zehn Gastronomen und dem Hinterwälder Förderverein, der die Landwirtschaft vertritt, plant die Geschäftsstelle derzeit die Aktionswochen.

 

In der Zeit vom 5. bis zum 19. Oktober 2019 wird jedes der zehn Gasthäuser mindestens drei Gerichte vom Hinterwälder Rind auf der Karte haben. Dabei soll möglichst das ganze Tier verarbeitet werden. In der Vorbereitung wird sich ein Koordinator um die Auswahl geeigneter Tiere, die Schlachtung und den Transport zu den Gasthöfen kümmern.

Erstmals werden die Hinterwälder-Gastronomen am 26. Mai auf dem Biosphärenfest in Todtnau gemeinsam auftreten.

 

Das ist doch toll, dass so etwas angeboten wird und ich hoffe, dass ich auch mal in den Genuss des Hinterwälder Fleisches in einem der teilnehmenden Betriebe komme und es wäre natürlich sehr schön, wenn bei dem Biosphärenfest in Todtnau der Wettergott mitspielen würde.

 

Um zu verstehen, was das Biosphärengebiet ist, habe ich den früheren Bürgermeister von Schönau Bernhard Seger angeschrieben und um Informationen gebeten. Ich glaube, dass ich sagen darf, dass wir seit unserer Jugend miteinander freundschaftlich verbunden sind und ich den Bernhard schon immer als Hüter der heimischen Landschaft und Natur geschätzt habe.

 

Im Rahmen unseres Gedankenaustausches über das Biosphärengebiet hat er mir einen Vortrag zukommen lassen, den er 2014 anlässlich der Zukunftswerkstatt in Höchenschwand über das Biosphärengebiet gehalten hat. Der Vortrag gefällt mir so gut, dass ich Bernhard Seger gefragt habe, ob ich ihn in meinem Internetblock veröffentlichen darf.

 

Die Genehmigung habe ich bekommen und deshalb empfehle ich allen, die mehr über das Biosphärengebiet erfahren wollen, ihn unter

Bernhard Seger und das Biosphärengebiet Schwarzwald

auf meiner Internetseite www.uli-lochar.de zu lesen.

 

Die Leser dieser Zeilen können vielleicht erkennen, dass mir meine Heimat die Stadt Schönau, das Wiesental, das Belchenland und der ganze Südschwarzwald sehr am Herzen liegen.

 

Aus diesem Grunde möchte ich mich bei allen, die sich für das Biosphärengebiet Schwarzwald einsetzen mit meinen Zeilen auf diesem Weg für die Erhaltung der herrlichen Landschaft des Schwarzwaldes bedanken.

 

Hans Ulrich – Uli – Lochar

 

Bernhard Seger und das Biosphärengebiet Schwarzwald.

Der ehemalige Bürgermeister von Schönau Bernhard Seger hat 2014 anlässlich der Zukunftswerkstatt in Höchenschwand einen Vortrag über das Biosphärengebiet Schwarzwald gehalten, den ich für sehr bemerkenswert halte und ihn deshalb gerne nachfolgend in meinem Internetblock veröffentliche.

Verehrte Gäste,

„Wie kamen wir eigentlich auf die Idee, ein Biosphärengebiet zu wollen?“

 

Darüber, und was ich mit einem Biosphärengebiet verbinde, möchte ich Ihnen berichten.

 

Vor 13 Jahren wurde der Zweckverband „Naturschutzgroßprojekt Feldberg-Belchen-Oberes Wiesental“ gegründet. Was war der Anlass?

Vielerorts hatte sich das Landschaftsbild nachteilig verändert, Weidfelder waren der Sukzession überlassen und in den Wäldern war die Jungwuchspflege und die Durchforstung aus finanziellen Gründen hinausgeschoben worden. Es bestand Handlungsbedarf, deren Kosten die Gemeinden damals überforderte.

 

Die Skepsis und die Zweifel waren auch bei der Gründung dieses Verbandes groß über die neue „Käseglocke“, wie das Großprojekt von den Kritikern genannt wurde. Und wie heute waren u.a. die Kosten der Verwaltung und der Planung „heiße“ Diskussionspunkte.

 

In das Großprojekt wurden während seiner 10-jährigen Laufzeit rd. 6 Mio. € investiert, davon waren 90 % Fördermittel des Bundes und des Landes. „Ein erfolgreiches, vorbildliches Förderprojekt“, „positiv für das Landschaftsbild“ – so wurde das Projekt am Ende von den Beteiligten beurteilt. Auch das „LIFE-Projekt Oberer Hotzenwald“ mit 1,7 Mio. € Fördervolumen wurde ähnlich bewertet. Dazu ist zu bemerken: Dies waren reine Naturschutzprojekte und trotzdem keine Käseglocken.

 

Doch aus beiden Projekten erwuchs eine nennenswerte regionalwirtschaftliche und strukturpolitische Bedeutung; die beteiligten Unternehmen und die örtliche Land- und Forstwirtschaft profitierten davon. Die Projekte trugen dazu bei, dass z.B. landschaftsprägende Weidfelder durch Landwirte weiter bewirtschaftet werden können. Wald- und Weideflächen wurden naturschutzfachlich verbessert. Und es wurde mit erreicht, dass die Landschaft offen gehalten wird, was nicht nur naturschutzrelevant ist, sondern was sich äußerst positiv auf das Landschaftsbild auswirkt und damit auch dem Tourismus nützt.

Auch das Bewusstsein für den Umwelt- und Naturschutz wurde bei allen Akteuren geschärft. So habe ich das Gefühl, dass die betroffenen Landwirte in diesen Projektgebieten heute anders „ticken“ als ihre Kollegen, die nicht von diesen Förderprojekten profitierten.

 

 

Doch wie geht es weiter?

Wie können die im Großprojekt erzielten Erfolge erhalten bleiben, denn die 7,7 Mio. € Projektkosten sollen ja nicht für die „Katz“ gewesen sein? Und wie können diese positiven Ergebnisse auf die gesamte Region, auch außerhalb der Schutzgebiete, übertragen werden?

Aus dieser Sorge über die künftige Entwicklung wurde die Idee eines Biosphärengebietes geboren.

 

Und nun diskutieren wir seit 4 Jahren über diese Idee. Doch wenn ich sehe, dass in dieser Diskussion das Biosphärengebiet fast nur unter den Aspekten „Naturschutz, Landwirtschaft und Forstwirtschaft“ gesehen wird, dann geht das m.E. wesentlich an unseren damaligen Vorstellungen und am Thema vorbei. Denn ein Biosphärengebiet ist mehr. Ein Biosphärengebiet ist mehr als ein Schutzgebiet. Im Grunde geht es nämlich darum, eine Antwort zu finden auf eine ganz wichtige Frage über die Zukunft unserer ländlich geprägten Region:

 

Wie können wir unseren Lebensraum für zukünftige Generationen erhalten?

 

Wir benötigen eine nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung, ohne unsere Natur aufs Spiel zu setzen.

Denn Naturschutz und wirtschaftliche Entwicklung sind keine Gegensätze, sondern sie lassen sich im Biosphärengebiet bestens verbinden, um die Gemeinden in der Region für die Zukunft fit zu machen.

 

 

Sie werden fragen:

Brauchen wir überhaupt ein Rezept für diese Regionalentwicklung?

 

Ich meine ja, und sehe dabei primär die demografische Entwicklung: Geburtenrückgang, Wanderungsverluste und eine Alterspyramide, die eher einen „Alterspilz“ darstellt.

–        Wie entwickeln sich unsere Siedlungen mit zahlreichen leerstehenden oder fast leerstehenden Gebäuden?

–        Und wie ist die gemeindliche Infrastruktur künftig noch ausgelastet?

Ich denke auch an Fragen einer möglichen regionalen Energieversorgung, und welche Auswirkungen ein Klimawandel auf Land- und Forstwirtschaft haben wird.

 

Ein Biosphärengebiet könnte ein Netzwerk aller Interessengruppen schaffen (Bewohner, Land- und Forstwirtschaft, Tourismus, Gewerbe). Ein Netzwerk, über das seit Jahren immer nur geredet wird (ich denke z.B. an ein Thema wie „Vermarktung der regionalen Produkte“), aber es fehlt der „Kümmerer“. Und diese „Kümmererfunktion“ wäre eine wichtige Aufgabe des Biosphärengebietes, nämlich

–        Die regionale Wertschöpfung zu stärken und dabei die natürlichen Besonderheiten der Region zu erhalten,

–        und eine Identität der Region zu schaffen.

 

Im Biosphärengebiet ginge es auch um die Sicherung der vorhandenen Arbeitsplätze, damit die Nebenerwerbslandwirte in der Nähe Arbeit finden. Diese bewirtschaften Weidfelder und sorgen für die nachhaltige Pflege der Landschaft, was wiederum Voraussetzung für eine touristische Entwicklung ist.

Kurz gesagt: Ohne gewerbliche Arbeitsplätze keine Landwirte, ohne Landwirte keine schöne Landschaft und ohne diese kein Anreiz im Tourismus – ein Kreislauf!

 

Ein Schwerpunkt im Biosphärengebiet wäre die Stärkung der einheimischen Wirtschaft, denn ein attraktives Wohnumfeld im Südschwarzwald wird ein zunehmendes Gewicht bei der Anwerbung von Fachkräften besitzen.

 

 

„Wir brauchen nicht noch mehr Naturschutz!“

So ähnlich lautet die Redensart in der Diskussion.

 

Ich meine: Noch mehr Naturschutz, wie wir bereits haben, geht eigentlich gar nicht. In FFH-, Vogelschutz-, Landschaftsschutz- und Naturschutzgebieten und weiteren Biotopen ist derzeit alles geschützt und geregelt. Und ich glaube auch, dass die Landwirtschaft in den Höhenlagen bereits seit Jahren wertvolle Naturschutzarbeit leistet. Doch merkt sie es nicht, oder will sie es nicht wissen, denn warum werden die Belange des Naturschutzes oft als Feindbild gesehen?

 

 

„Wieviel Geld bekomme ich im Biosphärengebiet?“, wird oft gefragt.

 

 

Natürlich ist diese Frage m.E. erlaubt, doch unsere nachkommenden Generationen werden nicht fragen, „wieviel Geld bekomme ich?“, sondern „ist diese Heimat und dieses Umfeld, das mir meine Vorfahren hinterlassen haben, überhaupt noch interessant und lebenswert?“

 

In der Diskussion ums Biosphärengebiet ist auch die Rede von enormen finanziellen Einbußen, welche die Gemeinden durch die Ausweisung von Kernzonen erleiden. So habe ich einem Zeitungsartikel entnommen, dass nach Aussage der Forstbehörde eine Gemeinde im Wiesental jährlich auf 10.000 € Gewinn verzichten würde, wenn sie eine 27 ha große Waldfläche als Kernzone ausweist. Mir scheint, dass etwas mehr Sachlichkeit gefragt wäre. Oder sind unsere Wälder mit diesem „Biosphärengebiets-Thema“ plötzlich zu Goldgruben geworden?

Meine Damen und Herren,

Sie werden sagen, der Bernhard Seger hat ja gut reden: Er ist jetzt Pensionär und ist vermutlich zeitlebens auf einem Bürostuhl gesessen. Und er hat keine Ahnung, vor allen Dingen keine Ahnung von der Landwirtschaft.

So ähnlich hat sich ein maßgeblicher hauptamtlicher Bauernfunktionär mir gegenüber auch einmal ausgedrückt. Doch auf meinen Brief hin hat er sich nicht mehr geäußert.

Ich bin in einem landwirtschaftlichen Nebenerwerbsbetrieb aufgewachsen, ich habe dort mitgearbeitet und in meinen ersten 25 Lebensjahren noch viele landwirtschaftliche Tätigkeiten in Handarbeit verrichtet. Ich habe in den 50er-Jahren die beginnende maschinelle Bewirtschaftung der Flächen erlebt und damals meinen Vater wegen seiner „altmodischen“ Denkweise  und nachhaltigen Wirtschaftsweise belächelt. Heute muss ich gestehen: Er hatte weitgehend recht.

Darum glaube ich Ahnung und etwas praktische Erfahrung zu haben,  bestimmt so

viel wie der vorgenannte Bauernfunktionär an seinem Schreibtisch.

 

 

Ein Biosphärengebiet wäre natürlich eine Herausforderung für alle Akteure.

 

Bisher sind wir es gewohnt, dass schlaue Beamte in den Ministerien und andere Experten Programme erfinden, nach denen das Geld (möglichst aus Gießkannen) verteilt wird.

Jedoch, in einem Biosphärengebiet müssten die hier wohnenden und wirtschaftenden Menschen sich selber Gedanken machen, wie die Zukunft aussehen soll und welche Projekte dazu sinnvoll sind. Das kann oder wird für jede Gemeinde unterschiedlich sein.

Darum wäre das Biosphärengebiet kein Programm sondern ein fortlaufender Prozess, der

–        sich an den Menschen und am Prinzip orientiert, „unsere Natur zu nutzen, ohne ihr zu schaden“,

–        und der die Belange der Bevölkerung, der Wirtschaft und des Naturschutzes in Einklang bringt.

 

In diesem Sinne schließe ich mit einem Zitat von Richard von Weizsäcker:

„Lassen Sie uns alles daransetzen, dass wir der nächsten Generation, den Kindern von heute, eine Welt hinterlassen, die ihnen nicht nur den nötigen Lebensraum bietet, sondern auch die Umwelt, die das Leben erlaubt und lebenswert macht.“

 

Bernhard Seger

 

Piemontreise 2019

Piemontreise im Frühjahr 2019

 

Vom 27. April 2019 bis 01. Mai 2019 waren wir mit 22 Genussfreunden im Piemont.

Diese Region ist mir vor allem durch die Verbindung mit Marco Savigliano vom Weingut Mario Savigliano in Diano d`Alba ans Herz gewachsen.

Marco und ich sind richtig gute Freunde geworden. Dies hat er auch in dem Wein „Incontro“ = Begegnung, zum Ausdruck gebracht.

Eine Cuvée aus Nebbiolo, Barbera und Cabernet Franc, die er extra zum 20jährigen Bestehen unserer Freundschaft  kreiert hat und die es nur im Weingut Mario Savigliano gibt. Für mich bedeutet dies sehr viel.

Marco hilft mir auch immer ein Programm für die Reise zusammenzustellen, in den letzten Jahren sind wir hauptsächlich zur Zeit der Trüffelmesse im Herbst ins Piemont gefahren und eigentlich war ich nach der letzten Reise der Meinung, das war’s mit privaten Gruppenreisen.

Dann trifft man zu Anfang des Jahres 2019 Marco und Milan vom Bus – Unternehmen Merz in Unterkirnach und muss von beiden hören, dass ich das doch nicht machen kann, es gäbe immer noch genug Leute, die mit Marianne und Uli Lochar ins Piemont wollen.

Wir waren die letzten 3 Jahre zwei Mal mit einer Gruppe zum Essen in der Trattoria Fabiana in Bossolasco und wurden dort so herzlich bewirtet, dass ich spontan zu den beiden gesagt habe, wenn ich es noch einmal mache dann nur, wenn wir bei den Sidas – so heißt die Wirtsfamilie – wohnen können.

Dies war möglich und wir haben bei ihnen im Haupthaus und im Gästehaus sehr schöne DZ bekommen, die teilweise sogar für 3 oder 4 Leute eingerichtet sind. Was macht man aber jetzt, wenn man 4 Anfragen von einzelnen Weinfreundinnen bekommt, die auch gerne dabei sein würden.

Nach Rückfragen bei Fabiana übrigens mit Hilfe von babelfisch de einem elektronischen Übersetzer, hat mir Fabiana noch ein landwirtschaftliches Haus direkt neben der Trattoria Fabiana  genannt, aber gesagt, dass die Zimmer nicht auf dem neuesten Stand wären. Dies habe ich meinen Weinfreundinnen gesagt und auch Milan unserem Busfahrer. Alle habe ich in diesem Haus einzeln in einem Doppelzimmer untergebracht und nach unserer Ankunft wollte ich als erstes wissen, wie die Zimmer sind.

Alle haben mir den Daumen nach oben gezeigt und das hat mich sehr beruhigt. Es sind auch schöne Zimmer, allerdings sind die Möbel etwas älter aber mit WC und Dusche und es gab von gar niemandem wegen den Zimmern eine Klage.

Wir hatten natürlich sehr großes Glück, dass das Wetter hervorragend war und wir eine Alpensicht auf die maritimen Alpen hatten, die selbst meine Frau und ich noch nie so genießen konnten.

Von der Trattoria sind wir jeden Tag zu unseren Besichtigungs – und Verkostungstouren aufgebrochen.

Schon auf der Hinfahrt haben wir in Canelli die bekannte Spumante -Firma Contratto besucht, deren Keller zum Weltkulturerbe gehören.

Weitere Besuchspunkte waren das Weinmuseum in Barolo, die Ölmanufaktur DESIDERIO in Diano d`Alba, das Barolo – Dorf La Morra, die Haselnussfarm REGALE, das sehr schöne Weingut Il Bricco in Treiso im Barbaresco – Gebiet , die Käserei von Carla in Bossolasco und natürlich das Weingut Mario Savigliano.

Wir hatten eine tolle Truppe beieinander und das ist ja auch sehr wichtig. Nur nette Leute waren dabei und kein einziger „Stinkstiefel“ wie wir im Badischen sagen.

Einmalig, wunderschön, liebevoll, genussreich waren nur einige der Komplimente, die meine Frau Marianne und ich zu hören bekamen.

Ganz großartig waren die genussreichen Menüabende mit korrespondierenden Weinen in der Trattoria Fabiana bei Piemontesisch – Sardinischer Küche. Piemontesisch – Sardinisch deshalb, weil die Familie Sida vor ca. 20 Jahren aus Sardinien ins Piemont kam. Für mich kommt wegen der Herzlichkeit der Familie und dem tollen Essen nur noch ein Aufenthalt in der Trattoria Fabiana in Frage.

Jetzt sind wir wieder zu Hause und ich gebe zu, dass es mir so gut gefallen hat, dass ich keinen Grund sehe, nicht wieder mit privaten Weinfreunden ins Piemont zu gehen. Kaum waren wir nämlich da, bekam ich schon Anfragen wegen dem Herbst dieses Jahres.

Wenn ich genug Leute zusammen bekomme, würde ich eine Reise vom Donnerstag, den 31.Oktober 2019 bis Sonntag, den 03. November 2019 planen.

Das Datum deshalb, weil ja am 01. November Feiertag ist.

Natürlich würde ich wieder das Weingut Mario Savigliano und die weltweit einmalige Trüffelmesse besuchen, ansonsten würde ich versuchen, auch neue Programmpunkte aufzunehmen, damit die Reise auch für diejenigen interessant ist, die schon einmal dabei waren.

Wenn jemand dabei sein möchte, dürfen mir nette Leute gerne ein Signal unter Lochar@t-online.de senden.

Dies sollte aber bald sein, damit ich vor allem unsere Unterkunft reservieren kann.

Wer mit den  Lochars mal privat genussreiches im Piemont dabei sein will, ist herzlich willkommen.

 

 

 

 

 

 

Begeisterung für Handwerker!

Das Bad ist renoviert!

 

Normalerweise ist es nicht meine Art Internas aus unserer Wohnung weiter zu geben.

Wir sind  aber von der Renovierung unseres Bades so begeistert, dass ich einfach etwas darüber schreiben muss.

Einige Jahre haben wir uns mit dem Gedanken beschäftigt unser Bad zu renovieren.

Das immerhin über 30 Jahre alte Bad konnte sich dank der Pflege meiner Frau aber durchaus noch sehen lassen. Für uns war es eigentlich noch in Ordnung, allerdings natürlich nicht auf dem Neuesten Stand.

 

Ich war auch immer noch der Meinung, dass in ein Bad eine Badewanne gehört, bis mein Physiotherapeut Volker Rinnus mich mal gefragt hat, ob ich überzeugt davon bin, dass ich mit 80 noch in die Badewanne komme.

 

Meine Frau war schon immer der Meinung, dass eine schöne große begehbare Dusche ohne jegliches Hindernis besser wäre.

Irgendwann hat sie mich dann tatsächlich mal erwischt, als ich gut drauf war und gesagt habe, komm wir renovieren unser Bad, dann habe ich auch noch etwas davon.

 

Einmal gesagt und dann wird es auch gemacht!

Ganz klar war für mich, dass wir für die Sanitärtechnik die Firma Krieg aus Villingen nehmen, weil diese in den letzten Jahren wegen Kleinigkeiten immer mal wieder bei uns waren und stets pünktlich und zuverlässig gearbeitet wurde.

Einige Vorgespräche haben mit Herrn Krieg über unsere Wünsche usw. stattgefunden und dabei hat auch die Sympathie zwischen uns eine Rolle gespielt. Als der Kostenvoranschlag unseren Erwartungen entsprach, war für uns klar, dass wir für die sanitären Arbeiten die Firma Krieg nehmen.

 

Bezüglich Fliesenlegerarbeiten hatten wir keine Vorstellung, bekamen aber den Tipp, dass Herr Jürgen Maser von Maser Fliesen in Zimmern – Horgen sehr zuverlässig wäre. Also angerufen und ein Gespräch ausmachen und dann uns entschieden.

Auch bei Herrn Maser hat von Anfang an die Chemie gestimmt und dies ist speziell für mich immer das Wichtigste.

Wir brauchen dann aber noch einen Maler, der das Bad fertig gestaltet und da wurde mir von meinem Phyiotherapeuten Volker Rinnus die Firma Haugg  OHG aus Villingen empfohlen.

 

Am 1. April 2019 ging es los und heute am 16. April 2019 kommt der Elektriker Beikirch aus Villingen noch und macht einige notwendige Elektroarbeiten und dann können wir sagen, fertig ist unser Bad und sehr schön ist es geworden.

Natürlich haben wir unsere Mitbewohner in unserer Wohnanlage darüber informiert, dass es die nächsten Wochen etwas laut werden kann. Dass ich aber nach ein paar Tagen schon schreiben konnte, dass die großen Lärmarbeiten abgeschlossen sind, hätte ich nicht erwartet.

 

Wir sind total begeistert von unseren Handwerkern und deshalb habe ich mich auch entschlossen dies auf www.uli-lochar.de mitzuteilen.

 

Einfach grandios haben die gearbeitet. Herr Krieg und sein ruhiger und besonnener Mitarbeiter Herr Schui haben gleich von Anfang an uns so in ihre Arbeiten mit einbezogen, dass wir täglich die Fortschritte sehen konnten. Nichts war denen zu viel, schnell und sauber wurde gearbeitet und ich habe von Anfang an gesagt, dass von unserer Seite meine Frau der Ansprechpartner ist, weil sie wesentlich mehr von Renovierungen versteht als ich und natürlich später auch in erster Linie das Bad putzt.

 

Ich wusste nicht, dass Herr Krieg auch ein sehr guter Turner ist, es war für ihn kein Problem per Klimmzug festzustellen, wie die Arbeiten zu verlaufen haben.

 

Der Fliesenleger Jürgen Maser hat sich dem Niveau der Firma Krieg angeschlossen und einfach hervorragend gearbeitet. Schnell, so geräuschlos wie möglich und immer frohgelaunt hat er uns mit Freude zuschauen lassen wie unser Bad immer schöner wurde.

Die Maler der Firma Haugg haben uns dann ebenfalls restlos von ihrem Können überzeugt. Nicht nur ihre Malerarbeiten  haben uns sehr gefallen, sondern auch das Auftreten in Firmenuniform und mit viel Sauberkeit war sehr beeindruckend.

Inzwischen sind auch von Herrn Beikirch und seinen Mitarbeitern die Elektroarbeiten zu unserer vollsten Zufriedenheit abgeschlossen worden und siehe da, als die Badetüre etwas geklemmt hat, hat meine Frau die Schreinerei Summ angerufen und das Problem geschildert.

Zu unserer großen Freude kam dann gestern noch ein Mitarbeiter der Firma Summ und hat unser Problem in kürzester Zeit gelöst, obwohl wir mit der Schreinerei Summ sonst noch nie etwas zu tun hatten.

So ist es uns jetzt eine große Freude die beteiligten Handwerkerfirmen nachfolgend zu erwähnen , ihnen einen großen Dank auszusprechen und sie gerne weiter empfehlen.

Inzwischen ist auch noch die Duschwand zum verabredeten Termin vorbildlich von

Maier Glasduschkabine.de

Klaus – Dieter Maier

Gutenbergstraße 2

88605 Meßkirch

maier@glasduschkabine.de

eingebaut worden.

 

Krieg – Sanitär – und Heizungstechnik

Inh. J. Krieg

Berliner Straße 11

78048 – VS – Villingen

Tel. 07721 55514 oder 58292

 

Maser Fliesen

Parkstraße 32

78658 Zimmern/Horgen

Tel. 0741 34137

 

Malergeschäft Haugg OHG

Kirnacher Straße 19

78050 VS – Villingen

Tel. 07721 53523

 

Elektro Beikirch

Gerberstraße 34

78050 VS – Villingen

Tel. 07721 24879

 

Artur Summ GmbH & Co. Schreinerei-Glaserei

Vockenhauser Str. 12

78048 Villingen-Schwenningen – Villingen

Telefon:     (0 77 21) 8 42 70

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Chinesische Methoden brauchen wir nicht!

So langsam wird’s kritisch!

 

In jüngster Zeit lese ich des Öfteren, was den Menschen alles verboten werden soll.

 

Dies bezieht sich auch auf das Essen und Trinken. Mir fehlt oft der Respekt vor der Meinung von anderen bei den ganzen Artikeln.

Eingefleischte Veganer geben sich überhaupt nicht gesprächsbereit und sind geradezu fanatisch, wenn es um den Genuss von Fleisch geht.

Wenn sie dadurch erreichen, dass sich die Menschen über den Verzehr von Fleisch generell Gedanken machen, ist dies ja durchaus lobenswert.

 

Ich bin auch ein Gegner der Massentierhaltung und ein Gegner von dem Verzehr von Fleisch was durch Massenzucht erzeugt wurde.

Allerdings lasse ich mir nicht nehmen, Fleisch zu essen, wenn ich will.

 

Ich beziehe mein Fleisch von Metzgern und Anbietern, die ich kenne und von denen ich weiß, dass sie sorgsam mit den Tieren umgehen.

Massen – Fleischfabriken – oder  ähnliche Unternehmen haben bei mir keine Chance.

 

Bei uns hat auch Amazon keine Chance, weil wir lieber unkompliziert vor Ort einkaufen. Allerdings bin ich nicht soweit, dass ich keine Amazon – Päckchen für Nachbarn annehme und ganz ehrlich, manchem Einzelhändler hat Amazon auch gut getan, weil sie plötzlich gemerkt haben, dass sie Gas geben müssen und vor allem mit Freundlichkeit gegenüber den Kunden viel erreichen können.

 

Ich gehe auch mal zu Aldi oder Lidl und hole mir z.B. die sehr gute Moser Schokolade von Aldi oder die sehr guten Nüsse von Lidl, unsere meisten Lebensmittel holen wir aber frisch auf dem Markt.

 

Ich lasse mich auch nicht schräg anschauen, wenn ich mein Bad Dürrheimer Mineralwasser trinke und kein Wasser aus dem Hahn. Mineralwasser von Großproduzenten  haben bei mir keine Chance, weil ich deren Geschäftspolitik ablehne.

 

Allerdings bleibt es mir überlassen, was und welches Wasser ich trinke. Ich lasse mir auch den Weingenuss nicht verbieten, obwohl ich durchaus verstehen kann, dass Alkohol für manche Menschen ein Problem sein kann. Dies akzeptiere ich auch sofort und versuche nicht jemanden zum Alkoholgenuss zu überreden.

 

Der Alkohol wurde ursprünglich zur Heilung von Krankheiten entdeckt und verfeinert, dass manche Menschen damit nicht umgehen können, dafür kann der Alkohol nichts.

 

Ich habe aber die Befürchtung, dass bei dem Fanatismus, der heutzutage oft festzustellen ist, ich damit rechnen muss, dass ich irgendwann beschimpft werde, wenn ich auf einer Terrasse sitze, ein Schnitzel esse und dazu ein Bier trinke.

 

Ich müsste ja dann jedes Mal aufschreien, wenn ich sehe, dass jemand einen Tee trinkt, dessen Beutel neben das Gefäß mit heißem Wasser gelegt wird und nicht mit dem Wasser übergossen wird.

 

Ich müsste auch jedes Mal aufschreien, wenn ich sehe, dass Kaffee im Pappbecher durch die Straßen getragen wird und viele Menschen auf der Straße essen bzw. – für mich fressen.

 

Aber, lieber Uli Lochar, noch ist es jedermanns Sache was und wie er isst.

 

Ratschläge darf man immer geben, aber Besserwisserei und vor allem regelrechte Anschuldigungen sind fehl am Platz.

 

Liebe Leute, seid doch froh, dass wir in einem Land leben, wo die meisten Menschen zu essen und zu trinken haben und genießt frische und gute Küche verbunden mit den passenden qualitativ guten Getränken.

 

Chinesische Methoden, wo der eine auf den anderen aufpasst, brauchen wir nicht.

 


© Hans Ulrich Lochar 2019